Ball des Thüringer Sports

Bei der Premiere des ersten Balls des Thüringer Sports feierten rund 950 geladene Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik in der Erfurter Messehalle.
Mit der Zusammenlegung des Landessportballs des LSB Thüringen und der Gala der Stiftung Thüringer Sporthilfe wagten beide Partner das Experiment, aus zwei verschiedenen Bällen einen gemeinsamen Ball zu etablieren. Da der Erfurter Kaisersaal die Gästezahl nicht aufnehmen konnte, entschied man sich für die Messe Erfurt als neuen Veranstaltungsort. Dieser bot auf der einen Seite neue Möglichkeiten der Präsentation und auf der anderen Seite musste man einer Messehalle zuerst Ballcharakter verleihen. Das dies den Veranstaltern gelang, zeigte das Feedback der Gäste, die „nicht erwartet hatten, ein solch schönes Ambiente geboten zu bekommen.“

Diese Ballatmosphäre war zugleich auch der Rahmen für die zahlreichen Ehrungen des ersten Balls des Thüringer Sports. Mit Vertikaltuchartistik und Bodenakrobatik eröffneten die „Fliegenden Sachsen“ einen stimmungsvollen Ballabend.
Erster Höhepunkt war die traditionelle Verleihung der Förderpreise für die Aufsteiger und Nachwuchstrainer des Jahres 2012. Viele der im Rahmen der Wahl „Sportler des Jahres“ bisher geehrten Spitzenathleten erhielten diese Auszeichnung in den Jahren zuvor und verwirklichten danach den Slogan der Stiftung „Vom Talent zum Olympiasieger/Weltmeister“. Die Auszeichnung erhalten junge Leistungssportler und ihre Trainer, die als erfolgreiche Junioren nahtlos den Anschluss an das nationale und internationale Spitzenniveau schafften. Einer von vier Förderpreisen ging an Alexander Kröckel. Den von der Köstritzer Schwarzbierbrauerei gestifteten Förderpreis erhielt der Skeletoni für seine hervorragenden Saisonergebnisse, den JWM-Titel und die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften im Skeleton. Der zweite Aufsteiger des Jahres, Speerwerfer Thomas Röhler, holte in seiner ersten Saison bei den „Großen“ gleich den nationalen Titel und qualifizierte sich für die EM, wo er nur um einem Zentimeter das Finale verpasste. Bei der U23-EM wurde er Siebenter und nahm, den von der E.ON Thüringer Energie AG gestifteten Förderpreis in Empfang.GruppenbildFörderpreise

Mit dem Förderpreis in der Kategorie „Nachwuchstrainer“, gestiftet durch die Bauerfeind AG, ehrte die Thüringer Sporthilfe gemeinsam mit dem Landessportbund Thüringen Burkhard Looks, der u.a. Thomas Röhler betreut. Mit seiner Arbeit im Wurfbereich hat er eine solide Basis für die Erfolge Thüringer Athleten geschaffen. Auf eine herausragende Erfolgsbilanz blickt Bobtrainer Matthias Trübner zurück. Er machte aus dem Talent André Lange den erfolgreichsten Bobpiloten aller Zeiten. Heute gibt „Matte“ Trübner seine Erfahrungen im Nachwuchsbereich mit Akribie und enormen Wissen weiter und führte junge Piloten zu internationalen Erfolgen. Dazu zählt der Vize-Weltmeister Maximilian Arndt ebenso wie die mehrfache Vizejuniorenweltmeisterin Stefanie Szczurek. Für seine Verdienste bekam er den zweiten Förderpreis des Jahres 2012 in der Kategorie Nachwuchstrainer, gestiftet von der DKB, überreicht.

Nach dem akrobatischen Auftritt des zehnfachen Weltmeisters im Rhönrad Robert Maaser, der mit seiner Cyr-Performance, einer Abwandlung des Rhönrads als Einzelring, die Gäste begeisterte, folgte der Höhepunkt des Abends, die Ehrung der Thüringer Sportler des Jahres 2012.
Erstmals wurde in die Wahl, die gemeinsam vom Thüringer Sportjournalisten-Club, dem LSB und der Stiftung veranstaltet wurde, die Öffentlichkeit einbezogen. Die Nominierung von 30 Kandidaten für die Wahl, je zehn pro Kategorie traf eine prominente neunköpfige Jury im Vorfeld. Mehr als 8.000 Teilnehmer gaben Ihre Stimme für die Wahl ab. Ihr sensationelles Olympiagold im Teamsprint brachte Kristina Vogel die meisten Stimmen der Umfrage und damit den Titel „Thüringer Sportlerin des Jahres 2012“. Der Wahlerfolg war mit 24,4 Prozent deutlicher als ihr Sieg beim Nervenkrimi in London. Dabei setzte die Bundespolizistin mit ihrer Auszeichnung ein weiteres Achtungszeichen. Seit 1994 mit Weitspringerin Heike Drechsler hat keine Sommersportlerin mehr die Wahl gewonnen. Mit Sympathie punktete Andrea Henkel (21,1 Prozent) vor allem beim Publikum und holte sich Platz zwei. Die Staffel-Weltmeisterin gewann schon viermal die Thüringer Sportkrone. Platz drei ging in einer knappen Entscheidung an Eisschnellläuferin Stephanie Beckert (16,3 Prozent), die die Weltmeisterin im Rennrodeln Tatjana Hüfner auf Platz vier verwies. Bei den Männern schlugen die Radsportler doppelt zu. Ein Novum, auch in dieser Kategorie stand bisher noch kein Athlet dieser Sportart in der Ergebnisliste, seit sieben Jahren auch kein Sommersportler mehr.

Zum „Thüringer Sportler des Jahres 2012“ wählten Publikum, Journalisten und Sportgremien den Silbermedaillengewinner von London im Zeitfahren und zweifachen Zeitfahrweltmeister Tony Martin. Exakt 17 Prozent der Stimmen entfielen auf den 27-jährigen. Tony Martin ist Mitglied beim RSC Turbine Erfurt und einige Jahre für das Thüringer Energieteam gefahren. Dort begann auch die Karriere des Zweitplatzierten John Degenkolb (14,4 Prozent), der mit fünf Etappensiegen bei der Vuelta und dem Gesamtsieg der UCI Europe-Tour die Wähler überzeugte. Platz drei sicherte sich Publikumsliebling Axel Teichmann. Ein Weltcup-Sieg beim Auftakt der Tour de Ski 2011 brachten ihm genug Stimmen für „Bronze“ bei der Wahl (13,3 Prozent). Der Deutsche Meister Thüringer HC Erfurt – Bad Langensalza lag seit Beginn der sechswöchigen Sportlerwahl in Front.

Die Handballerinnen verteidigten damit ihren Vorjahrestitel in der Kategorie „Thüringer Mannschaft des Jahres“ mit 26,1 Prozent der Stimmen – der deutlichste Erfolg der Umfrage 2012. Auf Platz zwei kamen die Radsprinter René Enders und Robert Förstemann (17,3 Prozent). Gemeinsam mit dem Berliner Maximilian Levy fuhren sie bei den Olympischen Spielen zu Bronze – trotz des kurzfristigen Einsatzes von Robert Förstemann, der ursprünglich nur als Ersatzmann in London war. Das Bobteam um Maximilian Arndt musste sich als Vize-Weltmeister mit 16,6 Prozent knapp geschlagen geben.

Als „Thüringer Behindertensportlerin des Jahres 2012“ wurde Maria Seifert geehrt, Dritte der Paralympics. Nach den Ehrungen genossen die Gäste das Buffet und tanzten anschließend zur Musik von Princess Jo oder nutzten die vielen Mitmachangebote im Foyer der Messe. Kurz vor der Verlosung des Gewinnspiels, das einen Erlös von über 5.000 € zugunsten der Thüringer Nachwuchsförderung erbrachte, gab es nochmals einen emotionalen Höhepunkt. Der Sportschütze des Jahrhunderts, der mehrfache Olympiasieger, Weltmeister und Weltcupgewinner Ralf Schumann, der u.a. sieben Mal an Olympischen Spielen teilnahm, beendete mit 50 Jahren seine eindrucksvolle leistungssportliche Karriere und wurde von den Ballgästen mit viel Applaus verabschiedet.

Ball des Thüringer Sports 2014

Die vierte Auflage des Balls des Thüringer Sports findet am Samstag, dem 9. April 2016 in der Messe Erfurt statt.
www.ball-des-thueringer-sports.de


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