Stiftung Thüringer Sporthilfe -

Die Stiftung Thüringer Sporthilfe unterstützt seit 1997 besonders talentierte Nachwuchsathleten und Spitzenathleten auf ihrem Weg vom "Talent zum Olympiasieger/Weltmeister." Sie fördert an erster Stelle Thüringer Sportlerinnen und Sportler, die als Voraussetzung der Förderung, für einen Thüringer Sportverein in einer olympischen oder paralympischen Disziplin starten. Der Behindertensport ist seit Beginn der Förderung vollkommen gleichberechtigt integriert.

eine ergänzende Fördereinrichtung

Die Stiftung versteht sich als Dienstleister für den Athleten. Sie kooperiert dabei mit allen im Leistungssportsystem in Thüringen beteiligten Einrichtungen. Die Stiftung Thüringer Sporthilfe ist ein ergänzendes Element der Sportförderung in Thüringen.

Nachwuchsförderung Sommersportarten 2016

Während die Thüringer Nachwuchssportler in der vergangenen Saison über die großen Flughäfen Frankfurt und München nach Tiflis, Vancouver, Las Vegas, Nikosia, Montpellier, Papua-Neuguinea oder Tokio zu ihren Wettkämpfen flogen, „landeten“ sie quasi zur diesjährigen Nachwuchsförderung auf dem Flughafen Erfurt-Weimar. Dieser war Gastgeber der Nachwuchsehrung für die erfolgreichen Nachwuchssommersportler/innen und bot einen interessanten Blick hinter die Kulissen des Flughafens. Und wie beim normalen Abflug mussten alle Athleten, Trainer und Funktionäre durch die Sicherheitskontrolle, fand die Ehrung doch direkt am Gate statt.

Nach der Führung und dem obligatorischen Sicherheitscheck nahmen 59 Athleten und Athletinnen aus 13 Sportarten eine Individualförderung von rund 25.500 € der Stiftung Thüringer Sporthilfe aus den Händen des 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, der Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport und zugleich Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Birgit Klaubert und dem Vizepräsidenten Leistungssport des LSB, Lutz Rösner in Empfang. Erstmals wurden drei Karatekas, die mit der Aufnahme der Sportart ins olympische Programm auch in Sporthilfe-Förderung integriert wurden, geehrt.
Herausragende Athletin war in diesem Jahr die mehrfache Juniorenweltmeisterin im Bahnradsport Pauline Grabosch, die dafür auch als Juniorsportlerin Deutschlands gekürt wurde. Darüber hinaus gab es noch zwei Bronzemedaillen bei der JEM durch Madeleine Schröter im Karate und die Staffelbronzemedaille in der Leichtathletik von Eleni Frommann. Hinzu kamen zehn internationale TOP-10-Platzierungen und 18 Teilnahmen an JEM und JWM. Sowohl in der Fördersumme als auch der Athletenanzahl war dies gegenüber den Vorjahren eine deutliche Steigerung in der Nachwuchsförderung, wobei die internationalen Medaillengewinne und Platzierungen im Verhältnis nicht so stark mit angestiegen sind. Von den 59 Athleten schafften sechs Athleten den Sprung in die Anschlusskaderförderung. Sie erhalten somit einen nahtlosen Übergang in der Förderung durch die Stiftung Thüringer Sporthilfe. Diese werden beim Übergang vom Junior zum Erwachsenen unterstützt und bekommen beispielsweise Lehrgangs- und Materialkosten erstattet.

Mit der Nachwuchsförderung möchte die Stiftung ein wenig die Aufwendungen der jungen Sportler, Ihrer Eltern und der Sportvereine kompensieren, die viel in die Entwicklung ihrer Schützlinge investieren. Ein Sportschütze beispielsweise, schießt im Jahr ca. 20.000 Schuss. Die Kosten dafür belaufen sich allein auf rund 3.000 €, die je nach Kaderstatus durch Verband oder Verein oder Sportler getragen werden (müssen). Die Kosten für eine Sportwaffe, die der Athlet i.d.R. selber bezahlen muss, liegen je nach Disziplin um die 2.000 €, dazu kommt spezielle Schießkleidung (Brille, Weste, Jacke etc.) so dass sich die Kosten schnell summieren können. Die Unterstützung durch die Stiftung versteht sich daher als eine ergänzende Förderung zu den allgemeinen und/oder die sportartspezifischen Förderungen durch Vereine und Verbände. 1994 hat der damalige Förderverein „Thüringer Sporthilfe e.V.“ in der Erfurter Leichtathletikhalle die ersten Nachwuchssportler gefördert. Inzwischen sind es über 3.300 Förderungen, die an Thüringer Nachwuchsathleten mit einem Volumen von knapp 1,4 Mio € überreicht wurden.

Trainerförderung 2016

Nach dem historischen Luthersaal des Augustinerklosters in Erfurt, dem Schloss Friedenstein in Gotha, dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden bot diesmal das Schillermuseum Weimar die Kulisse für die Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Vorfeld der Ehrung waren die acht erfolgreichen Nachwuchstrainer eingeladen zu einer exklusiven Führung durch die historische Anna-Amalia-Bibliothek.

Mit der Erweiterung des Förderzweckes im Jahr 2012 hat die Stiftung damit ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema jetzt auch in ihrer Förderrichtlinie verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung acht Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.

Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehemaligen und aktiven Athleten oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Er ist die wichtigste Bezugsperson für den Athleten und sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Erfolge, als auch oft als Trostspender im Einsatz. Seit Gründung der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt.

Folgende Nachwuchstrainer wurden geehrt:

Paul Augustin - Rennrodeln, TLZ-Trainer Sonneberg
Laudator: David Möller, Weltmeister und Olympiazweiter

Gabi Fuß - Eisschnelllauf, langjährige Nachwuchstrainerin Erfurt
Laudator: Dr. Bernd Neudert, OSP-Leiter und Vorstandsmitglied TSH 

Jens Greiner-Hiero - Skisprung, TLZ-Trainer Lauscha
Laudatorin: Sophia Görlich, Skispringerin und ehemalige Athletin des Trainers

René Holtmann - Gewichtheben, Honorar- und Vereinstrainer Gräfenroda
Laudator: Philipp Griebel, ehemaliger Athlet

Matthias Jauck - Badminton, Landestrainer, Leiter des Nachwuchsstützpunktes Mitteldeutschland Jena
Laudator: Uwe Rost, Direktor Sportgymnasium Jena

Peter Keller - Schwimmen, Nachwuchstrainer Erfurt
Laudator: Hans-Jürgen Günther, Präsident Thüringer Schwimmverband

Hartmut Reich - Ringen, Stützpunkttrainer Jena
Laudatorin: Maria Selmaier, Olympiateilnehmerin und Athletin des Trainers

Tim Zühlke - Radsport, Nachwuchstrainer Bahnsprint Erfurt
Laudator: Jochen Wilhelm, ehemaliger Erfolgstrainer

Neue Rubrik - Monatliche Förderung

Ab sofort gibt es eine neue Rubrik - Monatliche Förderung

Im Menüpunkt Förderung stellen wir ab sofort einmal monatlich eine Förderung dar, die die Stiftung Thüringer Sporthilfe an Thüringer Nachwuchs- und Spitzenathleten vergibt vor. Die Athleten berichten dabei selber über die jeweilige Maßnahme.

Oktober 2016 - Anschlusskaderförderung Lisa-Marie Jacoby (Leichtathletik)

Seit einigen Jahren ist es für mich eine Tradition im Herbst an die Ostsee ins Trainingslager zu fahren, so auch dieses Jahr, jedoch mit der Änderung, dass wir statt in der alten Sportschule diesmal in Ferienwohnungen untergebracht waren. Bei kühlen und windigen Bedingungen trainierte ich oft gemeinsam mit einigen Läufern und konnte so wirklich gut an meinen Grundlagen arbeiten. Jeden Morgen um 7.30 Uhr und vor dem Frühstück stand ein kleiner Trainingsauftakt am Meer an, bevor es meistens 10 Uhr zur ersten Trainingseinheit ging. Das tägliche Mittagessen auf dem Campingplatz in Zinnowitz und ein kleines Mittagsschläfchen danach, gaben mir genügend Energie, um auch die zweite Trainingseinheit am Nachmittag gut zu absolvieren. Egal ob im Wald, am Strand, in der Halle, im Stadion oder an der Promenade, immer in guter Gesellschaft und motiviert konnte ich mich voll und ganz aufs Training konzentrieren und mich somit optimal auf die bevorstehende Saison vorbereiten.

Thüringer Sportkalender 2017

Der neue Thüringer Sportkalender 2017 ist ab sofort erhältlich. Auch in diesem Jahr standen wieder Thüringer Spitzenathleten für einen guten Zweck zur Verfügung. Anstelle schweißtreibender Trainingseinheiten rann diesmal der Schweiß am Grill. Mit der diesjährigen Thematik „Grillen“ – sozusagen die „Nationalsportart“ der Thüringer – zeigen u.a. die Olympiasieger Anja Schneiderheinze (Bob), Thomas Röhler (Speerwerfen) und weitere Thüringer TOP-Athleten wie Eisschnellläufer Patrick Beckert, Handballnationaltorhüterin Dinah Eckerle, Radsprinter René Enders, die Olympiateilnehmerin Maria Selmaier, der Paralympicsteilnehmer Aliaksander Halouski oder Biathlet Erik Lesser, dass man nicht nur Bratwurst und Rostbrätl grillen kann. Auf den Kalenderblättern der einzelnen Monate sind dabei nicht nur die besten Grillfotos zu finden, sondern auf der Rückseite ist das Rezept inclusive aller Zutaten zum Nachgrillen beschrieben. 
Einige Impressionen sind auch auf unserem Facebookaccount zu finden.

Am kommenden Sonntag, 30. Oktober gibt es die Möglichkeit im Rahmen der Genusspromenade im Erfurter Kaisersaal sich den Kalender von zwei TOP-Athleten persönlich signieren zu lassen. Der schnellste Anfahrer der Welt im Teamsprint René Enders steht ab 10 Uhr und Bobolympiasiegerin und Weltmeisterin Anja Schneiderheinze ab 12 Uhr am Stand der Stiftung auch für Autogrammwünsche zur Verfügung.

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Wahl für die Thüringer Sportler des Jahres 2016 eröffnet

Expertenjury hat Kandidaten der diesjährigen Wahl nominiert

Die Wahl für die „Thüringer Sportler des Jahres 2016“ ist gestartet. Die jeweils acht nominierten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften stehen fest. Alle Sportinteressierten im Freistaat - und darüber hinaus - können ab morgen, Mittwoch, den 26. Oktober 0.00 Uhr, bis zum 10. Dezember über ihre persönlichen Favoriten des Sportjahres 2016 entscheiden. Die Ehrung findet am 8. April 2017 beim Ball des Thüringer Sports in Erfurt statt. Die Bekanntgabe der Sieger erfolgt bereits am 19. Dezember. Präsentiert wird Thüringens größte Sportlerumfrage vom Landessportbund, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalisten-Club.

Die Grundlage für die Wahl 2016 hat wieder eine prominent besetzte neunköpfige Jury aus dem Sport gelegt. Mit ihrem Expertenvotum entschied die Jury über die Nominierung der Kandidaten in den drei Umfragekategorien entschieden. Die finale Entscheidung über die Umfragesieger liegt nun in den Händen von den Sportfans. Das Ergebnis der Publikumsabstimmung, online oder per Stimmzettel, geht ebenso in das Endresultat ein, wie die Stimmen von Sportgremien (Vertreter der Kreis- und Stadtsportbünde, der Sportfachverbände, des Olympiastützpunktes Thüringen und der Stiftung Thüringer Sporthilfe) und der Thüringer Sportjournalisten.

„Wenn es die Sportlerumfrage nicht schon gäbe, müsste sie erfunden wären. Im Olympiajahr kommt der Wahl immer eine besondere Bedeutung zu. Ich freue mich schon am 8. April in der Erfurter Messehalle den Siegern und Platzierten zu gratulieren. Ich hoffe auf eine starke Beteiligung und dies auch dank unseres neuen Partners LOTTO Thüringen,“ sagte Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe.
Rolf Beilschmidt, LSB-Hauptgeschäftsführer und 2. Vorsitzender der Stiftung, ergänzte: "Mit der Wahl wollen wir die Thüringer Sportstars und ihre starken Leistungen im Olympiajahr mit zahlreichen nationalen und internationalen Rekorden und Medaillen 2016 noch einmal in den Mittelpunkt rücken und der Öffentlichkeit präsentieren. Das Publikum hat auch diesmal keine leichte Wahl, das zeigte bereits die Diskussion der Expertenjury. Vor allem freut es mich, dass erstmals Athleten aus Sportarten nominiert sind, die bisher noch nicht bei der Wahl vertreten waren.“

Die Auswahl an tollen Athleten in den verschiedensten olympischen und paralympischen Sportarten ist groß im Sportland Thüringen - vom Klettern, Rollstuhlskaten, Radsport, Biathlon oder Segelfliegen. Verdient haben sie es alle. Schon die Nominierung ist daher ein Erfolg. Erst ein angeregter Austausch der Jurymitglieder und Stichwahlen bei Männern und Frauen brachten das finale Ergebnis. Schließlich wählte die Expertenrunde, zu der Gunda Niemann-Stirnemann als Eisschnellläuferin des Jahrhunderts und sechsfache Siegerin der Thüringer Sportlerwahl auch Olympiasieger und Radsportlegende Olaf Ludwig sowie Paralympics-Teilnehmer Mario Hochberg und jeweils drei Sportfunktionären sowie –journalisten gehörten, insgesamt 24 Kandidaten.

Nun heißt es: Wer wird Nachfolger von Radsprinterin Kristina Vogel, Biathlet Erik Lesser und den Handball-Frauen vom Thüringer HC Erfurt - Bad Langensalza? Oder schlagen die Vorjahressieger erneut zu? Mit Olympia-Gold im Einzel sowie Olympia-Bronze im Teamsprint und dem WM-Titel könnte Kristina Vogel vom RSC Turbine Erfurt bei den Frauen ordentlich punkten und sich den Titel als „Thüringer Sportlerin des Jahres“ bereits zum vierten Mal sichern. Es wäre der krönende Abschluss eines herausragenden Sportjahres für die 25-Jährige. Ginge es nach dem Votum der Expertenjury, hätte wohl Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler (LC Jena) erstmals den Titel als „Thüringer Sportler des Jahres“ in der Tasche. Harte Konkurrenz kommt mit Vorjahressieger Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain) aus dem Wintersport. Der Biathlet und WM-Zweite in der Staffel setzt bestimmt auch auf die Sympathiepunkte des Publikums. Auch bei den Männern gibt es eine Premiere. Mit Jan Rothardt ist erstmals ein Weltmeister im Segelfliegen nominiert (Landessegelflugschule Thüringen). In der Kategorie „Thüringer Mannschaft des Jahres“ könnte es wieder auf ein spannendes Duell zwischen dem Thüringer HC Erfurt - Bad Langensalza, und dem Bob-Team Maximilian Arndt hinauslaufen. Dazu gesellt sich Anja Schneiderheinze, die mit ihrem Bobteam als Welt- und Europameisterin ins Rennen geht (ESC Erfurt).

Bis zum 10. Dezember 2016 läuft die Wahl - im Internet unter www.ball-des-thueringer-sports.de sowie mit den gewohnten Stimmkarten, die erstmalig auch in allen Thüringer Lotto-Annahmestellen sowie im Haus des Thüringer Sports erhältlich sind.  Mit ihrer Abstimmung haben alle Umfrageteilnehmer die Chance auf einen der sechs Preise – von VIP-Tickets für Sportevents bis zu Digitalabonnements der regionalen Tageszeitung. Die Sieger werden am 8. April 2017 beim „Ball des Thüringer Sports“ gekrönt. Eintrittskarten für das größte Ballereignis in Thüringen können bereits im Internet bestellt werden.

Die Umfrage Sportler des Jahres 2016 wird unterstützt durch die Medienpartner Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung, Freies Wort, Meininger Tageblatt, Südthüringer Zeitung sowie DKB, Köstritzer und LOTTO Thüringen.

XV. Paralympics vom 7. – 18.9.2016 in Rio

Vier Thüringer Athleten, die alle im Förderkreis „Thüringer Athleten nach Rio“ der Stiftung gefördert wurden, gehören zur Deutschen Paralympicsmannschaft an. Am 7. September werden die Paralympics 2016 im brasilianischen Rio de Janeiro eröffnet.

Thüringer Teilnehmer Paralympics

Leichtathletik

Isabelle Foerder (37 Jahre) HSC Erfurt 6. Paralympics
Maria Seifert (25 Jahre) HSC Erfurt 3. Paralympics

Marion Peters - als Trainerin Mitglied der Deutschen Paralympicsmannschaft

Rollstuhlbasketball

André Bienek (29 Jahre) RSB Thuringia Bulls 3. Paralympics
Aliaksandr Halouski (29 Jahre) RSB Thuringia Bulls 1. Paralympics

Josef Jaglowski - als Trainer Mitglied der Deutschen Paralympicsmannschaft

Hier haben wir Ihnen die Wettkampftermine der Thüringer Sportler aufgeführt. Die Teilnahme an den fortführenden Wettkämpfen (Achtel-, Viertel-, Halbfinale und Finale) hängen jeweils von den Ergebnissen in den vorherigen Runden/Qualifikationen ab.

XXXI. Olympische Sommerspiele vom 5. – 21.8.2016 in Rio

Acht Thüringer Athleten (mit Startrecht für einen Thüringer Verein und im Förderkreis „Thüringer Athleten nach Rio“ der Stiftung gefördert) gehören zur Deutschen Olympiamannschaft, die bei den Olympischen Sommerspielen 2016 im brasilianischen Rio de Janeiro an den Start gehen.
Thüringer Teilnehmer:

Leichtathletik
Thomas RÖHLER (24 Jahre) LC Jena 1. Olympische Spiele

Radsport
René ENDERS(29 Jahre) RSC Turbine Erfurt 3. Olympische Spiele
Lisa KLEIN* (20 Jahre) RSC Turbine Erfurt 1. Olympische Spiele
Tony MARTIN (31 Jahre) RSC Turbine Erfurt 2. Olympische Spiele
Gudrun STOCK (21 Jahre) RSC Turbine Erfurt 1. Olympische Spiele
Kersten THIELE (23 Jahre) 1. RSV 1886 Greiz 1. Olympische Spiele
Kristina VOGEL (25 Jahre) RSC Turbine Erfurt 2. Olympische Spiele

Ringen
Maria SELMAIER (24 Jahre) KSC Motor Jena 1. Olympische Spiele

* - (Alternate Athlete)

Hier sind die Wettkampftermine der Thüringer Sportler aufgeführt. Die Teilnahme an den fortführenden Wett-kämpfen (Achtel-, Viertel-, Halbfinale und Finale) hängen jeweils von den Ergebnissen in den vorherigen Runden/Qualifikationen ab.

 

Förderkreis Pyeongchang berufen

Das neue Haus der Wirtschaft der IHK Südthüringen in Suhl war Gastgeber für die Berufungsveranstaltung des neuen Förderkreises „Thüringer Athleten nach PyeongChang“ der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Bereits zum zwölften Mal bildete die Thüringer Sporthilfe einen Förderkreis in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele/Paralympics. Im Jahr 1995 wurden durch den damaligen Förderverein Thüringer Sporthilfe e.V. 25 Thüringer Athleten in den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Atlanta“ berufen. Im Jahr der Gründung der Stiftung 1997 berief der neu gewählte Vorstand in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele/Paralympics im japanischen Nagano 60 Athleten in den Förderkreis. Es folgten viele weitere Förderkreise, aktuell läuft noch der Förderkreis Rio.

Insgesamt hat die Stiftung Thüringer Sporthilfe bisher rund 450 Thüringer Athleten mit einer Gesamtsumme von knapp einer dreiviertel Million in Vorbereitung auf Olympische Spiele/ Paralympics gefördert. Auswahlkriterien für die Aufnahme in den Förderkreis sind die Zugehörigkeit zu einem aktuellen Kaderkreis des Spitzenfachverbandes, die Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften und Weltcups des vergangenen Winters und natürlich die berechtigte Chance auf eine Teilnahme an den Spielen. Auf dieser Basis nahmen die Thüringer Sportministerin und zugleich Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Dr. Birgit Klaubert, der Präsident des Landessportbundes, Peter Gösel und Dr. Kuno Schmidt als 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe sowie die jeweiligen Verbandspräsidenten die feierliche Berufung des 27 Athleten umfassenden Förderkreises „Thüringer Athleten nach PyeongChang“ vor.

In diesem sind zwei Olympiasiegerinnen, sieben Weltmeister, drei Olympiamedaillengewinner und 13 Teilnehmer bei Olympischen Spielen vertreten. Die Förderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe erfolgt in Gemeinsamkeit und Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Thüringen, dem LSB Thüringen und den Landes- und Spitzenfachverbänden und soll optimale Bedingungen zur Vorbereitung auf PyeongChang 2018 schaffen.

Erfolgreiches 2. Thüringer-Sporthilfe-Benefizturnier

Die zweite Auflage des Thüringer-Sporthilfe-Benefizturnier auf dem Golfplatz Erfurt-Schaderode war wiederum ein Erfolg. Auch wenn in diesem Jahr bei bestem Wetter weniger Golfer als bei der Premiere im Vorjahr an den Start gingen, stand am Ende ein Erlös von 2.360 € zugunsten der Nachwuchsförderung der Stiftung.

Überragende Spielerin des Benefizturniers war Beatrix Leukefeld vom gastgebenden Golfclub-Erfurt. Die ehemalige Handballerin, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Mosert, gewann gemeinsam mit ihrer Partnerin Mathilde Dahlmann (GC Erfurt) die Bruttowertung mit 23 Punkten. Zugleich siegte sie in den Sonderwertungen Nearest-to-the-Pin und Longest Drive bei den Damen. Die Nettowertung A ging an Dr. Hubert Aulich und Rithe Sapkota (GC Erfurt). In der Nettowertung B gewann Bobolympiasieger und Weltmeister Martin Putze (GC Drei Gleichen), der sich gemeinsam mit weiteren ehemaligen erfolgreichen Thüringer Athleten und Trainern wie Silke Kraushaar-Pielach, Peter Sendel, Frank Ullrich und Harald Böse in den Dienst der guten Sache stellte, mit seinem Partner Rico Bohn (GC Erfurt). Alle

Ergebnisse

Spendenscheckübergabe vom Präsidenten des Golfclubs Erfurt, Hans-Jürgen Dahlmann (rechts), an das Vorstandsmitglied der Stiftung Thüringer Sporthilfe Klaus Fiedler.

Nachuwchsförderung in den Wintersportarten übergeben

Sport und Wirtschaft unter diesem Motto stand einmal mehr die Ehrungsveranstaltung der Stiftung Thüringer Sporthilfe für die erfolgreichen Nachwchswintersportler/innen in den Wintersportdisziplinen. Das BMW-Werk Eisenach und die LINDIG Fördertechnik GmbH waren in diesem Jahr Gastge-ber für die Nachwuchselite des Freistaates. Traditionell gab es im Vorfeld der Ehrung Führungen durch beide Firmen. So konnten sich die Nachwuchssportlerinnen und ihre Trainer u.a. einen Einblick in den Werkzeugbau bei BMW und die Vielfalt der Stapler bei LINDIG verschaffen.

Anschließend erhielten insgesamt 44 Sportlerinnen und Sportler aus den Wintersportarten Biathlon, Bob, Eisschnelllauf, Nordische Kombination, Rennschlitten, Skeleton, Skilanglauf und Skisprung aus den Händen der Kuratoriumsvorsitzenden und Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Dr. Birgit Klaubert, dem 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, und dem Vizepräsidenten Leistungssport des LSB Thüringen, Lutz Rösner, eine Individualförderung von insgesamt 20.000 € überreicht.

„Im Sport zählt immer die Leistung, genauso wie in der Wirtschaft. Im Sport gehört natürlich auch das sportliche Talent dazu. Aber ohne eisernem Willen und Ehrgeiz, Disziplin und Fleiß nützt einem auch das beste Talent nichts, dies gilt im Sport wie in der Wirtschaft“ gab Dr. Kuno Schmidt in seiner Begrüßung den Nachwuchsportlern mit auf den Weg.
Die den NachwuchssportlerInnen übergebene Individualförderung soll auf der einen Seite nicht nur eine ideelle Anerkennung für die erbrachten Leistungen und weitere Motivation darstellen, sondern zum anderen auch einen kleinen Teil dessen kompensieren, was die Sportler, ihre Elternhäuser, die Vereine und Verbände Jahr für Jahr in das leistungssportliche Training und die Wettkämpfe investieren. Als Beispiel sei hier angeführt, dass ein Nordisch Kombinierer pro Jahr im Schnitt sechs bis acht Paar Langlaufski, drei Paar Sprungski, inzwischen durch die jährlichen Regeländerungen drei bis sechs neue Sprunganzüge, Wachs, Skistöcke, Laufanzüge, Skiroller etc. benötigt, dazu teilweise Kosten für Lehrgänge oder Wettkämpfe anteilig tragen muss, so kommen schnell vierstellige Summen zusammen.

Je fünf Gold- und Silbermedaillen, zweimal Bronze und elf TOP-10-Platzierungen stehen bei JWM/JEM und den Youth Olympic Games auf der Habenseite. Teamjuniorenweltmeister wurden im Rennrodeln Maximilian Jung, Florian Löffler/Manuel Stiebing, die auch im Doppelsitzer-wettbewerb Silber gewannen, Vizejuniorenweltmeister mit der Biathlon-Staffel Lars-Erik Weick, Bronzemedaillengewinner im Skilanglauf Antonia Fräbel und im Zweier-Bob Paul Krenz. Eben-falls unter den zu Ehrenden befanden sich die Youth Olympic Games Goldmedaillengewinner Juliane Frühwirt (Biathlon) und der Rennrodler Paul-Lukas Heider.

1994, unter der Regie des damaligen Fördervereins „Thüringer Sporthilfe e.V.“, konnten die ersten NachwuchssportlerInnen eine Förderung in Empfang nehmen. Inzwischen wurden über 3.200 Förderungen an Nachwuchssportler mit einem Fördervolumen von rund 1,35 Mio. Euro ausgereicht.

Gelungener Ball des Thüringer Sports 2016

Erstmals an einem Samstag feierten die Gastgeber, der Landessportbund Thüringen (LSB) und die Stiftung Thüringer Sporthilfe, gemeinsam mit den Spitzensportlern des Landes, Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie Sportfans eine rauschende Ballnacht. Zur vierten Auflage gab es einen neuen Rekord – über 1.150 Gäste kamen in Erfurter Messehalle Erfurt. Höhepunkte waren die Ehrung der Thüringer Sportler, Aufsteiger und Ehrenamtlichen sowie des Behindertensportlers des Jahres.

Mit stilvoll inszeniertem Showtanz eröffneten die „Starlets“ des MTV 1860 Erfurt und die „Powerbiens“ des ESV Lok Erfurt mit ihrem Programm „Hopeful Moments“ den Ballabend. Die größte Ballveranstaltung in Thüringen fand in diesem Jahr passend zu den Olympischen Sommerspielen und Paralympics in Rio de Janeiro im brasilianischen Flair statt. Von Capoeira-Einlagen vom USV Erfurt über die Dekoration in den Farben des Olympialogos bis hin zum Buffet, das sich durch Speisen vom Zuckerhut auszeichnete, genoss das Ballpublikum Einflüsse der Copacabana.

Im Mittelpunkt des Abends, durch den das bewährte  Moderationsduo Franziska Schenk und Peter Rüberg führte, standen die Thüringer Sportler des Jahres. Die Gewinner wurden bereits zum Jahresende 2015 in einer gemeinsamen öffentlichen Umfrage des Landessportbundes, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalistenclub ermittelt. Der Doppel-Weltmeister im Biathlon aus dem Jahr 2015, Erik Lesser vom SV Eintracht Frankenhain, nahm erstmals den Kristallpokal als „Thüringer Sportler des Jahres 2015“ entgegen. Bei den Sportlerinnen betrat mit der Bahnradsportlerin und der „Thüringer Sportlerin des Jahres 2015“ Kristina Vogel vom RSC Turbine Erfurt eine amtierende Weltmeisterin die Bühne. Erst im März holte sich die 24-Jährige den siebten WM-Titel in ihrer Karriere. Bei der Wahl 2015 wurde sie sogar als Dreifach-Weltmeisterin und Europameisterin zur Gewinnerin gekürt. „Einen Titel zu verteidigen ist nicht immer so leicht. Ich freue mich auch deshalb, weil es für mich ein großer Rückhalt ist und es ja zeigt, dass die Thüringer stolz auf meine Leistungen sind“, sagte Vogel, die nach 2012 und 2014 nun zum dritten Mal in der Gunst ganz oben stand.
Richtig voll wurde es auf der Bühne bei der Ehrung der „Thüringer Mannschaft des Jahres 2015“ . Bereits zum vierten Mal konnte sich der Thüringer HC Erfurt-Bad Langensalza über diesen Titel freuen. Das Team des fünfmaligen deutschen Meisters absolvierte am Ballabend noch das Bundesliga-Heimspiel gegen den SVG Celle und fuhr unmittelbar nach Spielende direkt in die Erfurter Messehalle um sich feiern zu lassen.

Traditionell erst direkt am Abend werden die Namen der Aufsteiger des Jahres bekannt gegeben. Sie erhalten die Förderpreise als Aufsteiger der Saison 2015/2016 für ihre nahtlosen Anschlussleistungen im Erwachsenenbereich aus den Händen von Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe, dem Präsidenten des LSB Thüringen, Peter Gösel und dem jeweiligen Unternehmensvertreter. Der von der Köstritzer Schwarzbierbrauerei gestiftete Förderpreis ging in diesen Jahr an den Skeletoni Michael Zachrau (WSV Oberhof 05). Der 21-Jährige, der noch bei den Junioren startberechtigt ist, schaffte in dieser Saison auf Anhieb den Sprung in das deutsche Weltcupteam. Dort etablierte sich der Polizeimeisteranwärter der Thüringer Polizei regelmäßig mit Top-Ten-Platzierungen in der erweiterten Weltspitze. Am Ende der Saison standen Platz sechs bei der Europameisterschaft, Platz sieben im Gesamtweltcup und Platz elf bei der Weltmeisterschaft zu Buche.

Den zweiten Förderpreis, gestiftet von der Thüringer Energie AG, bekam die Skilangläuferin Victoria Carl. Die mehrfache Juniorenweltmeisterin zeigte bereits in der letzten Saison, was für ein Potential in ihr steckt. Nach der erfolgreichen Junioren-Weltmeisterschaft startete sie gleich darauf bei der „großen“ WM und erreichte mit der deutschen Skilanglaufstaffel Platz sechs. Nach einer Verletzungspause kämpfte sich die Sportsoldatin der Bundeswehrsportfördergruppe Oberhof in diesem Jahr eindrucksvoll zurück und gewann bei der U-23-WM Gold und Silber. Den dritten Förderpreis, gestiftet von der Deutschen Kreditbank AG, erhielt Dinah Eckerle. Bei ihrer letzten Junioren-WM wurde die Kapitänin der deutschen Juniorennationalmannschaft als beste Torhüterin der JWM ausgezeichnet und ins All-Star-Team der U20-WM gewählt. Mit Platz vier mit dem deutschen Juniorenteam verabschiedete sich die Studentin aus dem Juniorenbereich und fasste nahtlos Fuß bei den Frauen. Mit dem Thüringer HC Erfurt-Bad Langensalza wurde die Torfrau inzwischen vier Mal Deutsche Meisterin und aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen Ende 2015 in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Die 20-Jährige stand damit zwei Mal am Abend bei den Ehrungen auf der Bühne. Sie wurde mit dem THC auch Thüringer Mannschaft des Jahres. „Die Namen und Gesichter der Aufsteiger des Jahres oder von Thüringer Juniorenweltmeistern kennen nur die wenigsten. Wer beim Blick in die Ballbroschüre auf die Liste der früheren Aufsteiger des Jahres schaut, dem wird bewusst, dass die heute geehrten Aufsteiger und weitere Nachwuchshoffnungen einmal das große Erbe der heutigen Weltmeister antreten können“, so der seit über zwanzig Jahren im Ehrenamt wirkende 1. Vorsitzende der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt.

Zum zweiten Mal im Programm ist die Auszeichnung der Thüringer Ehrenamtlichen des Jahres. Die Auszeichnung als „Thüringer Trainerin des Jahres 2015“ ging an Petra Felke vom Leichtathletik Club Jena. Die frühere Olympiasiegerin trainierte bis Ende 2015 ehrenamtlich unter anderem ihren Sohn Tom Meier sowie die junge Speerwerferin Lotte Reimann. Beide führte sie 2015 durch geduldiges und akribisches Training zu den deutschen Nachwuchstiteln in den jeweiligen Altersklassen (Meier U20, Reimann U18). Auch international feierten Meier mit Platz neun bei der U20-Europameisterschaft und Reimann als Elfte bei der U18-WM unter der Betreuung von Petra Felke Erfolge.
Als „Schiedsrichter des Jahres 2015“ wurde Michael Wilske vom SV Eintracht Bretleben ausgezeichnet. Seit mehr als 20 Jahren ist er bereits als Schiedsrichter im Fußball tätig. Angefangen von der Kreisklasse stieg Michael Wilske fast jährlich in die jeweils nächsthöhere Spielklasse empor. Im Jahr 2012 wurde er schließlich in die vierte Liga des deutschen Fußballs eingestuft. Mit seinen 40 Jahren ist Michael Wilske der älteste Schiedsrichter, der den Thüringer Fußball-Verband in der Regionalliga Nordost vertritt. Die Erfahrung spricht für den Nordthüringer. 2015 durfte er nicht nur das Thüringer Pokalfinale leiten, sondern wurde vom Nordostdeutschen Fußballverband auch als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet.
Den Kristallpokal als „Thüringer Sportorganisator des Jahres 2015“ erhielt Lutz Grau. 1992 war er Mitbegründer des 1. Stadtsportvereins Saalfeld, den er bis heute als Vorsitzender erfolgreich führt. Aus einst fünf Abteilungen und 152 Mitgliedern sind 19 Abteilungen mit 1.231 Mitgliedern geworden. Nebenher ist Lutz Grau auch beim Thüringer Box-Verband aktiv. Seit 2004 ist er Vorstandsmitglied und aktuell als Vizepräsident im Bereich Finanzen tätig. In seinen Funktionen hat der 59-Jährige unzählige Veranstaltungen bis hin zur mehrfachen Austragung der Deutschen Meisterschaft im Boxen organisiert.

Sven Baum vom 1. Karate-Verein Erfurt e.V. bekam die Ehrung als „Thüringer Behindertensportler des Jahres 2015“ überreicht. Im vergangenen Jahr feierte der Rollstuhl-Karateka bei der Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg seinen bereits siebten Titel in der Disziplin Kata. Doch Baum - der beim Hauptzollamt arbeitet und sich nebenberuflich als Model engagiert - geht es mit den Starts um mehr als persönliche Erfolge. Er will das Image von Handicap und Rollstuhl verbessern: „Für mich ist der Rollstuhl nur ein Accessoire, der mich mobil hält. Das soll er auch für andere sein. Er sagt nichts über meine Persönlichkeit, so wie Brillen nichts über die Persönlichkeit von Brillenträgern aussagen. Er ist einfach da. Doch er macht mich nicht aus.“

Ein buntes Programm mit der Air Cross-Show für Akrobatik, musikalischer Unterhaltung durch die „Comedian Harmonists“ aus der Alten Oper Erfurt,  rhythmische Untermalung für die Tanzeinlagen der Band Popsofa und zahlreiche Mitmachangebote rundeten den Ballabend ab, zu dem neben den aktuellen Thüringer Spitzensportlern auch viele ehemalige Thüringer Olympiasieger und Weltmeister in der Messehalle zu Gast waren. Traditionell den Abschluss bildete das Gewinnspiel. Die potentiellen Rio-Kandidaten Maria Seifert und Thomas Röhler fungierten dabei als Glücksfeen. Der Losverkauf brachte einen Erlös von knapp 7.300 €  zugunsten des Thüringer Nachwuchsleistungssports.

Modifizierung des Förderkreises "Thüringer Athleten nach Rio"

Im Jahr 1995 wurden durch den damaligen Förderverein „Thüringer Sporthilfe e.V.“ 25 Thüringer Athleten in den ersten Förderkreis „Thüringer Athleten nach Atlanta“ berufen. Im Jahr der Gründung der Stiftung 1997 berief der neu gewählte Vorstand in Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele/Paralympics im japanischen Nagano 60 Athleten in den Förderkreis. Es folgten die Förderkreise Sydney, Salt Lake City, Athen, Turin, Peking, Vancouver und London, Sotschi sowie der aktuell laufende Förderkreis Rio. Insgesamt hat die Stiftung Thürin-ger Sporthilfe dabei bisher über 400 Thüringer Athleten mit einer Gesamtsumme von mehr als einer halben Million Euro gefördert.

Im Herbst 2013 wurde der damals 25 Athleten umfassende Förderkreis „Thüringer Athleten nach Rio de Janeiro“ bei der Bauerfeind AG in Zeulenroda berufen. Ein Jahr nach dieser Berufung hat der Vorstand der Stiftung Thüringer Sporthilfe den Förderkreis modifiziert mit dann 26 Athleten. Dem Wechsel zu Vereinen außerhalb Thüringens der Bogenschützin Isabell Viehmeier und des Speerwerfers Bernhard Seifert sowie der Handballerinnen Anja Althaus und Maike März (leistungssportliche Laufbahn beendet) standen mit Dinah Eckerle, Svenja Huber (beide Handball), den Ausdauerradsportlern Kersten Thiele und Gudrun Stock, dem jungen Turner Nils Dunkel sowie dem schon in der laufenden Saison neu aufgenommenen Marathonläufer Christian König und dem wieder integrierten Sportschützen Tino Mohaupt sieben Neuaufnahmen gegenüber.

Nach Auswertung der Sommersaison 2015 erfolgte in Abstimmung mit den Fachverbänden eine Modifizierung des Förderkreises. Basierend auf den Ergebnissen der Sommersaison und den Kriterien der Spitzenfachverbände zur Qualifikation zu den Olympischen Sommerspielen und Paralympics 2016 in Rio gab es mit den drei Rollstuhlbasketballern Aliaksandr Halouski, André Bieneck und Martin Kietzer Neuaufnahmen in den Förderkreis. Basis hierfür ist die bei den Europameisterschaften geschaffte Qualifikation für die Paralympics. Aktuell gehören dem Förderkreis Rio noch 16 Athleten an.

Im abgelaufenen Jahr investierte die Stiftung rund 28.000 € an Förderungen an die Athleten in den Individualsportarten. Hierbei werden in Abstimmung mit den Fachverbänden vor allem Trainings-, Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen gefördert. Die Förderung der Stiftung erfolgt in Gemeinsamkeit und Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Thüringen, dem LSB Thüringen und den Landes- und Spitzenfachverbänden und soll den Athleten optimale Bedingungen zur Vorbereitung auf Rio 2016 schaffen.

Weiterhin gehören auch traditionell drei Radprofis, die aus Thüringen stammen und hier ihre leistungssportliche Laufbahn begannen, wie bereits 2004, 2008 und 2012 praktiziert, symbolisch dem Förderkreis Rio an. Diese erhalten auf Grund ihres Profistatuses allerdings keine finanzielle Förderung durch die Stiftung.

Im Rahmen des Förderkreises “Thüringer Athleten nach Rio” werden u.a. gefördert: 

Aufwendungen für die Teilnahme an Lehrgängen und Wettkämpfen, wenn der Spitzenverband bzw. andere Fördereinrichtungen die Kosten nicht in voller Höhe tragen;

Aufwendungen für zusätzliche Lehrgänge außerhalb der Planung des Spitzenverbandes;

Unterstützung im sozialen Umfeld des Athleten (Verdienstausfälle bei Lehrgangs- und Wettkampftätigkeiten, wenn nicht von DSH gefördert, Verdienstausfälle für befristete Nichtwahrnehmung des Anstellungsverhältnisses);

Anschaffung von Sportgeräten und -materialien (wenn nicht vom Spitzenverband bzw. vom Verein gefördert).

Kristina Vogel, Erik Lesser und Thüringer HC sind Thüringens Sportler des Jahres 2015

Mit Kristina Vogel, Erik Lesser und dem Thüringer HC Erfurt-Bad Langensalza stehen die Sieger der Thüringer Sportlerwahl 2015 fest. 7.000 Teilnehmer und damit 1.000 mehr als im Vorjahr wurden in der öffentlichen Abstimmung von Landessportbund, Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalisten-Club registriert. Gemeinsam hat das Publikum mit den Sportjournalisten und den Sportgremien über die Sieger und Platzierten entschieden.

„Das Ergebnis liefert eine repräsentative Ausgewogenheit sowohl zwischen Sommer- und Wintersport als auch zwischen den einzelnen Sportarten. Die Bandbreite des Thüringer Sports ist in den Resultaten gut dargestellt“, freut sich der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen und 2. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe, Rolf Beilschmidt, über das Ergebnis. „Der Thüringer Sport ist stolz auf alle nominierten Spitzensportler und Mannschaften, die 2015 wieder herausragende Leistungen zeigten und so den Freistaat auch international bestens präsentierten“, ergänzt LSB-Präsident Peter Gösel. Der öffentliche Wahl-Modus wurde nach der erfolgreichen Premiere 2012 beibehalten. Zuvor hatte eine prominente neunköpfige Jury 24 Kandidaten, je acht pro Kategorie, nominiert. 
Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe sagt zum Ergebnis: „Die Teilnehmer an der Sportlerwahl haben eine hohe Sportkompetenz bewiesen. Mein Tipp war ähnlich dem Endergebnis. Besonders freue ich mich aber, das gestern „unser“ Tino Edelmann mit „seinen Kombiniererkollegen“ zur Mannschaft des Jahres Deutschlands gewählt wurde.“

Bei den Sportlerinnen verteidigte Bahnrad-Weltmeisterin Kristina Vogel (31,4%) vom RSC Turbine Erfurt ihren Titel als „Thüringer Sportlerin des Jahres“ aus dem Vorjahr erfolgreich. Die Sprinterin musste sich dabei lange der Konkurrenz von Biathletin Luise Kummer (17,9%) vom SV Eintracht Frankenhain erwehren, die beim Publikum die meisten Stimmen erhielt. Kummer, die beim Ball des Thüringer Sports 2015 zur Aufsteigerin des Jahres gekürt wurde, landete mit hauchdünnem Vorsprung von 0,3 Prozent auf Platz zwei vor Rennrodlerin Tatjana Hüfner vom BRC 05 Friedrichroda (17,6%). Weltmeisterschafts-Bronzemedaillengewinnern Hüfner wurde zum dritten Mal in Folge bei der Thüringer Sportlerwahl Dritte und verwies ihre Teamkollegin, die Rennrodel-Europameisterin Dajana Eitberger (RC Ilmenau), auf Platz vier.

Erstmals zum „Thüringer Sportler des Jahres“ gewählt wurde Biathlet Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain). Der Doppel-Weltmeister (Staffel und Verfolgung) feierte einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg und erhielt sowohl vom Publikum als auch von den Sportjournalisten und Sportgremien die meisten Stimmen (37,3%). Lesser, im Vorjahr noch auf Platz zwei, löste damit Radsportler Marcel Kittel ab, der in diesem Jahr nicht nominiert war. Dafür schaffte es sein Teamkollege John Degenkolb auf Platz zwei (15,8%). Der Sprinter gewann 2015 unter anderem als erster Deutscher seit 119 Jahren den Radklassiker Paris-Roubaix. Dritter wurde Staffel-Weltmeister Tino Edelmann (Nordische Kombination/SC Motor Zella-Mehlis) mit knappen 0,9 Prozent Vorsprung auf Speerwerfer Thomas Röhler vom LC Jena (13,0%).

In der Kategorie der Teams holte sich der Thüringer HC mit seinem fünften deutschen Meistertitel erneut auch den Triumph als „Thüringer Mannschaft des Jahres“. Nach 2011, 2012 und 2014 klappte es 2015 mit 27,6 Prozent wieder mit dem Kristallpokal. Hinter ihnen lagen die Viererbob-Weltmeister vom Bobteam Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof) am besten in der Gunst der Wähler (21,2 %). Auf Platz drei landeten die Handballer vom ThSV Eisenach (13,0%), die 2015 die Rückkehr in die Handball-Bundesliga erreichten und bei der Thüringer Sportlerwahl vor allem von den Stimmen der Sportjournalisten profitierten. Das Langlauf-Duo Tim Tscharnke (SV Biberau) und Thomas Bing (Rhöner WSV) dagegen punktete zwar am besten beim Publikum, landete am Ende aber wie schon bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Teamsprint nur auf Rang vier (9,5%).

Die Ehrung und Übergabe der traditionellen Kristallpokale an die Sieger erfolgt am 9. April 2016 beim Ball des Thüringer Sports in der Messehalle Erfurt – live vor 1.000 Gästen. Höhepunkt des Ballabends ist die Krönung der Thüringer Sportler und Aufsteiger des Jahres. Zudem erwarten die Gäste akrobatische Showacts, stilvolle Musik zum Tanzen, Mitmachangebote und ein Galabuffet. Moderiert wird die größte Ballveranstaltung in Thüringen von Franziska Schenk und Peter Rüberg. Karten zum Preis von 75 Euro können ab sofort reserviert werden, per E-Mail an info@ball-des-thueringer-sports.de.

Umfrageergebnis Thüringer Sportler des Jahres 2015

Kategorie Sportlerin - präsentiert von DKB Deutsche Kreditbank AG
1. Kristina Vogel (RSC Turbine Erfurt, Radsport/Bahn) 31,4%
2. Luise Kummer (SV Eintracht Frankenhain, Biathlon) 17,9%
3. Tatjana Hüfner (BRC 05 Friedrichroda, Rennrodeln) 17,6%
4. Dajana Eitberger (RC Ilmenau, Rennrodeln) 12,5%
5. Judith Hesse (ESC Erfurt, Eisschnelllauf) 6,9%
6. Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis, Skilanglauf) 6,8%
7. Stephanie Beckert (ESC Erfurt, Eisschnelllauf) 3,5%
8. Heike Bergmann (TSV Zeulenrodal, Ultra-Marathon) 3,4%

Kategorie Sportler - präsentiert von Thüringer Energie
1. Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain, Biathlon) 37,4%
2. John Degenkolb (SSV Gera/Giatn-Alpecin, Radsport) 15,8%
3. Tino Edelmann (SC Motor Zella-Mehlis, Nordische Kombination) 13,9%
4. Thomas Röhler (LC Jena, Leichtathletik/Speerwerfen) 13,0%
5. Andi Langenhan (RRC Zella-Mehlis, Rennrodeln) 5,8%
6. Patrick Beckert (ESC Erfurt, Eischnelllauf) 5,6%
7. Julian Reus (TV Wattenscheid, Leichtathletik/Sprint) 4,4%
8. Christian Seiler (GutsMuths-Rennsteiglaufverein, Leichtathletik/Marathon) 4,2%

Kategorie Mannschaft - präsentiert von Köstritzer Schwarzbierbrauerei
1. Thüringer HC Erfurt – Bad Langensalza (Handball/Damen) 27,6%
2. Bob-Team Maximilian Arndt (Alexander Rödiger, Ben Heber – BSR Rennsteig Oberhof) 6,9%
3. ThSV Eisenach (Handball/Männer) 13,0%
4. Tim Tscharnke/Thomas Bing (SV Biberau/ Rhöner WSV; Skilanglauf) 9,5%
5. Sascha Benecken/Toni Eggert (RT Suhl/ BRC 1924 Ilsenburg; Rodeln Doppel) 8,2%
6. RSB Thuringia Bulls Elxleben (Rollstuhlbasketball) 7,1%
7. Bob-Team Anja Schneiderheinze (Franziska Bertels/ESC Erfurt) 6,9%
8. René Enders/ Robert Förstemann (RSC Turbine Erfurt/ SSV Gera; Teamsprint Radsport Bahn) 6,5%

www.thueringer-sportlerwahl.de

Nachwuchsförderung Sommer 2015 bei Zalando übergeben

Das Zalando Logistikzentrum im Erfurter Güterverkehrszentrum war dieses Jahr Gastgeber der Nachwuchsehrung für die erfolgreichen Nachwuchssommersportler/innen. Dass hinter mit ein paar Klicks erzeugten Onlinebestellungen teilweise harte Arbeit und eine ausgetüftelte Logistik stecken, zeigte eine eindrucksvolle Führung durch das Logistikzentrum. Anders, aber genauso harte Arbeit sind für die Nachwuchsleistungssportler/ innen Training und Wettkampf im Leistungssport.

Nach der Führung erhielten 40 Athleten und Athletinnen aus elf Sportarten eine Individualförderung von rund 18.000 € der Stiftung Thüringer Sporthilfe aus den Händen des 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, der Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport und zugleich Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Birgit Klaubert und dem Vizepräsidenten Leistungssport des LSB, Lutz Rösner, überreicht. 1994 hat der damalige Förderverein „Thüringer Sporthilfe e.V.“ in der Erfurter Leichtathletikhalle die ersten Nachwuchssportler gefördert. Inzwischen sind es über 3.000 Nachwuchsathleten, die seit damals mit einem Volumen von über 1,3 Mio € gefördert wurden. Gegenüber den letzten beiden Jahren, gab es in diesem Jahr wieder einen Anstieg der geförderten Athleten und der Fördersumme. Zu den beiden Vorjahren gab wiederum einen kleinen Rückgang von der Anzahl, aber auch von den Ergebnissen. Dagegen hat sich das Verhältnis von nationalen und internationalen Ergebnissen allerdings etwas verschoben, hin zu mehr nationalen und weniger internationalen Resultaten. Dies zeigt auch die Medaillenbilanz. Pascal Unbehaun gewann mit der 4x400 m-Staffel in der Leichtathletik die Bronzemedaille bei der U-20-WM und Marvin Malsy holte mit der Juniorennationalmannschaft im Rollstuhlbasketball die Silbermedaille bei der JEM. Dazu kommen sieben weitere TOP-10-Platzierungen und insgesamt 17 Teilnehmer an JWM/JEM.

Von den 40 Athleten schafften vier Athleten den Sprung in die Anschlusskaderförderung. Sie erhalten somit einen nahtlosen Übergang in der Förderung durch die Stiftung Thüringer Sporthilfe. Diese werden beim Übergang vom Junior zum Erwachsenen unterstützt und bekommen beispielsweise Lehrgangs- und Materialkosten erstattet. Mit der Nachwuchsförderung möchte die Stiftung ein wenig die Aufwendungen der jungen Sportler, Ihrer Eltern und der Sportvereine kompensieren, die viel in die Entwicklung ihrer Schützlinge investieren. Ein Sportschütze beispielsweise, schießt im Jahr ca. 20.000 Schuss. Die Kosten dafür belaufen sich allein auf rund 3.000 €, die je nach Kaderstatus durch Verband oder Verein oder Sportler getragen werden (müssen). Die Kosten für eine Sportwaffe, die der Athlet i.d.R. selber bezahlen muss, liegen je nach Disziplin um die 2.000 €, dazu kommt spezielle Schießkleidung (Brille, Weste, Jacke etc.) so dass sich die Kosten schnell summieren können. Die Unterstützung durch die Stiftung versteht sich daher als eine ergänzende Förderung zu den allgemeinen und/oder die sportartspezifischen Förderungen durch Vereine und Verbände.

Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt Nachwuchskombiniererinnen

Mit der symbolischen Übergabe von neuem Skimaterial im Wert von 15.000 € besiegelten die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und die Stiftung Thüringer Sporthilfe ihre weitere Zusammenarbeit. Die Stiftung investiert das Geld projektbezogen gemeinsam mit dem Thüringer Ski-Verband in die Entwicklung der neuen Disziplin Nordische Kombination weiblich. Mit den Projektmitteln wird die Anschaffung/Erstausstattung von neuem Material für die Nachwuchssportler unterstützt. Es wurden u.a. Sprungski (incl. Bindung und Schuhe), Langlaufski, Sprunganzüge und Skihelme angeschafft. Damit können die Kombiniererinnen in der neuen Saison im Bereich der Altersklasse 11 -14 mit besten Trainings- und Wettkampfmaterial an den Start beim Thüringer und Deutschen Schülercup gehen.

„Mit diesem Projekt möchte die Stiftung für die gerade in der Neuentwicklung befindlichen Disziplin einen Grundstein legen, um später einmal an die erfolgreiche Tradition der Nordischen Kombination anzuknüpfen. Und wir hoffen, dass wir demnächst nicht nur einen Tino Edelmann bei internationalen Wettkämpfen, sondern auch das eine oder andere Talent aus Thüringen in den Siegerlisten sehen werden“, so der Geschäftsführer der Stiftung, Arnd Heymann. Ingolf Meindl, als Vertreter des Sparkassen Giroverbandes Hessen-Thüringen, ergänzte “dies ist für die Sparkassen-Finanzgruppe eine gute Investition in die Zukunft. Der Sport ist ein Bestandteil unserer vielfältigen Förderungen mit dem wir unseren gesellschaftlichen Beitrag leisten. Als offizieller Olympiapartner Deutschland fühlen wir uns aber auch verpflichtet, den Nachwuchs zu helfen und sind dabei ein fester Partner für den Thüringer Sport. Der Nachwuchs bildet die Basis für spätere Erfolge bei den Erwachsenen.“ Gerd Siegmund, seit knapp zwei Monaten neuer Präsident des Thüringer Skiverbandes bedankte sich bei den Partnern „für die großzügige Unterstützung und das Engagement in der Nordischen Kombination.“

Überreicht wurde die Förderung vor Beginn des alljährlichen Athletiktests in der Oberhofer Dreifelderhalle, im Beisein u.a. von Skispringerin Juliane Seyfahrt und der Vorstandsvorsitzenden der Rhön-Rennsteig-Sparkasse Marina Heller.

Die Zusammenarbeit zwischen der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Thüringer Sporthilfe existiert bereits seit 1999. Im damals ersten Projekt wurden von 1999 – 2002 die damalige Juniorenweltmeisterstaffel im Skilanglauf mit Ron Spanuth, Rene Reißhauer, Axel Teichmann und Jens Filbrich im Rahmen einer Projektförderung zur Vorbereitung auf Olympia 2002 unterstützt. Es folgten weitere gemeinsame Projekte u.a. für Materialanschaffungen im Rennrodeln, die Entwicklung von Sommerschlitten für Skeletonis und die Förderung von Anschlusskadern im Radsport ebenso wie ein zweijähriges Projekt zur Materialentwicklung im Rennrodeln sowie im letzten Jahr die Anschaffung von Zeitfahrmaterial für Nachwuchsradsportler.

Kuratoriumssitzung 2015 in Meinigen

Das Bildungszentrum der Thüringer Polizei war in diesem Jahr Gastgeber der turnusmäßigen Sitzung des Kuratoriums der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Vor Tagungsbeginn erhielten die Kuratoren eine exklusive Führung durch das Bildungszentrum inclusive der Tatortwelten, Fahr- und Überschlagsimulator und Raumschießanlage.

Unter Leitung der Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Birgit Klaubert nahm das Kuratorium danach u.a. die Berichte des Vorstandes, der beratenden Steuerkanzlei zum Jahresabschluss 2014 und den aktuellen Stand der Finanzen für 2015 entgegen. Zugleich wurden mit Thorsten Christ (Bietmann Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer - im Bild mit Dr. Klaubert), Hans-Jürgen Dahlmann (BORN Senf & Feinkost GmbH), Roberto Kobelt (Sportpolitischer Sprecher Fraktion Bündnis90/Grüne), Steffen Malessa (PinKey AG), Frank Orschler (Königsee Implantate) und Martin Schulz (CCT CompetenceCenter Thüringen GmbH) sechs neue Kuratoren aufgenommen. Damit umfasst das höchste Gremium der Stiftung jetzt 67 Kuratoren.
Ebenfalls beschloss das Kuratorium einstimmig eine Änderung der Geschäftsordnung, die der Stiftung dank des Engagements der Kuratoren zukünftig höhere Spenden- und Sponsoringeinnahmen sichert.

Förderung von erfolgreichen Nachwuchs- und Anschlusskadern wird fortgesetzt

Die Förderung erfolgreicher Thüringer Nachwuchs- und Anschlusskader wird 2015 fortgesetzt: Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen) und die Stiftung Thüringer Sporthilfe übergaben heute symbolisch im Hause der LEG die Förderbestätigung an vier hoffungsvolle Thüringer Athleten. Die beiden LEG-Geschäftsführer Andreas Krey und Frank Krätzschmar sowie Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe (TSH), überreichten symbolisch die Förderungen für die Thüringer Anschlusskader Sophie-Marie Frank, Maximilian Dörnbach, Nils Dunkel und Christopher Grotheer.

Bereits seit 2006 engagiert sich die LEG Thüringen im Kuratorium der Stiftung Thüringer Sporthilfe, seit 2007 beteiligt sich die Landesgesellschaft in Abstimmung mit der Stiftung auch an der zweckgebundenen Förderung von Thüringer Nachwuchs- und Anschlusskadern. Seither wurden die jungen Athleten mit insgesamt 70.000 Euro von der LEG gefördert. „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr einen Beitrag zur Karriere talentierter Thüringer Sportlerinnen und Sportler leisten können“, sagten Andreas Krey und Frank Krätzschmar zum heutigen Termin in Erfurt. „Förderungen wie diese sind nicht nur für die persönliche Laufbahn der Athleten von großer Bedeutung. Die Sportlerinnen und Sportler tragen den Namen ihrer Heimat weit über die Landesgrenzen hinaus, so profitiert auch Thüringen von ihren sportlichen Erfolgen.“
Dr. Kuno Schmidt nutzte das Pressegespräch, um der LEG Thüringen für die kontinuierliche Förderung zu danken: „Wir wissen das Engagement der Wirtschaft sehr zu schätzen. Unsere Kuratoren leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Athleten – das würden wir uns für die Zukunft auch von noch mehr Thüringer Unternehmen wünschen.“

Eine finanzielle Unterstützung von LEG und Thüringer Sporthilfe erhält unter anderem der beste Thüringer Skeletoni Christopher Grotheer. In der vergangenen Saison überzeugte der 23-Jährige sowohl mit dem Juniorenweltmeistertitel als auch Platz fünf bei der WM. „Auch in der kommenden Saison ist die WM das klare Ziel, dort will ich um die Medaillen mitfahren.“ So der Angehörige der Bundeswehrsportfördergruppe Oberhof. Wie Christopher Grotheer partizipieren auch Turner Nils Dunkel und der Bahnradsprinter Maximilian Dörnbach seit zwei Jahren von dem Förderprojekt. Da der 18-jährige Nils Dunkel aktuell in Berlin für einen Nominierungswettkampf trainiert, wurde der Erfurter via Skype zugeschaltet. „Mein großes Ziel ist Olympia, dafür muss ich noch härter und viel trainieren, um vielleicht die Minimalchance auf Rio 2016 zu wahren“, gab der Hobbykoch Dunkel in die Runde.
Radsportler Dörnbach absolviert neben dem Leistungssport eine Ausbildung zum Bürokaufmann. „Ich bin sechs Stunden täglich auf Arbeit“, sagte er. „Aus diesem Grund bin ich für jede Form der finanziellen Förderung dankbar und gebe mein Bestes im Wettkampf und im Training.“ Lernen kann er dabei von den Thüringer Radsprintweltmeistern Kristina Vogel und Rene Enders mit denen er zusammen trainiert. „Beide sind eine große Inspiration für mich und wir kommen sehr gut aus“, so Maximilian weiter. Dunkel und Dörnbach lagen Angebote von Vereinen außerhalb des Freistaates vor. Die Unterstützung durch LEG und TSH war ein Grund, weiter für einen Thüringer Verein zu starten.
Neu in der Förderung ist die Nachwuchshochspringerin Sophie-Marie Frank. Die Bürokommunikationskauffrau in Ausbildung will nach einer schwierigen letzten Saison in diesem Jahr wieder angreifen: „Die Teilnahme an der U-20-EM habe ich fest im Blick“, sagte die 1,92 Meter große Athletin heute in Erfurt. Gerade aus dem Trainingslager in Italien zurück, strebt sie diese Saison die 1,85 Metermarke an: „Die Norm für die U-18-EM liegt bei 1,81 Metern, aktuell schaffe ich 1,82 Meter und will mich weiter steigern.“

Seit 2007 wurden folgende Sportlerinnen und Sportler bisher gefördert:  2007 Stephanie Beckert (Eisschnelllauf) 
2007 – 2009 Patrick Beckert (Eisschnelllauf) und Sascha Benecken (Rennrodeln) 
2010 – 2011 Chris Rohmeiß/Daniel Rothamel (Rennrodeln) 
2010 – 2013 Theresa Eichhorn (Skilanglauf) 
2011 – 2013 Thomas Röhler (Leichtathletik) 
2012 – 2013 Dajana Eitberger (Rennrodeln) 
2013 – 2014 Lisa-Marie Jacoby (Leichtathletik) 
2014 - Christopher Grotheer (Skeleton) 
2014 - Maximilian Dörnbach (Radsport) 
2014 - Nils Dunkel (Turnen) 
2015 - Sophie-Marie Frank (Leichtathletik)

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TERMINE

BALL DES THÜRINGER SPORTS 2017 

Der fünfte Ball des Thüringer Sports findet am Samstag, dem 8. April 2017 in der Messe Erfurt statt.

20 JAHRE STFITUNG THÜRINGER SPORTHILFE 

Die Festveranstaltung anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Stiftung Thüringer Sporthilfe findet am Mittwoch, dem 17. Mai 2017 Uhr nachmittags in Oberhof statt. 

Thüringer Aufsteiger Jahres

Förderpreise der Stiftung Thüringer Sporthilfe und des Landessportbundes Thüringen 2015/16

Förderpreis 2015/16 gestiftet von
Thüringer Energie AG
Aufsteiger des Jahres
Victoria Carl – Skilanglauf

Förderpreis 2015/16  gestiftet von
Deutsche Kreditbank AG
Aufsteigerin des Jahres
Dinah Eckerle – Handball

Förderpreis 2015/16 gestiftet von
Köstritzer Schwarzbierbrauerei
Aufsteiger des Jahres 
Michael Zachrau – Skeleton


Stiftung Thüringer Sporthilfe
Werner-Seelenbinder-Strasse 1
99096 Erfurt
Tel.: 03 61 / 3 40 54 50
Fax: 03 61 / 3 40 54 96
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