Stiftung Thüringer Sporthilfe -

Die Stiftung Thüringer Sporthilfe unterstützt seit 1997 besonders talentierte Nachwuchsathleten und Spitzenathleten auf ihrem Weg vom "Talent zum Olympiasieger/Weltmeister." Sie fördert an erster Stelle Thüringer Sportlerinnen und Sportler, die als Voraussetzung der Förderung, für einen Thüringer Sportverein in einer olympischen oder paralympischen Disziplin starten. Der Behindertensport ist seit Beginn der Förderung vollkommen gleichberechtigt integriert.

eine ergänzende Fördereinrichtung

Die Stiftung versteht sich als Dienstleister für den Athleten. Sie kooperiert dabei mit allen im Leistungssportsystem in Thüringen beteiligten Einrichtungen. Die Stiftung Thüringer Sporthilfe ist ein ergänzendes Element der Sportförderung in Thüringen.

Sportlerwahl 2020 entfällt, Ball des Thüringer Sports 2021 verschoben

Zum ersten Mal in der 30-jährigen Historie der Ehrung „Thüringer Sportler des Jahres“ wird im Jahr 2020 keine Abstimmung und damit Auszeichnung der besten Sportler des Freistaats stattfinden. Viele Wettkämpfe, ob international oder national bis hin zu den Olympischen Sommerspielen und Paralympics in Tokyo, waren und sind seit März coronabedingt Fehlanzeige. Aus Sicht der Ausrichter der Umfrage, dem Landessportbund Thüringen, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalistenclub war so eine faire sportfachliche und alle Sportarten umfassende Wahl unmöglich. Abgesagt ist auch der Ball des Thüringer Sports 2021.

„Wir denken, dass die wenigen sportlichen Erfolge in diesem Jahr nur schwer miteinander zu vergleichen sind, wenn Athleten überhaupt Wettkämpfe bestreiten konnten, und glauben daher, dass eine Abstimmung mit gleichen Chancen für alle tollen Athleten Thüringens nicht gewährleistet ist“, erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel die Entscheidung. Eine Überlegung war es, bei der Wahl andere Werte als die rein sportliche Leistung zu würdigen – etwa der individuelle Umgang mit der Krise und die Vorbildwirkung, „aber wir fanden keine Lösung, dieses Kriterium den Wählern und Sportlern zu vermitteln“.

Dazu kommt, dass auch Rückfragen bei potentiellen Kanidaten für die Sportlerwahl 2020, das Ergebnis brachte, man sollte die Wahl nicht durchführen, da es keine faire Auswahlmöglichkeit in diesem Jahr gibt.

Dennoch soll den Sportlern, die ihre Wettkampfhöhepunkte im Frühjahr Laufe des Jahres noch bestreiten konnten, eine verdiente Würdigung zuteilwerden. „Die Anerkennung ihrer Leistungen haben sie einfach verdient, auch als Motivation gerade in diesem schwierigen Jahr“, verweist David Möller als 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe auf eine alternative Ehrung in kleinem Rahmen im Dezember.

Einig sind sich die Veranstalter, dass eine Wertschätzung der besten Athleten Thüringens im Jahr 2020, die noch Titel und Medaillen geholt haben, nicht fehlen darf. Gewürdigt werden soll - den vier Wahl-Kategorien „Sportlerin“, „Sportler“, Mannschaft“ und „Behindertensportler“ entsprechend – jeweils ein Athlet/Team für die besondere sportliche Leistung im Jahr 2020. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgt individuell im Dezember. Die Bekanntgabe der Namen und Termine erfolgt demnächst.

Mit der Entscheidung die Thüringer Sportlerwahl 2020 auszusetzen, geht auch die Absage vom Ball des Thüringer Sports einher, der für den April 2021 in der Messe Erfurt geplant war. Dort hätten auch die Aufsteiger und Ehrenamtlichen des Jahres geehrt sowie Top-Athleten, die ihre aktive Karriere beendet haben, offiziell verabschiedet werden sollen. Auch hier haben Landessportbund und Stiftung als gemeinsame Gastgeber lange überlegt, wie und der Ball des Thüringer Sports 2021 mit 1.000 Gästen stattfinden könnte. Doch die ungewöhnlichen Vorzeichen und die Gesundheitsprävention zwingen auch die größte Ballveranstaltung in Thüringen auf die Ersatzbank. Diese wird hoffentlich am 30. April 2022 nach zwei Jahren Ausfall nachgeholt, der Termin steht jedenfalls fest.

Trainerförderung 2020

Der Blick in den Sternenhimmel, die unendliche Reise der Voyager zu fernen Planeten oder auch eine musikalische Umrahmung von Himmelsprojektionen waren in diesem Jahr das Entreé zur Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Zeiss-Planetarium Jena ehrte die Stiftung elf erfolgreiche Nachwuchstrainer und bot ihnen dabei einen Einblick in die Welt der Sterne und des Kosmos. Seit 2012 hat die Stiftung mit der Trainerförderung ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema in einer eigenen Veranstaltung nur für Trainer verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung elf Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Dr. Bernd Neudert, 2. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.

Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehemaligen Athleten, Vereinsvorständen oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Der Trainer ist dabei sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Erfolge, als auch oft als Trostspender im Einsatz.

Beh.Sport Para Judo: Sven FUCHS – Vereinstrainer BSSV Arnstadt Laudatorin Bärbel Mensch, Vorstandsmitglied BSSV Arnstadt

Bogenschießen: Steffi GRÄSER – Sichtungstrainerin Thüringer Schützenbund Laudator Dirk Eisenberg, Ehrenpräsident Thüringer Schützenbund

Fußball: Robert BÖTTCHER – Vereinstrainer FC Carl Zeiss Jena Laudator Christian Kucharz, Leistungssportkoordinator und Landestrainer TFV

Karate: Fabian KUNZE – Vereinstrainer Nippon Gotha Laudator: Michael Kieser, Vereinsvorsitzender Nippon Gotha

Radsport: Dr. Manfred WANDERSLEB – Sichtungstrainer (früher Landestrainer) Laudator Jürgen Beese, Ehrenpräsident Thüringer Radsport-Verband

Rennrodeln: Kerstin Merten – TLZ-Trainerin Ilmenau Laudator Michael Spiess, ehemaliger Vereinsvorsitzender RC Ilmenau

Schwimmen: Gerald STERN Trainer/Lehrer am Sportgymnasium Erfurt Laudatoren: Kira Möller und Dr. Cornelia Wüstefeld, ehemalige Athleten

Skilanglauf: Frank LIEBAUG Vereinstrainer Laudator Frank Eismann, Präsident Thüringer Skiverband

Special Olympics: Franz BAUER – Vereinstrainer Laudatorin Heike Naujoks, Sportlerin

Tischtennis Vladimir LERMAN Vereinstrainer/Honorartrainer Verband Laudatoren: Frank Schulz, Landestrainer und Ivo Quett, Sportler

Triathlon: Tom EISMANN – Landestrainer Thüringer Triathlon-Verband Laudator Stefan Hochstein, Vizepräsident Thüringer Triathlon-Verband

Erfolgreiches Thüringer Sporthilfe Benefiz-Golfturnier

Am 19.9. fand die fünfte Auflage des Thüringer Sporthilfe-Benefiz-Golfturniers statt. Nach den Turnieren im Golfclub Erfurt in Schaderode, im Golfclub Eisenach und 2019 im Golfclub Gera kehrten die Golfspieler wieder auf den Platz des ersten Benefiz-Golfturniers in Mühlberg zum Thüringer Golfclub „Drei Gleichen“ zurück. Traditionell gingen ehemalige Spitzensportler und –trainer gemeinsam mit den Golfspielern zusammen auf die Golfrunde. Unter den 64 Startern engagierten sich u.a. Rennrodel-Olympiasiegerin Silke Kraushaar-Pielach, Bob-Olympiasieger Wolfgang Hoppe, Biathlon-Olympiasieger Frank-Peter Roetsch, Eisschnelllauf-Olympiasieger Uwe-Jens Mey, Radsport-Olympiasieger Olaf Ludwig. Ex-Bobweltmeister Maximlian Arndt, Ex-Hochspringer Rolf Beilschmidt, Ex-Skispringer Gerd Siegmund und die Biathlontrainer Gerald Hönig und Harald Böse für den guten Zweck. Sieger des diesjährigen Benefizturniers in der Bruttowertung wurden Jutta und Arnd Meyer vom gastgebenden Thüringer Golfclub „Drei Gleichen“. Die Netto-A-Wertung gewannen Mo-ritz M. Bock (GC Pfalz Neustadt) und Dirk Häßlich (GC Wiesensee) mit 48 Nettopunkten. In der Nettowertung B setzten sich Frank und Corinna Wiorek (Thüringer GC/Gut Ringhofen mit 56 Nettopunkten durch. Die Sonderwertungen Nearest-to-Pin gingen an Petra Rösner (GC Jena) bei den Damen mit 2,87 m und Volker Wagner (GC Erfurt) mit 2,63 m bei den Herren. Zum Schluss konnten der Golfclub und die Stiftung noch einen neuen Rekorderlös des Thüringer Sporthilfe Benefiz-Golfturnier vermelden. 5.540 € erspielte das Turnier zugunsten der Nachwuchsförderung der Stiftung ein.

Berufung des Förderkreises „Thüringer Athleten nach Peking“

Erstmals ohne öffentlichkeitswirksame Veranstaltung berief der Vorstand der Stiftung Thüringer Sporthilfe den neuen Förderkreis „Thüringer Athleten nach Peking“.
Bereits zum 14. Mal bildete die Thüringer Sporthilfe einen Förderkreis in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele/ Paralympics. Im Jahr 1995 wurden durch den damaligen Förderverein Thüringer Sporthilfe e.V. 25 Thüringer Athle-ten in den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Atlanta“ berufen. Im Jahr der Gründung der Stiftung 1997 berief der neu gewählte Vorstand in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele/ Paralympics im japanischen Nagano 60 Athleten in den Förderkreis. Es folgten viele weitere Förder-kreise, aktuell läuft noch der Förderkreis Tokyo, der um ein Jahr bis 2021 verlängert wurde.

Insgesamt hat die Stiftung Thüringer Sporthilfe bisher über 500 Athleten mit einer Gesamtsumme von knapp einer dreiviertel Million in Vorbereitung auf Olympische Spiele/ Paralympics gefördert. Auswahlkriterien für die Aufnahme in den Förderkreis sind die Zugehörigkeit zu einem aktuellen Kaderkreis des Spitzenfachverbandes, die Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften und Weltcups des vergangenen Winters und vor allem die berechtigte Chance auf eine Teilnahme an den Spielen. Auf dieser Basis berief die Stiftung 22 Athleten in den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Peking“. Angeführt von den beiden Olympiasiegern Mariama Jamanka und Johannes Ludwig sind vier Olympiamedaillengewinner sowie vier Weltmeister des letzten Winters vertreten. Zwölf Sportler haben bereits an den Olympischen Spielen teilgenommen. Zehn Athleten sind erstmals in den Förderkreis berufen wurden, der zweifache Silbermedaillengewinner im Viererbob Alexander Rödiger gehört bereits zum vierten Mal einem Förderkreis an und ist mit 35 Jahren zugleich der älteste Sportler im Förderkreis. Jüngste ist die 21-jährige Skispringerin Luisa Görlich.

Die Förderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe erfolgt in Gemeinsamkeit und Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Thüringen, dem LSB Thüringen und den Landes- und Spitzenfachverbänden und soll optimale Bedingungen zur Vorbereitung auf die Spiele 2022 in China schaffen. Im Rahmen des Förderkreises “Thüringer Athleten nach Peking” werden u.a. gefördert:

- Aufwendungen für die Teilnahme an Lehrgängen und Wettkämpfen, wenn der Spitzenverband bzw. andere Fördereinrichtungen die Kosten nicht in voller Höhe tragen
- Aufwendungen für zusätzliche Lehrgänge außerhalb der Planung des Spitzenverbandes;
- Anschaffung von Sportgeräten und -materialien (wenn nicht vom Spitzenverband bzw. vom Verein gefördert)

Für Maßnahmen und Material in der vorolympischen Saison hat der Vorstand der Stiftung rund 45 TEUR an Förderungen für die Wintersportler bewilligt.

Die Namen der in den Förderkreis berufenen Athleten stehen hier.

Nachwuchsförderung Wintersport übergeben

Auch die diesjährige Nachwuchsförderung für die erfolgreichen Thüringer Wintersportler stand unter den Einschränkungen der Covid-19-Problematik. Anstelle der Ehrungsveranstaltung für alle Nachwuchsathleten, Trainer und Ehrengäste bei einem Partner aus der Thüringer Wirtschaft wurde die Übergabe der Förderungen in mehreren Etappen und kleinen Gruppen durchgeführt.
In der LOTTO Thüringen Eisarena gab es die ersten Nachwuchsförderungen für die Wintersportler. In ganz kleinem Kreis überreichte der 1. Vorsitzende der Stiftung, David Möller, 19 Nachwuchsathleten der Disziplinen Bob, Rennrodeln und Skeleton die Nachwuchsförderung für ihre Ergebnisse der Wintersportsaison 2019/2020.
Danach folgte die Übergabe der Nachwuchsförderung für die nordischen Skidisziplinen im Sportgymnasium Oberhof durch den 2. Vorsitzenden Dr. Bernd Neudert bzw. das Vorstandsmitglied Pierre Döring.
Den Abschluss bildete die Ehrung der Eisschnellläufer in der Gunda Niemann-Stirnemann-Halle in Erfurt.

Insgesamt 47 Sportlerinnen und Sportler der Wintersportarten Biathlon, Bob, Eisschnelllauf, Nordische Kombination, Rennschlitten, Skeleton, Skilanglauf und Skisprung zeichnete die Stiftung mit einem Volumen von 30.000 € in diesem Jahr aus.

Die den Nachwuchssportler/innen übergebene Individualförderung soll auf der einen Seite nicht nur eine ideelle Anerkennung für die erbrachten Leistungen und weitere Motivation darstellen, sondern zum anderen auch einen kleinen Teil dessen kompensieren, was die Sportler, ihre Elternhäuser, die Vereine und Verbände Jahr für Jahr in das leistungssportliche Training und die Wettkämpfe investieren. Als Beispiel sei hier angeführt, dass ein Nordisch Kombinierer pro Jahr im Schnitt sechs bis acht Paar Langlaufski, drei Paar Sprungski, inzwischen durch die jährlichen Regeländerungen drei bis sechs neue Sprunganzüge, Wachs, Skistöcke, Laufanzüge, Skiroller etc. benötigt, dazu teilweise Kosten für Lehrgänge oder Wettkämpfe anteilig tragen muss, so kommen schnell vierstellige Summen zusammen. 

 

Die Ergebnisse und geförderten Athleten finden hier.

Verspätete Ehrung der Thüringer Sportler des Jahres 2019 in Oberhof

Statt in der feierlich geschmückten Erfurter Messehalle mit 1.000 Gästen beim Ball des Thüringer Sports im April wurden am Sonntagnachmittag die Ehrung der Thüringer Sportler des Jahres 2019 unter freiem Himmel in der LOTTO Thüringen EISARENA Oberhof geehrt. Die Stiftung Thüringer Sporthilfe, der Landessportbund Thüringen und der Thüringer Sportjournalisten-Club als Organisatoren der Sportlerumfrage – bei der fast 10.000 Sportfans abstimmten - zeichneten gemeinsam mit Thüringen Sportminister Helmut Holter und dem Geschäftsführer von LOTTO Thüringen, Jochen Staschewski die Thüringer Sportler des Jahres 2019 aus.

Der 1. Vorsitzende der Stiftung, David Möller, sicherte in der Begrüßung, „den Athleten gerade jetzt die weitere Unterstützung von LSB, OSP und Thüringer Sporthilfe zu.“ So berief die Stiftung bereits den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Peking“ in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2020 und im März wurde die Förderung für den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Tokyo bis in das Jahr 2021 verlängert, „um so den Athleten durch die Verschiebung der Olympischen Spiele/Paralympics Planungssicherheit zu geben“.
Auch LSB-Präsident Prof. Dr. Stefan Hügel freute sich, "dass so viele Thüringer Sportler unserer Einladung gefolgt sind. Natürlich hätten wir die Thüringer TOP-Athleten gern wie gewohnt beim Ball des Thüringer Sports geehrt, um ihre hervorragenden Ergebnisse zu würdigen. Nun haben wir die aktuellen Lockerungen genutzt, um kurzfristig eine andere Form der Übergabe der Kristallpokale durchzuführen“, erklärte er.

Drei Sieger der Thüringer Sportlerwahl nahmen ihre Kristallpokale persönlich in Empfang. Kurzfristig sagte Skispringerin und „Thüringer Sportlerin des Jahres“ Juliane Seyfarth ab. Nach den Weltmeistertiteln im Team und Mixed sowie WM-Platz vier im Einzel erhielt die Ruhlaerin 33,2 Prozent der Stimmen. Der Kristallpokal für den Sportler des Jahres ging nach vier Jahren wieder an Biathlet Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain). Der Vize-Weltmeister mit der Staffel und WM-Vierte im Single Mixed im Winter 2019 holte mit 33,3 Prozent die meisten Stimmen. Den Titel der Mannschaft des Jahres gewann wie im Vorjahr das Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen). 30,9 Prozent der Stimmen gingen an die Welt-, Europa- sowie Gesamtweltcupsiegerinnen der Wintersaison 2018/19. Erstmals wurde der Behindertensportler des Jahres 2019 im Rahmen der Thüringer Sportlerwahl ebenfalls von den Sportfans, Sportgremien und Sportjournalisten gewählt. Wie im Vorjahr sicherten sich mit großem Abstand die Rollstuhlbasketballer der RSB Thuringia Bulls (36,3 Prozent) den Kristallpokal.  

Ball des Thüringer Sports 2020 fällt aus

Der LSB Thüringen und die Stiftung Thüringer Sporthilfe haben als Veranstalter gemeinsam entschieden auf Grund der Corona-Krise den diesjährigen Ball des Thüringer Sports am 25. April 2020 abzusagen. Auch eine Verschiebung des Balls ist nicht geplant. Auf jeden Fall werden aber die Ehrungen der Thüringer Sportler, Aufsteiger und Ehrenamtlichen des Jahres in einem entsprechenden Rahmen nachgeholt.

100 Tage im neuen Ehrenamt als 1. Vorsitzender

Seit 23. Oktober 2019 ist der Olympiazweite und frühere vierfache Weltmeister im Rennrodeln, David Möller, 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Nach seinen ersten hundert Tagen im neuen Ehrenamt gibt er einen Einblick in sein Wirken und die Arbeit der Stiftung.

Du hast die Nachfolge, des seit Gründung der Stiftung im Jahr 1997 amtierenden 1. Vorsitzenden, Dr. Kuno Schmidt, angetreten, der dieses Ehrenamt rund 25 Jahre inne hatte. Was waren Deine Beweggründe für ein solches Amt zur Verfügung zu stehen?

Vor ca. drei Jahren gab es erste unverbindliche Gespräche, ob ich mir dieses Ehrenamt vorstellen und zutrauen könnte. Da ich nach meinem Karriereende immer wieder mit dem Gedanken gespielt habe mich wieder stärker im Sport zu engagieren, ich aber nicht hauptberuflich als Trainer oder Sportfunktionär arbeiten wollte, war für mich ein Ehrenamt eine potenzielle Option. Da ich der Thüringer Sporthilfe insbesondere auf meinem Weg in die Weltspitze viel zu verdanken habe, reifte in mir der Wunsch über diesen Weg vor allem dem Nachwuchssport etwas zurückzugeben. Nach meiner Zusage war ich mit der Neu-/Wiederberufung des Vorstandes 2017 als ständiger Gast im Vorstand in fast alle Vorgänge eingebunden, habe alle Veranstaltungen, Gremiensitzungen etc. mitgemacht. Da ich seit 2014 auch Kuratoriums- und Präsidiumsmitglied der Stiftung war, hatte ich vorher schon einen kleinen Einblick, zudem hat mich die Stiftung bereits als Sportler gefördert.

Weißt Du noch, wann Du Deine erste Förderung erhalten hast und wie sich die Förderung entwickelt hat?

Bei unserer letzten Ehrungsveranstaltung Nachwuchsförderung Sommersport im Dezember, dies war zugleich meine erste Veranstaltung als 1. Vorsitzender, habe ich dies in meiner Begrüßung an die Nachwuchssportler erwähnt. 1999 bekam ich für meinen Deutschen Juniorenmeistertitel einen Scheck überreicht, den habe ich gleich wieder ins Material investiert. 2001 erhielt ich im Rahmen der Gala der Stiftung im Kaisersaal den Förderpreis als Aufsteiger des Jahres überreicht. Danach wurde ich dreimal in den Förderkreisen „Thüringer Athleten nach Turin, Vancouver und Sotschi“ unterstützt. Und für mich ganz wichtig war auch die Studienförderung, die ich während meines Studiums, welches ich während meiner aktiven Karriere absolvierte, bekam.

Das Studium hat sich ja ausgezahlt. Du hast Deinen Beamtenstatus als Bundespolizist aufgegeben und bist in die Wirtschaft gewechselt. Jetzt arbeitest in einem Vollzeitjob als Angestellter bei PwC in Erfurt im Bereich der Wirtschafts- und Jahresabschlussprüfung, bist auch immer mal eine ganze Woche dienstlich außerhalb Erfurts unterwegs. Wie schaffst Du die zeitlichen Anforderungen?

Als Sportler hat man ein gutes Zeitmanagement gelernt, das kommt mir hier zu gute. Ich habe beispielsweise während meiner sportlichen Karriere sowohl den Abschluss als Polizeivollzugsbeamter im mittleren Dienst bei der Bundespolizei erreicht, als auch parallel noch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Auch dies war damals zeitintensiv. Für die Arbeit als 1. Vorsitzender kann ich glücklicherweise auf ein sehr verlässliches geschäftsführendes Vorstandsmitglied (vormals Geschäftsführer) und sehr engagierte Vorstandsmitglieder zählen, die mich unterstützen und auf die verschiedenen Veranstaltungen und Termine gut vorbereiten.

Was sagt Deine Frau/Deine Familie zur zeitlichen Belastung?

Zum Glück sind meine Frau und meine Tochter auch sportbegeistert und begleiten mich gerne mal zu den verschiedenen Sportveranstaltungen. Natürlich ist es manchmal nicht einfach alles unter einen Hut zu bekommen, aber insbesondere meine Frau hält mir immer den Rücken frei und kennt ja meine Leidenschaft für den Sport auch schon aus meiner aktiven Zeit

Gibt es eine Unterstützung seitens Deines Arbeitgebers?

Ja, insbesondere der für mich verantwortliche Partner im PwC Büro in Erfurt engagiert sich sehr stark und ist als Kurator bei der Stiftung Thüringer Sporthilfe eingestiegen. Mit ihm habe ich schon einige Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit besprochen. Zum Beispiel bietet PwC interessierten Sportlern Infoveranstaltungen und Praktika im Bereich der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung an. Auch weiterführende Perspektiven für Nachwuchssportler wie ein weiterführendes Studium bei PwC oder Wirtschaftsprüfer- sowie Steuerberaterexamen können angeboten werden. Natürlich versuchen wir auch das hervorragende Netzwerk von PwC für die Arbeit und die Projekte der Stiftung Thüringer Sporthilfe zu nutzen.

Die ersten 100 Tage im Ehrenamt sind gerade vorbei, wie fällt ein erstes Fazit aus?

Meine Vorgänger und Gründungsväter der Stiftung, da beziehe ich den ebenfalls nach 25 Jahren als 2. Vorsitzenden verabschiedeten Rolf Beilschmidt mit ein, ebenso die langjährigen und aktiven Vorstandsmitglieder, haben eine sehr gut aufgestellte Stiftung installiert. Das macht das Arbeiten leichter, auch wenn Kuno und Rolf große Fußstapfen hinterlassen haben. Ich erfahre durch den 2. Vorsitzenden, OSP-Leiter, Dr. Bernd Neudert und unser geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Arnd Heymann, eine sehr gute Unterstützung, insbesondere auch bei der Wahrnehmung der doch zahlreichen Termine, die ich nicht alleine abdecken kann. Zu Vorbereitungen von Vorstandssitzungen oder Veranstaltungen, sitzen wir (Arnd und ich) auch mal am Wochenende zusammen.
Nach hundert Tagen ist man erstmal einigermaßen angekommen und kennt die wichtigsten Abläufe. Jetzt geht es darum die Weichen für eine nachhaltige Zukunft und Finanzierung der Thüringer Sporthilfe zu stellen. In der jetzigen Niedrigzinsphase ist es wichtig, eine gute und stabile Finanzierung der Stiftung sicherzustellen, dass wir unseren Nachwuchssportlern weiterhin die gute und wichtige Unterstützung zukommen lassen können, die sie brauchen.

Was steht für die nächsten hundert Tage an bzw. für das Jahr 2020?

Generell steht unsere Aufgabe, die individuelle Förderung von Sportler*innen in der Nachwuchs-, Anschlusskaderförderung und den Olympia-/Paralympics-Förderkreisen immer im Mittelpunkt der Arbeit. Wir verstehen uns dabei als Dienstleister für die Sportler.
Im März ist meine erste Stiftungsratssitzung als 1. Vorsitzender. Beim Ball des Thüringer Sports am 25. April bin ich nicht wie früher als Sportler Gast, sondern ich vertrete diesmal die Stiftung und wir treten gemeinsam mit dem LSB Thüringen als Gastgeber auf. Dann folgen die Nachwuchsförderung Wintersport und darauf freue ich mich als Wintersportler besonders, im Sommer werden wir den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Peking“ für nächsten Olympischen Winterspiele berufen. Und natürlich starten in wenigen Monaten die Olympischen Sommerspiele in Tokyo, bei denen wir uns hoffentlich auf viele Thüringer Starter und über die eine oder andere Medaille freuen können.

Thüringer Sportler des Jahres 2019 stehen fest

Zur 29. Umfrage des Landessportbundes, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und des Thüringer Sportjournalistenclubs gab es mit insgesamt 9.725 Stimmen der Sportfans, Sportgremien und Sportjournalisten eine neue Rekordbeteiligung. Und auch bei den Siegern gibt ein neues Gesicht. Erstmals Thüringer Sportlerin des Jahres wurde Skispringerin Juliane Seyfarth. Bei den Männern setzte sich der Vorjahreszweite Erik Lesser (Biathlon) durch. Bei den Mannschaften triumphierte wie im Vorjahr das Bobteam Mariama Jamanka. Neben der Publikumswahl ging das Expertenurteil der Fachjournalisten sowie von Sportgremien in die Gesamtwertung ein.
„„Die Favoriten haben sich am Ende durchgesetzt, wobei ich die Platzierungen dahinter nicht so erwartet hätte. Besonders freut mich es, dass meine früheren Rodelkollegen wieder gut vertreten sind.“ so der neue 1. Vorsitzende der Stiftung und frühere Rennrodelweltmeister David Möller.

„Der neuerliche Rekord bei der Wahlbeteiligung zeigt, dass die Thüringer Sportlerwahl eine immer größere Bedeutung unter den Sportfans einnimmt“, freut sich LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel über die gute Beteiligung.

Skispringerin Juliane Seyfarth erstmals Siegerin Mit dem Titel „Thüringer Sportlerin des Jahres“ endet ein äußerst erfolgreiches Jahr für Skispringerin Juliane Seyfarth. Nach den Weltmeister-Titeln im Team und Mixed sowie WM-Platz vier im Einzel erhielt die Ruhlaerin 33,2 Prozent der Stimmen. Für die 29-Jährige ist es bei ihrer zweiten Nominierung als Kandidatin der erstmalige Gewinn des Kristallpokals. Radfahrerin Lisa Klein als Vize-Weltmeisterin und dreimalige Vize-Europameisterin in 2019 erreichte bei der Thüringer Sportlerwahl Rang zwei. Mit 18,0 Prozent landete sie vor Rennrodlerin Dajana Eitberger (11,7 Prozent), die sich knapp vor Skilangläuferin Victoria Carl durchsetzte (11,3 Prozent).

Der Kristallpokal für den Sportler des Jahres geht nach vier Jahren wieder an Biathlet Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain). Der Vize-Weltmeister mit der Staffel und WM-Vierte im Single Mixed holte mit 33,3 Prozent die meisten Stimmen. Zweiter wurde der Sportlerwahl-Debütant und frischgekürte jüngste Motocross-Freestyle-Weltmeister aller Zeiten, Luc Ackermann aus Niederdorla (17,6 Prozent). Auf Rang drei landete Turner Nils Dunkel (MTV Erfurt/ 14,9 Prozent). D

en Titel der Mannschaft des Jahres holte sich wie im Vorjahr das Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen). 30,9 Prozent der Stimmen gingen an die Welt-, Europa- sowie Gesamtweltcupsiegerinnen. Dahinter kamen die Doppel-Weltmeister und Gesamtweltcupsieger vom Team Eggert/Benecken (Rennrodel-Doppel/19,3 Prozent) auf den zweiten Rang. Dritter wurden die Triple-Sieger (Deutscher Meister, Pokal, Champions-League-Sieger) der RSB Thuringia Bulls (18,8 Prozent) und zugleich wurde das Team auch  Behindertensportler des Jahres. Erstmals wurde der Behindertensportler des Jahres 2019 im Rahmen der Thüringer Sportlerwahl ebenfalls von den Sportfans, Sportgremien und Sportjournalisten gewählt. Zweite wurde die Special-Olympics-Athletin Heike Naujoks, die als Radsportlerin an den Special-Olympics-Weltspielen in Abu Dhabi teilgenommen hat und Erste wurde (18,3 Prozent). Auf Rang drei bei der Sportler-Umfrage landete Rollstuhlfechter und U23-Vizeweltmeister Julius Haupt vom PSV Weimar (14,3 Prozent).

Die drei Erstplatzierten jeder Kategorie werden am 25. April 2020 beim „Ball des Thüringer Sports“ in der Messe Erfurt geehrt. Eintrittskarten sind bereits online erhältlich unter www.ball-des-thueringer-sports.de. Dort finden Sie auch alle weiteren Informationen zur Sportlerwahl.

Ehrung der erfolgreichen Thüringer Nachwuchssportler im Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen

Nach 2008 war die Stiftung Thüringer Sporthilfe mit Ihrer Ehrungsveranstaltung für die erfolgreichen Nachwuchssportler/innen in den Sommersportdisziplinen wieder Gast im Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen, die zugleich Heimstatt der Thüringer Polizeisportfördergruppe ist. Der für die Thüringer Leistungssportler wichtige Partner bot im Vorfeld einen Einblick in die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Thüringer Polizei und speziell zur Polizeisportfördergruppe.

Anschließend erhielten insgesamt 65 Sportlerinnen und Sportler der Sommersportarten erstmals aus den Händen des neuen 1. Vorsitzenden der Stiftung, David Möller, dem ebenfalls neuen 2. Vorsitzenden der Stiftung und Leiter des OSP Thüringen, Dr. Bernd Neudert und Katrin Pfaffe als Vertreterin des Thüringer Sportministeriums eine Individualförderung von exakt 35.000 € überreicht.

In seiner Begrüßung blickte David Möller zurück auf seine erste Ehrung als Nachwuchssportler vor zwanzig Jahren für den Deutschen Juniorenmeistertitel im Rennrodeln. Und er zog den Bogen zur Ehrung im Jahr 2008. Damals wurden u.a. Radsprinterin Kristina Vogel, Para-Leichtathletin Maria Seifert, Handballtorhüterin Isabell Roch, die Sprinter Robert Hering und Roy Schmidt sowie Trapschützin Christiane Göhring geehrt. „Diese Sportler haben erfolgreich den Weg vom Talent zu erfolgreichen Sportlern bei Welt- und Europameisterschaften bzw. Olympischen Spielen geschafft. Dies dient als Beispiel für die Nachwuchssportler, dass man mit Talent und vor allem auch Willen und Ehrgeiz, Disziplin und Fleiß seinen leistungssportlichen Weg erfolgreich bestreiten kann“, so der mehrfache Weltmeister und Olympiazweite von Vancouver.

Mit der Nachwuchsförderung möchte die Stiftung ein wenig die Aufwendungen der jungen Sportler, Ihrer Eltern und der Sportvereine kompensieren, die viel in die Entwicklung ihrer Schützlinge investieren. Ein Sportschütze beispielsweise, schießt im Jahr ca. 20.000 Schuss. Die Kosten dafür belaufen sich allein auf rund 3.000 €, die je nach Kaderstatus durch Verband oder Verein oder Sportler getragen werden (müssen). Die Kosten für eine Sportwaffe, die der Athlet i.d.R. selber bezahlen muss, liegen je nach Disziplin um die 2.000 €, dazu kommt spezielle Schießkleidung (Brille, Weste, Jacke etc.) so dass sich die Kosten schnell summieren können. Die Unterstützung durch die Stiftung versteht sich daher als eine ergänzende Förderung zu den allgemeinen und/oder sportartspezifischen Förderungen durch Vereine und Verbände.

20 Nachwuchsathleten waren 2019 Teilnehmer an JEM/JWM und brachten sieben Medaillen mit nach Thüringen. Junioreneuropameister im Teamsprint und Keirin wurde Julien Jäger, der Rollstuhlfechter Julius Haupt gewann bei der U23-WM eine Silbermedaille. Teamsprinterin Christina Sperlich holte Silber bei der JWM und gewann Bronze bei der JEM und die Fußballerinnen Lara Schmidt und Christin Meyer wurden mit der U-19-Auswahl Vizeeuropameisterinnen.

Ebenfalls wurden im Rahmen der Nachwuchsförderung wieder Trainer, die im Nachwuchsbereich arbeiten ausgezeichnet. Insgesamt zehn Trainer würdigte die Stiftung mit einem kleinen Sachpräsent. 

1994, unter der Regie des damaligen Fördervereins „Thüringer Sporthilfe e.V.“, konnten die ersten NachwuchssportlerInnen eine Förderung in Empfang nehmen. Seit Bestehen der Stiftung wurden rund vier Millionen Euro an Förderung in Thüringer Nachwuchs- und Spitzensportler investiert, davon 1,6 Mio Euro in die Nachwuchsförderung. Dies waren zugleich 3.600 Individualförderungen für Nachwuchsathleten.

Die Namen der mit der Nachwuchsförderung geehrten Sportler*innen stehen hier.

Auszeichnung für Dr. Kuno Schmidt

Ehre wem Ehre gebührt. Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung zeichnete der LSB Thüringen unseren ehemaligen 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, aus. Für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement in der Thüringer Sporthilfe und für den Thüringer Sport überreichte der Präsident des Landessportbundes Thüringen, Prof. Stephan Hügel, die Guts-Muths-Plakette in Gold mit Urkunde und Ehrennadel an Dr. Schmidt. Wir sagen DANKESCHÖN und herzlichen Glückwunsch!

Wahl der Thüringer Sportler des Jahres 2019 gestartet

Der Landessportbund Thüringen, die Stiftung Thüringer Sporthilfe und der Thüringer Sportjournalistenclub haben offiziell die Umfrage zur Wahl der Thüringer Sportler des Jahres 2019 gestartet. Die je acht Sportlerinnen, Sportler, Mannschaften und erstmals Behindertensportler nominierte eine neunköpfige Jury. Ab sofort kann abgestimmt werden unter www.ball-des-thueringer-sports.de

Die diesjährige Sportlerwahl bietet eine Premiere, erstmals steht die Kategorie „Thüringer Behindertensportler“ zur Abstimmung. Bisher wurde dieser Sieger durch die jeweiligen Sportfachverbände festgelegt, nun wird aus acht Kandidaten öffentlich gewählt, genauso wie in den Kategorien Sportlerin, Sportler und Mannschaft. Über 70 Namen standen als mögliche Kandidaten zur Diskussion. „Aus dieser außerordentlich großen Anzahl an Kandidaten hat die neunköpfige Jury, besetzt mit neuer sportlicher Fachkompetenz, eine gute Wahl getroffen. Besonders freue ich mich, dass es erstmals eine öffentliche Abstimmung über Thüringens Behindertensportler des Jahres gibt,“ sagte Jurymitglied Dr. Kuno Schmidt, der tags zuvor nach 25 Jahren als ehrenamtlicher 1. Vorsitzender der (Stiftung) Thüringer Sporthilfe verabschiedet wurde.
Erstmals mit dabei in der Jury waren die ehemalige Radsportlerin Kristina Vogel, Eisschnelllauf-Trainerin Gabi Fuß sowie der frühere Nordisch Kombinierer Tino Edelmann. So pflichtete auch Kristina Vogel, selbst sechsfache Thüringer Sporlterin des Jahres, bei: „Es ist schon schwierig die verschiedensten Erfolge der Sportarten miteinander zu vergleichen, verdient hätten alle eine Nominierung - egal ob olympische oder nichtolympische Sportart“. Auch Tino Edelmann, der 2011 Thüringer Sportler des Jahres war, erkannte das Problem, wer überhaupt als Thüringer Sportler gilt. „Wenn sich ein Sportler auf Olympische Spiele vorbereitet, gibt es nicht mehr nur die eine sportliche regionale Heimat und nicht mehr die ausschließliche Mitgliedschaft in einem Sportverein.“

Die Entscheidung liegt nun vor allem in den Händen des Sportpublikums. Bis zum 14. Dezember 2019 kann jeder abstimmen – im Internet und mit den gewohnten Stimmkarten, die im Haus des Thüringer Sports sowie in den Thüringer Lotto-Annahmestellen erhältlich sind. Zudem veröffentlichen die Tageszeitungen regelmäßig einen Stimmzettel. Die Bekanntgabe der Thüringer Sportler des Jahres 2019 erfolgt am 21. Dezember.

Das Publikum ist gefragt und kann selbst dabei gewinnen. Unter allen Umfrageteilnehmern werden tolle Preise verlost: Zu gewinnen gibt es u.a. VIP-Karten für die Weltcups im Biathlon sowie Rennrodeln in Oberhof, für ein Heimspiel der Handballerinnen vom Thüringer HC, ein Wochenende für zwei Personen im Sporthotel Oberhof oder Tickets für das Weihnachtskonzert von Clueso und Eintrittskarten für den Ball des Thüringer Sports am 25. April 2020. Dort werden dann die Thüringer Sportler des Jahres 2019 offiziell geehrt.

Wechsel nach 25 Jahren an der Spitze der Thüringer Sporthilfe

Mit der jährlichen Kuratoriumssitzung gestern vollzog sich in der Stiftung Thüringer Sporthilfe ein Generationswechsel. Nach 25 Jahren an der Spitze der Thüringer Sporthilfe (22 Jahre Stiftung/drei Jahre Förderverein) übergaben die Gründungsväter Dr. Kuno Schmidt als 1. Vorsitzender und Rolf Beilschmidt als 2. Vorsitzender die Führung der Stiftung in jüngere Hände. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde aus dem Kreis des Vorstandes der Olympiazweite im Rennrodeln von Vancouver und vierfache Weltmeister David Möller gewählt. Neuer 2. Vorsitzender ist das langjährige Vorstandsmitglied der Stiftung, der Leiter des OSP Thüringen, Dr. Bernd Neudert. Neu in den Vorstand wurde Thomas Zirkel, Hauptgeschäftsführer des LSB Thüringen berufen.

Nach der Kuratoriumssitzung, in der sieben neue Kuratoren in das jetzt 80 Mitglieder umfassende höchste Gremien der Stiftung berufen wurden, gab es anschließend im Beisein des Thüringer Ministerpräsidenten die feierliche Verabschiedung der beiden ehrenamtlichen Funktionäre. In seiner Laudatio für Rolf Beilschmidt würdigte Dr. Neudert dessen gemeinsam mit Klaus Fiedler (früherer Referatsleiter Sportförderung im Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport) entstandene Initiative zur Gründung der Stiftung. „Dabei hatte der vor kurzem als Hauptgeschäftsführer des LSB schon in den Ruhestand verabschiedete Rolf Beilschmidt immer die Gesamtentwicklung des Leistungssports in Thüringen im Blick. Sein Ziel war es, die Fördermaßnahmen im Sinne der langfristigen Leistungsentwicklung der Sportler*innen und nicht für den kurzfristigen Erfolg zur Verfügung zu stellen,“ so der OSP-Leiter.

Anschließend war es dann Rolf Beilschmidt selber, der als Laudator die Verdienste von Dr. Kuno Schmidt als seit Gründung der Stiftung fungierender 1. Vorsitzender hervorhob. „25 Jahre an der Seite von Kuno Schmidt die Entwicklung der Stiftung Thüringer Sporthilfe zu begleiten, war für mich Ehre und Freude zugleich. Der Unternehmer Kuno Schmidt in seiner Funktion als 1. ehrenamtlicher Vorsitzender der Stiftung war die Basis für die Gewinnung von über 60 Vertretern der Thüringer Wirtschaft als Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung.“ sagte Rolf Beilschmidt in seiner Würdigung für den scheidenden 1. Vorsitzenden.

Zum Abschluss skizzierte Dr. Schmidt, „dass er stolz und dankbar dafür ist, seit 25 Jahren mitwirken und mitgestalten zu können, die Thüringer Sporthilfe von der ersten Stunde an zu dem zu entwickeln, was sie heute ist: ein fester und verlässlicher Bestandteil des Netzwerkes des Thüringer Sports mit der speziellen Ausrichtung auf die (Nachwuchs)Athletenförderung.“ Sein Nachfolger David Möller dankte beiden „ausdrücklich für deren jahrelanges Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für die Thüringer Sporthilfe, den Thüringer Sport und die Thüringer Athleten“ und sprach Ihnen „höchste Anerkennung für ihre jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit aus.“

Trainerförderung 2019

Bereits zum zweiten Mal war Weimar Gastgeber der Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Nach dem Schiller-Museum in Verbindung mit dem Besuch der Anna-Amalie-Bibliothek bot diesmal das neu eröffnete Bauhaus-Museum den Rahmen für die Ehrungsveranstaltung. Im Vorfeld der Ehrung konnten sich die elf erfolgreichen Nachwuchstrainer einen Einblick in eine die Zeit prägende Bauhaus-Epoche verschaffen.

Seit 2012 hat die Stiftung mit der Trainerförderung ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema in einer eigenen Veranstaltung nur für Trainer verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung elf Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Rolf Beilschmidt, 2. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.

Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehemaligen Athleten oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Der Trainer ist dabei sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Erfolge, als auch oft als Trostspender im Einsatz. Seit Gründung der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt. Insgesamt wurden einschließlich der heute Geehrten insgesamt 65 Trainer ausgezeichnet. 

Folgende Nachwuchstrainer wurden geehrt:

Biathlon: Alexander Wolf – Trainer am Bundesstützpunkt Oberhof
Laudator Sven Fischer, Olympiasieger und Weltmeister

Bogenschießen: Gabriele Möslein – Vereinstrainerin Stahl Unterwellenborn
Laudatorin Bianca Pfeifer, Abteilungsleiterin

Fußball: Daniel Wölfel – Nachwuchstrainer FC Carl Zeiss Jena
Laudator Heiko Nowak, Leiter Nachuwchsleistungszentrum FC Carl Zeiss Jena

Gewichtheben: Hartmut Böhnhardt – Landestrainer
Laudatorin Yvonne Kranz, erfolgreiche Thüringer Gewichtheberin

Karate: Klaus Bitsch – Bundesjugendtrainer und Vereinstrainer
Laudator Swen Sattler, Vereinstrainer

Leichtathletik: Harrow Schwuchow – Landestrainer Wurf
Laudatorin Annelie Jürgens, Trainerin TLV

Radsport: Sascha Jäger – Trainer am LLZ Erfurt, U17/U19 Kurzzeit
Laudator Manfred Wandersleb, ehemaliger Landestrainer

Rollstuhlfechten: Alexander Panneck – Vereinstrainer PSV Weimar
Laudator Udo Schneider, Abteilungsleiter PSV Weimar

Schwimmen: Cathrin Kreibich – ehemalige Landestrainerin
Laudator Felix Gebhardt, ehemaliger Athlet

Turnen: Karin Riedel Vereinstrainerin TV Suhl
Laudator Karl-Heinz Preidel, Vizepräsident des TTV

Rennrodeln: Kerstin Merten – TLZ-Trainerin Ilmenau
Krankheitsbedingt nicht anwesend.

Ehrung der erfolgreichen Thüringer Nachwuchssportler bei VIBA in Schmalkalden

Nach 2012, damals zur Berufung des Förderkreises „Thüringer Athleten nach Sotschi“ war die VIBA-Nougatwelt in diesem Jahr Gastgeber der Nachwuchsförderung der Stiftung. Das Südthüringer Wirtschaftsunternehmen bot vor der Ehrungsveranstaltung einen kleinen Einblick in die Abläufe, Produktion, aber auch die inzwischen gewachsene Vielfalt der VIBA-Produkte.

Anschließend erhielten insgesamt 56 Sportlerinnen und Sportler der Wintersportarten Biathlon, Bob, Eisschnelllauf, Nordische Kombination, Rennschlitten, Skeleton, Skilanglauf und Skisprung aus den Händen des 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, dem Thüringer Sportminister, Helmut Holter, und dem LSB-Präsidenten, Prof. Stefan Hügel, eine Individualförderung von insgesamt knapp 33.000 € überreicht.

„Sascha Benecken, Franziska Bertels, Patrick Beckert, Thomas Bing, Dajana Eitberger, Sophia Griebel, Tim Tscharnke und Erik Lesser verbinden u.a. zwei Dinge in Bezug auf unsere heutige Nachwuchsförderung. Alle sind erfolgreiche Spitzensportler geworden und alle wurden vor genau zehn Jahren 500 m weiter bei Thüringer Waldquell genauso geehrt, wie Ihr heute“ gab Dr. Kuno Schmidt in seiner Begrüßung den Nachwuchsportlern mit auf den Weg.

Die Bilanz des Wintersportnachwuchses mit je sieben Gold- und Silber- sowie drei Bronzemedaillen, 20 TOP-10-Platzierungen bei den internationalen Saisonhöhepunkten wie JWM/JEM/ EYOF etc. kann sich durchaus sehen lassen. Beeindruckend ist auch, dass von den 56 Nachwuchssportlern bereits 40 an internationalen Wettkämpfen teilgenommen haben.
Stellvertretend seien die Rennrodeljuniorenweltmeister Max Langenhan, Hannes Orlamünder/Paul Gubitz, die Vizejuniorenweltmeister im Biathlon Juliane Frühwirt und Julian Hollandt, im Skeleton Fabian Küchler und der Jugendweltmeister mit der Biathlon-Staffel Hendrik Rudolph genannt.

1994, unter der Regie des damaligen Fördervereins „Thüringer Sporthilfe e.V.“, konnten die ersten NachwuchssportlerInnen eine Förderung in Empfang nehmen. In den zwanzig Jahren seit Bestehen der Stiftung wurden mehr als 3,5 Millionen Euro an Förderung in Thüringer Nachwuchs- und Spitzensportler investiert, davon 1,6 Mio Euro in die Nachwuchsförderung, dies waren zugleich 3.600 Individualförderungen für Nachwuchsathleten.

Die Namen der geförderten Sportler sind hier.

Ball des Thüringer Sports 2019

Der Ball des Thüringer Sports erlebte am Samstag in der Messe Erfurt seine 7. Auflage. Über den Walk of Fame - 34 Sterne, versehen mit allen Namen der Sieger der Thüringer Sportlerwahl seit 1991, schritten die Ballgäste zum Fest des Sports im Freistaat, veranstaltet von der Stiftung Thüringer Sporthilfe und vom Landessportbund Thüringen. Die über 1.000 Ballgäste, darunter zahlreiche Olympiasieger, Welt- und Europameister und Medaillengewinner, feierten gemeinsam mit Vertretern aus der Politik, der Wirtschaft, den Medien, die Thüringer Sportler, Aufsteiger und Ehrenamtlichen des Jahres.

Auf der Bühne des größten Ballereignisses des Freistaates vollzog sich gleich zu Beginn ein Wechsel. Prof. Dr. Stefan Hügel begrüßte zum ersten Mal als LSB-Präsident gemeinsam mit Dr. Kuno Schmidt die Ballgäste, Nach 22 Jahren im Ehrenamt war es für ihn die letzte Eröffnung als 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Die Welt- und Europameister von DDC Breakdance begeisterten zum Auftakt mit ihrer Show„Breakdance meets Classic“ die Ballgäste, ehe die Ehrenamtlichen des Jahres gekürt wurden.

Ehrenamtliche des Jahres

Thüringer Trainer des Jahres wurde Matthias Blechschmidt. Der 56-Jährige ist Judo-Trainer JSC Stotternheim „Jigoro Kano" auch als Vorsitzender Vereins aktiv. Seine Nachwuchssportler gehören zur deutschen Spitze. Insgesamt sieben Nachwuchs- sowie je eine Männer- und Frauengruppe stehen beim JSC im Trainingsbetrieb.

Den Kristallpokal als Kampfrichter des Jahres 2018 erhielt Dr. Reinhard Ullrich, der seit 1970 Kampfrichter mit Leib und Seele ist. Ullrich zum Team des deutschen Gehrichterpanel und ist Nationaler Technischer Offizieller des DLV. Ein Höhepunkt war die Nominierung zur Leichtathletik-EM 2018. Der 63-Jährige vom LC Jena war in Berlin als Teamleiter im Straßenteam der Wettbewerbe im Gehen und Marathon im Einsatz.

Der Titel als Sportorganisator des Jahres 2018 ging an den SC Motor Zella-Mehlis. Bis zu 15 regionale und überregionale Wettkämpfe, unter anderem im Skispringen, Skilanglauf und der Nordischen Kombination, richtet der Verein jährlich aus. 2018 waren bei zwölf Wettkämpfen durchschnittlich 30 Kampfrichter, Organisatoren und Helfer an 22 Wettkampftagen im Einsatz. Sie leisteten dabei etwa 3.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Aufsteigerin des Jahres - Madeleine Schröter (Karate)

Traditionell wird am Ballabend bevor die Thüringer Sportler des Jahres gekürt werden, der Aufsteiger des Jahres ausgezeichnet. Diese Ehrung für nahtlose Anschlussleistungen im Erwachsenenbereich erhielt aus den Händen von Dr. Kuno Schmidt sowie Andreas Krey, Sprecher der Geschäftsführung der LEG Thüringen, die Karateka Madeleine Schröter (Musashi Weimar). Nach ihren Erfolgen im Nachwuchsbereich, u.a. dem Vize-Juniorenweltmeistertitel gelangen ihr in der Karate A-Serie (entspricht einem B-Weltcup) und den Premier-League-Turnieren bereits TOP-10-Platzierungen. Von den U21-Europameisterschaften kehrte die Kumite-Kämpferin mit der Bronzemedaille zurück und gewann Ende März bei der EM mit dem Team ebenfalls Bronze. Am Ballabend kam Madeleine Schröter direkt von den Deutschen Meisterschaften in Chemnitz als frisch gekürte Deutsche Meisterin zurück und hatte damit noch einen Grund mehr zum Feiern.
„Wenn wir uns die Lister der Aufsteiger des Jahres anschauen, dann können wir als Vorstand durchaus Stolz sein auf diese Auswahl. Viele der damals Geehrten konnten unseren Slogan ‚Vom Talent zum Olympiasieger/Weltmeister‘ umsetzen und später Titel, Medaillen und internationale Top-Ergebnisse erreichen“, so Dr. Kuno Schmidt.

Ehrung der Thüringer Sportler des Jahres 2018

Im Dezember 2018 stand das Ergebnis der Wahl fest. 9.200 Wähler hatten abgestimmt – neuer Rekord. Gemeinsam übergeben wurden die Trophäen von den Veranstaltern der Umfrage - dem Landessportbund, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalistenclub.

Emotional wurde es bei der Ehrung der Frauen. Zum sechsten Mal, so oft wie keine andere Sportlerin, hat die elffache Welt- und Europameisterin im Radsprint, Kristina Vogel (RSC Turbine Erfurt/ TeamErdgas.2012), die meisten Stimmen mit 41,4 Prozent bei den Frauen abgeräumt. Zwei WM-Titel gewann Vogel im Frühjahr 2018 vor dem Unfall und der Querschnittslähmung. Mit Standing-Ovations und andauernden Applaus feierte das Ballpublikum die Thüringer Sportlerin des Jahres.

Rennrodlerin Dajana Eitberger (RC Ilmenau), die 23,6 Prozent der Stimmen erhielt, wurde Zweite. Skispringerin und Drittplatzierte Juliane Seyfarth grüßte per Videobotschaft die Gäste (10,3 Prozent).

Thüringer Sportler des Jahres wurde nach zwei Jahren wieder Speerwerfer Thomas Röhler (LC Jena). Der Europameister 2018 holte mit 31,1 Prozent die meisten Stimmen. Er stand mit Biathlet Erik Lesser vom SV Eintracht Frankenhain (21,9 Prozent) und Rennrodler Johannes Ludwig (BSR Rennsteig Oberhof/ 14,6 Prozent) gemeinsam auf der Bühne.

Den Titel der Mannschaft des Jahres holte sich erstmals das Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen, 28,8 Prozent), vor dem Vorjahressieger den Handballdamen vom Thüringer HC Erfurt-Bad Langensalza, die direkt nach dem Spitzenspiel gegen Bietigheim zum Ball anreisten. Platz drei (15,7 Prozent) ging an die Rennrodel-Doppelweltmeister sowie Toni Eggert/Sascha Benecken. Untermann Benecken nahm den Pokal alleine entgegen, da Eggert noch zur Reha weilte.

RSB Thuringia Bulls sind Behindertensportler des Jahres

Die Rollstuhlbasketballer RSB Thuringia Bulls wurden als Behindertensportler des Jahres 2018 geehrt. Die Bulls haben als Deutscher Meister und insbesondere als Champions-League-Sieger eine der besten Saisons ihrer Vereinsgeschichte hingelegt und nur knapp einen Platz auf dem Podium bei der Wahl der Thüringer Mannschaft des Jahres 2018 verpasst. Nach dem Pokalsieg vom letzten Wochenende stand am Ballabend das erste Play-Off-Spiel in Trier an, so dass sie nicht anwesend sein konnten. Time to say Goodbye Traditionell wurden auch erfolgreiche Leistungssportler verabschiedet.

Mit den beiden Rennrodler Tatjana Hüfner und Andi Langenhan sowie Bobanschieberin Franziska Bertels wurden drei Thüringer Weltklasseathleten vom Ballpublikum begeistert verabschiedet.

Abgerundet wurde der Ball mit einem Buffet, dass u.a. Medaillons vom Lachs, Mung Bean Vermicelli mit Zuckerschoten oder japanischen Algensalat mit Sesam bot. Im Foyer der Messehalle gab es diverse Mitmach-Angebote vom Fahrradsimulator, bei dem ein Berg der Tour de France zu bezwingen ist, Torwandschießen, Biathlon-Laserschießen, Basketballkörbe, Golfbahn bis hin zur Combi-Sports Arena mit Bogenschießen. Musikalischer Topact war einmal mehr die Showband „Annred". Die siebenköpfige Gruppe um die charismatische rothaarige Sängerin Anna Steinhardt bot den Ballgästen die passende Tanzmusik. Den Abschluss bildete traditionell das Gewinnspiel zugunsten der Thüringer Nachwuchssportler, das einen guten Erlös einbrachte.

Information zu Dopingermittlungen

Ende Februar wurde im Rahmen einer gezielten Aktion der österreichischen und deutschen Bundespolizei ein Arzt (Mark Schmidt) in Erfurt im Zusammenhang mit Dopingermittlungen festgenommen. Ebenso wurde sein Vater, der Erfurter Rechtsanwalt Ansgard Schmidt, in Seefeld während der Nordischen Ski-WM festgesetzt.
Ansgard Schmidt war ehrenamtlich, neben Funktionen im LSB Thüringen und dem Thüringer Skiverband auch langjähriges Vorstandsmitglied der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Rahmen eines langfristig geplanten Generationenwechsels innerhalb der Stiftung schied er mit der Neuberufung des Vorstandes im Jahr 2017 aus dem Vorstand aus. Ansgard Schmidt arbeitete ehrenamtlich als Vorstandsmitglied vor allem an rechtlichen Themen (Satzung, Förderrichtlinie, Verträge und Vereinbarungen) der Stiftung.

Die Vorstandsmitglieder der Stiftung sind schockiert und fassungslos über diese im Raum stehenden Dopingvergehen und die mögliche Mitwirkung von Ansgard Schmidt. Dies wäre für den Vorstand eine zutiefst menschliche Enttäuschung über ein nicht entschuldbares und gegen jegliche Fairplay-Regeln des Sports verstoßendes Handeln.

Der Vorstand der Stiftung unterstreicht nachdrücklich, dass er für eine Null-Toleranz-Politik im Anti-Doping-Kampf steht. Sowohl in der Förderrichtlinie als auch in den Fördervereinbarungen mit allen geförderten Sportlern gibt es dazu eindeutige Regelungen, die bei einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien u.a. eine Rückzahlung von Förderungen beinhaltet.
Ebenso distanzierte sich der Vorstand klar und deutlich von den möglichen kriminellen Machenschaften des ehemaligen Vorstandsmitgliedes. Es gibt aus Sicht der Stiftung keinen Zusammenhang zwischen der ehrenamtlichen Tätigkeit und den möglichen Verstrickungen von Ansgard Schmidt in die Dopingthematik.
Wir bedauern sehr, dass durch das mögliche Fehlverhalten des ehemaligen Vorstandsmitgliedes die Stiftung Thüringer Sporthilfe im Zusammenhang mit den Dopingermittlungen genannt wird und dadurch unsere Arbeit in Misskredit gebracht wird.

Thüringer Sportler des Jahres 2018

Kristina Vogel, Thomas Röhler und das Bobteam Jamanka sind Thüringer Sportler des Jahres 2018.

 Insgesamt 9.200 Personen gaben in diesem Jahr ihre Stimmen für die jeweils acht nominierten Sportler in drei Kategorien ab. Damit die bisherige Höchstzahl von 8.600 Stimmen deutlich übertroffen, dies ist ein neuer Rekord!.
Zum sechsten Mal hat die Weltmeisterin im Radsprint, Kristina Vogel, die meisten Stimmen bei den Frauen abgeräumt. Ihr Titel war ungefährdet und hat nach ihrem schweren Unfall wohl nicht nur sportlichen, sondern auch symbolischen Charakter. Ebenfalls einen Start-Ziel-Sieg landeten die Olympiasiegerinnen vom Bobteam Mariama Jamanka, die erstmals Thüringer Mannschaft des Jahres wurden. Thüringer Sportler des Jahres ist Speerwurf-Europameister Thomas Röhler.

„Wir sind froh, dass wir unser ehrgeiziges Ziel von 9.000 Stimmen in diesem Jahr erstmals erreicht haben“, freut sich LSB-Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt über die gute Beteiligung an der gemeinsamen Wahl von LSB, Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalisten-Club. Das Expertenurteil der Fachjournalisten sowie von Sportgremien (Präsidien und Vorstände der Sportfachverbände sowie Kreis- und Stadtsportbünde) gingen neben der Publikumswahl mit jeweils einem Drittel Gewicht in die Gesamtwertung ein. Alle diesjährigen Titelträger lagen auch in den Augen der Sportjournalisten vorn. „Am Ende eines spannenden Sportjahres bildet das Ergebnis der Thüringer Sportlerwahl die hervorragenden Leistungen der Thüringer Sportler und aber auch die Popularität der verschiedenen Sportarten ab“, erklärt der 1. Vorsitzende der Stiftung Thüringer Sporthilfe, Dr. Kuno Schmidt. 

Kristina Vogel, die mit dem sechsten Titel "Thüringer Sportlerin des Jahres" jetzt Rekordsiegerin ist, erhielt 41,4 Prozent der Stimmen, gewann vor der mit Olympia-Silber dekorierten Rennrodlerin Dajana Eitberger (RC Ilmenau), die 23,6 Prozent der Stimmen bekam. Skispringerin Juliane Seyfarth, Olympia-Zehnte in Pyeongchang, landete bei ihrer Premiere als Wahl-Kandidatin auf dem dritten Rang der Umfrage (10,3 Prozent).

Nach 2016 gewann Speerwerfer Thomas Röhler (LC Jena) zum zweiten Mal die Wahl. Der Europameister 2018 holte mit 31,1 Prozent die meisten Stimmen. Lange lieferte sich Röhler ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Biathlet Erik Lesser vom SV Eintracht Frankenhain (21,9 Prozent), der letztlich wie im Vorjahr Rang zwei belegte. Platz drei ging an Rennrodel-Team-Olympiasieger Johannes Ludwig (BSR Rennsteig Oberhof/ 14,6 Prozent), der bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang auch Bronze im Einzel und gewann.

Den Titel der Mannschaft des Jahres holte sich erstmals das Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen). 28,8 Prozent der Stimmen gingen an die Überraschungs-Olympiasiegerinnen. Dahinter kamen die Deutschen Meisterinnen im Handball vom Thüringer HC (18,7 Prozent) sowie die Vorjahressieger vom Team Eggert/Benecken (15,7 Prozent) auf den zweiten und dritten Rang.

Die Rollstuhlbasketballer der RSB Thuringia Bulls (14,0 Prozent) kamen auf Rang vier und  wurden wieder von einer Fachjury mit Vertretern des LSB, des Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes, Special Olympics Thüringen und dem Gehörlosen-Sportverband Thüringen zu den  Behindertensportler des Jahres 2018  gewählt. 

Die Ehrung der Sieger und Platzierten der Sportlerwahl erfolgt am Samstag, dem 6. April 2019 beim Ball des Thüringer Sports in der Messehalle Erfurt – live vor über 1.000 Gästen. Karten zum Preis von 95 Euro können ab sofort reserviert werden, per E-Mail an info@ball-des-thueringer-sports.de.

Nachwuchsförderung Sommersport 2018 - Ehrung der erfolgreichen Thüringer Nachwuchssportler bei Bauerfeind AG

Nach 2006 war die Stiftung Thüringer Sporthilfe mit Ihrer Ehrungsveranstaltung für die erfolgreichen Nachwuchssportler/innen in den Sommersportdisziplinen wieder Gast beim langjährigen Partner der Stiftung und des OSP Thüringen, der Bauerfeind AG. Im Vorfeld konnten die jungen Athleten sich einen Eindruck verschaffen über die Produktion von Kompressionsstrümpfen, Bandagen, Orthesen, orthopädischen Einlagen und prothetischen Passteilen, deren führenden Hersteller die Bauerfeind AG ist.

Anschließend erhielten insgesamt 75 Sportlerinnen und Sportler der Sommersportarten aus den Händen des 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, dem Thüringer Sportminister, Helmut Holter und dem Vizepräsidenten des LSB Thüringen, Lutz Rösner, eine Individualförderung von insgesamt rund 43.000 € überreicht.
In seiner Begrüßung blickte Dr. Kuno Schmidt zurück auf die damalige Ehrung bei Bauerfeind. „2006 wurden u.a. Maria Seifert, Isabell Roch, Julian Reus, John Degenkolb, Marcel Kittel und Maria Selmaier geehrt, die inzwischen erfolgreich bei vielen internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften waren und sind. Dies sollte als Beispiel für die Nachwuchssportler dienen, dass man mit Talent und vor allem auch Willen und Ehrgeiz, Disziplin und Fleiß seinen leistungssportlichen Weg erfolgreich bestreiten kann“, so der 1. Vorsitzende der Stiftung.

Mit der Nachwuchsförderung möchte die Stiftung ein wenig die Aufwendungen der jungen Sportler, Ihrer Eltern und der Sportvereine kompensieren, die viel in die Entwicklung ihrer Schützlinge investieren. Ein Sportschütze beispielsweise, schießt im Jahr ca. 20.000 Schuss. Die Kosten dafür belaufen sich allein auf rund 3.000 €, die je nach Kaderstatus durch Verband oder Verein oder Sportler getragen werden (müssen). Die Kosten für eine Sportwaffe, die der Athlet i.d.R. selber bezahlen muss, liegen je nach Disziplin um die 2.000 €, dazu kommt spezielle Schießkleidung (Brille, Weste, Jacke etc.) so dass sich die Kosten schnell summieren können. Die Unterstützung durch die Stiftung versteht sich daher als eine ergänzende Förderung zu den allgemeinen und/oder die sportartspezifischen Förderungen durch Vereine und Verbände.

13 Medaillen, darunter zweimal Gold und 17 TOP-10-Platzierungen stehen bei JWM und JEM auf der Habenseite. Juniorenweltmeister wurden im Teamsprint Emma Götze und im Rollstuhldegenfechten Julius Haupt. Insgesamt nahmen 30 Nachwuchsathleten bei einer JWM oder JEM in der vergangenen Saison teil.

1994, unter der Regie des damaligen Fördervereins „Thüringer Sporthilfe e.V.“, konnten die ersten NachwuchssportlerInnen eine Förderung in Empfang nehmen. Seitdem wurden mehr als drei Millionen Euro an Förderung in Thüringer Nachwuchs- und Spitzensportler investiert, davon 1,5 Mio Euro in die Nachwuchsförderung, dies waren zugleich 3.500 Individualförderungen für Nachwuchsathleten.

Die Namen der geehrten Nachwuchssportler

Berufung des Förderkreises "Thüringer Athleten nach Tokyo“

Der Studiopark des Kindermedienzentrums auf dem Gelände des mdr-Landesfunkhaus Thüringen war Gastgeber für die Berufungsveranstaltung des neuen Förderkreises „Thüringer Athleten nach Tokyo“.
Bereits das 13. Mal bildete die Thüringer Sporthilfe einen Förderkreis in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele/ Paralympics. Im Jahr 1995 wurden durch den damaligen Förderverein Thüringer Sporthilfe e.V. 25 Thüringer Athleten in den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Atlanta“ berufen. Im Jahr der Gründung der Stiftung 1997 berief der neu gewählte Vorstand in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele/Paralympics im japanischen Nagano 60 Athleten in den Förderkreis. Es folgten jeweils im Zwei-Jahresrhythmus die weiteren Förderkreise.

Insgesamt hat die Stiftung Thüringer Sporthilfe bisher rund 500 Thüringer Athleten mit einer Gesamtsumme von rund 700 T€ in Vorbereitung auf Olympische Spiele/ Paralympics gefördert. Auswahlkriterien für die Aufnahme in den Förderkreis sind die Zugehörigkeit zu einem aktuellen Kaderkreis des Spitzenfachverbandes, die Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften und Weltcups des vergangenen Sommers und natürlich die berechtigte Chance auf eine Teilnahme an den Spielen. Auf dieser Basis nahmen Rolf Beilschmidt, 2. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe, Martina Reinhardt als Vertreterin des Thüringer Sportministers und Lutz Rösner, Vizepräsident des LSB Thüringen die feierliche Berufung des 32 Athleten umfassenden Förderkreises „Thüringer Athleten nach Tokyo“ vor. In diesem sind erstmals eine Boulderin, zwei Karateka und ein Turner vertreten.

Die Förderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe erfolgt in Gemeinsamkeit und Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Thüringen, dem LSB Thüringen und den Landes- und Spitzenfachverbänden und soll optimale Bedingungen zur Vorbereitung auf Tokyo 2020 schaffen. Im Rahmen des Förderkreises “Thüringer Athleten nach Tokyo” werden u.a. gefördert: 

- Aufwendungen für die Teilnahme an Lehrgängen und Wettkämpfen
- Aufwendungen für zusätzliche Lehrgänge außerhalb der Planung des Spitzenverbandes; 
- Unterstützung im sozialen Umfeld des Athleten (Verdienstausfallerstattung)
- Anschaffung von Sportgeräten und -materialien

Die Namen der Sportler des Förderkreises finden Sie hier.

Thüringer Sportler des Jahres 2018 gesucht!

Die 28. Thüriner Sportlerumfrage ist gestartet. Nach der Nominierung von je acht Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften für die Wahl durch die neunköpfige Jury können ab sofort alle Sportinteressierten können ihre Thüringer Sportler des Jahres 2018 wählen. Der Landessportbund Thüringen, der Thüringer Sportjournalistenclub und die Stiftung Thüringer Sporthilfe freuen sich auf eine spannende Abstimmung mit einem interessanten Mix von Kandidaten verschiedenster, erstmals nominierter, Sportarten – von Schach bis Target. Die Sportlerumfrage läuft bis zum 6. Dezember 2018, die Bekanntgabe erfolgt am 19. Dezember, die Ehrung am 6. April 2019 beim Ball des Thüringer Sports.

Über 60 Namen standen als mögliche Kandidaten zur Diskussion. Die Expertenjury hatte eine große Auswahl erfolgreicher Thüringer Sportler aus den verschiedensten Sportarten und Leistungsklassen. „In der diesjährigen Kandidatenliste ist die Vielfalt des Thüringer Sports so intensiv abgebildet wie nie zuvor. Ich hoffe auf eine große Beteiligung bei der Wahl“, erklärt der 1. Vorsitzende der Stiftung Thüringer Sporthilfe und Jurymitglied, Dr. Kuno Schmidt. Dem pflichtete auch der Biathlon-Bundestrainer Schießen, Gerald Hönig bei: „In der Vorbereitung auf die Jurysitzung hat mich beeindruckt, wie breit aufgestellt Thüringen momentan aus sportlicher Sicht ist. Der Sommersport hat in den letzten Jahren auf das Wintersportland Thüringen extrem aufgeholt. Das motiviert, um im Wintersport die Zügel wieder mehr anzuziehen“, so Hönig. Diese große Auswahl machte es der neunköpfigen Jury in diesem Jahr extrem schwer, sich auf acht Kandidaten pro Kategorie festzulegen. Erstmals in der Geschichte waren drei Wahldurchgänge, davon zwei per Stichwahl, notwendig, bis das finale Ergebnis der Kandidatenliste feststand.

Im Vorfeld der Jurysitzung war zudem zum ersten Mal die Öffentlichkeit aufgefordert, Vorschläge einzureichen. Manche davon standen zuvor überhaupt nicht im Fokus. So ist unter anderem die Nominierung der Keglerinnen des SV Pöllwitz, vorgeschlagen im Vorfeld durch Thüringer Sportfans, als kleine Überraschung zu werten. „Es hätte vor der Jurysitzung sicher niemand gedacht, dass es der SV Pöllwitz trotz des tollen Erfolgs, des Aufstieges in die 1. Bundesliga auf die Nominiertenliste zur Wahl der Thüringer Mannschaft des Jahres schafft. Umso toller ist dieses Ergebnis. Es zeigt, dass es die richtige Idee war, die Thüringer Sportfans vorab erstmals mit in die Aufstellung der Kandidatenliste einzubeziehen“, freut sich der Hauptgeschäftsführer des LSB Thüringen, Rolf Beilschmidt. „Es war auch in diesem Jahr nicht einfach, die richtige Auswahl an Kandidaten zu treffen. Ich denke, wir haben die richtige Mischung gefunden. Alle Sportler, die nun auf der Liste stehen, haben es verdient, möglichst viele Stimmen der Sportfans zu erhalten. Ich freue mich schon jetzt auf das Endergebnis der Wahl“, blickt Rennrodel-Olympiasiegerin Silke Kraushaar-Pielach gespannt dem Abstimmungsende am 6. Dezember und der Bekanntgabe am 19. Dezember entgegen.

Zur Wahl stehen mit der zweifachen Weltmeisterin im Bahnrad und Sportlerin der Herzen, Kristina Vogel (RSC Turbine Erfurt) sowie den Olympiadritten im Rennrodeln Toni Eggert/ Sascha Benecken, auch zwei Gewinner des letzten Jahres. Erwartet wird in den sechs Wahlwochen ein heißer Kampf um die Stimmen. In das Wahlergebnis fließen zudem die Stimmen der Thüringer Sportjournalisten und der Sportgremien als Votum ein. Die Mitglieder der prominent besetzten Jury haben den Boden bereitet – die beteiligten Partner hoffen nun auf eine starke Umfragebeteiligung der Thüringer, um den Athleten die entsprechende Wertschätzung zu zeigen. Bis zum 6. Dezember 2018 kann jeder abstimmen – im Internet auf den Seiten des „Ball des Thüringer Sports“ unter www.ball-des-thueringer-sports.de sowie mit den gewohnten Stimmkarten, die im Haus des Thüringer Sports, bei den regionalen Kreis- und Stadtsportbünden sowie in den Annahmestellen von Lotto Thüringen erhältlich sind. Unter allen Umfrageteilnehmern werden tolle Preise verlost – von Tickets für die Rodel-EM, VIP-Eintrittskarten für ein Champions-League-Spiel des Thüringer HC sowie Heimspiele der TecArt Black Dragons Erfurt und von Schwarz-Weiß Erfurt bis zu Konzertkarten für André Rieu sowie die Gymmotion in der Messe Erfurt und Eintrittskarten für das größte Thüringer Ballereignis oder zwei Übernachtungen für zwei Personen im Sporthotel Oberhof.

Die Sieger der Sportlerumfrage 2018 werden am 6. April beim Ball des Thüringer Sports 2019 in Erfurt gekürt. Tickets für das größte Thüringer Ballereignis können bereits online bestellt werden.

Der Jury 2018 gehörten an:
Ehemalige Sportler/Trainer
Silke Kraushaar-Pielach (Olympiasiegerin im Rennrodeln)
Sebastian Lang (EM-Bronze, siebenmaliger Teilnehmer Tour de France –Träger des Bergtrikots) 
Gerald Hönig (Biathlon-Bundestrainer Schießen)

Vertreter des Thüringer Sportjournalistenclubs:
Marco Alles (Thüringer Allgemeine) 
Axel Eger (Thüringer Allgemeine)
Thomas Sprafke (Freies Wort)

Vertreter des Sports:
Dr. Kuno Schmidt (1. Vorsitzender Stiftung Thüringer Sporthilfe)
Rolf Beilschmidt (Hauptgeschäftsführer Landessportbund Thüringen)
Dr. Bernd Neudert (Leiter Olympiastützpunkt Thüringen) 

Kuratoriumssitzung 2018

Die Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle in Erfurt in diesem Jahr Gastgeber der turnusmäßigen Sitzung des Kuratoriums der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Vor Tagungsbeginn erhielten die Kuratoren eine exklusive Führung durch die Halle.

Unter Leitung des Kuratoriumsvorsitzenden Helmut Holter nahm das Kuratorium danach u.a. die Berichte des Vorstandes, der beratenden Steuerkanzlei zum Jahresabschluss 2017 und den aktuellen Stand der Finanzen für 2018 entgegen. Zugleich wurden mit
Marie-Christin Hebs, Inhaberin Appareo ambulanter Pflegedienst, 
Dr. Jana Leidenfrost JL Psychologisches Mentoring und Internationale Führungskräfteentwicklung,
Dr. Reinhard Böber Geschäftsführer GLATT INGENIEURTECHNIK GMBH, 
Jens Ross,
Klaus Berka und 
Karl-Heinz Grüber Geschäftsführer teuto BAUELEMENTE GmbH sechs neue Kuratoren aufgenommen. Damit umfasst das höchste Gremium der Stiftung jetzt 80 Kuratoren.

Viertes Thüringer Sporthilfe Benefiz-Golfturnier

Die Stiftung Thüringer Sporthilfe veranstaltete ihr viertes Thüringer Sporthilfe-Benefiz-Golfturnier und war dabei auf dem vierten Golfplatz. Nach den erfolgreichen ersten drei Auflagen im Thüringer Golfclub „Drei Gleichen“ in Mühlberg, im Golfclub Erfurt in Schaderode, im Golfclub Eisenach im Wartburgkreis war der Gastgeber des diesjährigen Benefiz-Turniers der Golfclub Gera.

An Samstag startete das Benefiz-Golfturnier im Golfpark Burkersdorf bei Gera. Traditionell ginge aktive und ehemalige Spitzensportler und –trainer gemeinsam insgesamt 68 Golfspielern zusammen auf die Golfrunde. Trotz einiger kurzfristiger Absagen von ehemaligen Sportlern war es eine Rekordbeteiligung für das Benefiz-Golfturnier. Rennrodel-Olympiasiegerin Silke Kraushaar-Pielach stellte sich trotz einer Zehverletzung ebenso in den Dienst der guten Sache wie Boblegende Wolfgang Hoppe, Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich, Biathlontrainer Gerald Hönig, Handballtrainer Dago Leukefeld und seine Frau Beatrix Leukefeld, die unter ihrem Mädchennamen Mosert erfolgreich für Erfurt Handball spielte. 

Und es gab einen neuen Rekorderlös des Thüringer Sporthilfe Benefiz-Golfturnier zu vermelden. 4.901 € erspielte das Turnier zugunsten der Nachwuchsförderung der Stiftung. Es großes Dankeschön dafür an alle Golfer, den Golfclub Gera mit seinem Präsidenten Roland Maier und dem Team um Geschäftsführerin Petra Dienel und unsere Sponsoren.

Mit freundlicher Unterstützung unserer Partner:

Bauerfeind AG
Die Thüringer
Jugendberufsförderung Erfurt gGmbH
KAMA
Neumann-Bauelemente
NT AG
SparkassenVersicherung

Trainerförderung 2018

Nach dem historischen Luthersaal des Augustinerklosters in Erfurt, dem Schloss Friedenstein in Gotha, dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, dem Schillermuseum Weimar und der Leuchtenburg bei Kahla, bot diesmal das Panoramamuseum Bad Frankenhausen mit dem Monumentalbild von Werner Tübke, die Kulisse für die Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Vorfeld der Ehrung gab es für die erfolgreichen Nachwuchstrainer einen Einblick in die Entstehung, Umsetzung und die Darstellung dieses einmaligen Meisterwerkes.

Seit 2012 hat die Stiftung mit der Trainerförderung ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema auch in ihrer Förderrichtlinie/Satzung und einer eigenen Veranstaltung nur für Trainer verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung zehn Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.
Thüringen Sportministers und zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Helmut Holter sprach in seinem Grußwort den Trainern seinen Dank aus: „Wir würdigen mit dieser Ehrung ihre Leistungen und sagen damit einerseits Danke, für all Ihren Einsatz bei Wind und Wetter. Andererseits ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Wertschätzung des Trainerberufes in der öf-fentlichen Wahrnehmung zu stärken. Der Thüringer Landesregierung ist die besondere Bedeutung von Trainern und Betreuern durchaus bewusst. Aus diesem Grund haben wir die dauerhafte Sicherung der Förderung von Landes- und Stützpunkttrainern im Landeshaushalt fest verankert.“ Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehe-maligen und aktiven Athleten oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Er ist die wichtigste Bezugsperson für den Athleten und sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Er-folge, als auch oft als Trostspender im Einsatz.

Seit Gründung der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt. Bisher wurden 54 Thüringer Nachwuchstrainer mit der Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe geehrt.

Folgende Nachwuchstrainer wurden geehrt:

Boxen Thomas Elke – Honorartrainer Thüringer Box-Verband
Laudator: Lutz Seidenstücker, Vizepräsident Thüringer Boxverband

Eisschnelllauf Evelyne Preidel – Honorartrainerin TERV, Lehrerin Sportgymnasium Erfurt
Laudatorin: Gabi Fuß, Trainerin TERV und ebenfalls geförderte Trainerin der TSH

Nordische Kombination Werner Leipold – Stützpunkttrainer Oberhof
Laudatoren: Emilia Görlich/Hannes Gehring, Athleten

Gewichtheben Peter Heuer Vereinstrainer Breitunger SV
Laudator: Marcel Schwarz, Athlet

Karate Christian Baar – Vereinstrainer Musashi Weimar
Laudator: André Beck, Trainerkollege

Radsport Steffen Uslar – Trainer LLZ Erfurt U17/19 Weiblich Ausdauer
Laudatoren: Lena-Charlotte Reißner/ Fredricke Stern, Athleten

Rennrodeln Constanze Fröhlich – Vereinstrainerin RC Ilmenau
Laudator: Bernd Roßmann, Vizepräsident RC Ilmenau

Skisprung/Nordische Kombination Dirk Voss – Trainer TLZ Zella-Mehlis
Laudatorin: Anna Fay Scharfenberg, Athletin

Tischtennis Frank Schulz – Landestrainer Thüringer Tischtennis-Verband
Laudator: Ingolf Gläser, Spezialsportlehrer Sportgymnasium Erfurt

Fußball Janne Mlinarksy – Honorartrainerin TFV/FF USV Jena (nicht anwesend)

Boulderin Alma Bestvater wird Markenbotschafterin Thüringens

Thüringen führt Marketingkooperation im Sport fort

Die Boulderin Alma Bestvater (22) wird zur Markenbotschafterin Thüringens. Damit führt die derzeit beste deutsche Boulderin die Marketingkooperation des Freistaates Thüringen mit der Stiftung Thüringer Sporthilfe fort, die im Mai 2017 beschlossen und mit dem Thüringer Bahnrad-Sprintteam gestartet wurde. „Mit der Kooperation wollen wir junge aufstrebende Sportler zu offiziellen Botschaftern Thüringens machen. Damit tragen wir nicht nur zum positiven Image Thüringens bei, sondern unterstreichen die Bedeutung des Sports für den Freistaat“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.

„Nach der Kooperation in den Bereichen Sommer- und Wintersport fiel die Wahl nun bewusst auf Alma Bestvater, die als Trendsportlerin und gebürtige Weimarerin insbesondere die junge Zielgruppe für Thüringen begeistern kann“, führt Tiefensee fort. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Alma Bestvater für zwei Jahre, im Gegenzug wirbt die Sportlerin für den Freistaat Thüringen, u.a. mit entsprechender Werbung auf der Kleidung oder in den sozialen Medien. „So tragen die Markenbotschafter zur medialen Präsenz des Landes und dessen positivem Image bei. Es profitieren sowohl die Sportler als auch der Freistaat“, betont Tiefensee weiter. 

Um den Sport zielgerichtet unterstützen zu können, kooperiert das Land mit der Stiftung Thüringer Sporthilfe, die bei der Auswahl der Sportler unterstützt. „Zusätzlich zu der bereits erfolgreich laufenden Kooperation im Winter- und dem Sommersport freuen wir uns nun über das Engagement des Wirtschaftsministeriums in einer neuen olympischen Disziplin. Das ist ein ergänzender Baustein in der Gesamtförderung für die Thüringer Sportler, die auch durch den LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände maßgeblich mit getragen wird“, ergänzt Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe.

Alma Bestvater aus Weimar ist derzeit die beste deutsche Boulderin. Im Weltcup-Gesamtranking belegte sie 2017 den 14. Platz, bei den Deutschen Meisterschaften hat sie sich im Juni den Titel erklettert. Alma Bestvater ist 1996 geboren und klettert seit sie 10 Jahre alt ist. Sie wohnt in Weimar, studiert in Jena. Die Marketingkooperation unter dem Titel „Sportler als Markenbotschafter“ ist Teil des Thüringer Landesmarketings und ergänzt die bisherigen Aktivitäten zur Vermarktung des Landes. In diesem Programm laufen bereits Kooperationen mit dem Sprintteam Thüringen (Bahnrad), Patrick Beckert (Eisschnelllauf) und Thomas Röhler (Speerwurf).

http://www.das-ist-thueringen.de

Nachwuchsförderung Wintersport 2018

Ehrung der erfolgreichen Thüringer Nachwuchssportler bei GLATT Ingenieurtechnik in Weimar

Sport und Wirtschaft unter diesem Motto stand einmal mehr die Ehrungsveranstaltung der Stiftung Thüringer Sporthilfe für die erfolgreichen Nachwuchssportler/innen in den Wintersportdisziplinen. Die GLATT Ingenieurtechnik GmbH war in diesem Jahr Gastgeber für die Nachwuchsförderung der Stiftung. Der Globalplayer im Bereich der Verfahrenstechnik gab dabei der Wintersportnachwuchselite des Freistaates einen Einblick in die breite Palette der Forschung und Produktion des mittelständischen Unternehmens, das weltweit tätig ist und zeigte zugleich den einen oder anderen Ausbildungsberuf auf, der auch für Sportler von Interesse sein kann.

Anschließend erhielten insgesamt 46 Sportlerinnen und Sportler der Wintersportarten Biathlon, Bob, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Nordische Kombination, Rennschlitten, Skeleton, Skilanglauf und Skisprung aus den Händen des 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, und dem Thüringer Sportminister, Helmut Holter, eine Individualförderung von insgesamt knapp 26.000 € überreicht.

„Im Sport zählt immer die Leistung, genauso wie in der Wirtschaft. Im Sport gehört natürlich das sportliche Talent dazu. Aber ohne eisernem Willen und Ehrgeiz, Disziplin und Fleiß nützt einem auch das beste Talent nichts, dies gilt im Sport wie in der Wirtschaft“ gab Dr. Kuno Schmidt in seiner Begrüßung den Nachwuchsportlern mit auf den Weg.

Die den Nachwuchssportler/innen übergebene Individualförderung soll auf der einen Seite nicht nur eine ideelle Anerkennung für die erbrachten Leistungen und weitere Motivation darstellen, sondern zum anderen auch einen kleinen Teil dessen kompensieren, was die Sportler, ihre Elternhäuser, die Vereine und Verbände Jahr für Jahr in das leistungssportliche Training und die Wettkämpfe investieren. Als Beispiel sei hier angeführt, dass ein Nordisch Kombinierer pro Jahr im Schnitt sechs bis acht Paar Langlaufski, drei Paar Sprungski, inzwischen durch die jährlichen Regeländerungen drei bis sechs neue Sprunganzüge, Wachs, Skistöcke, Laufanzüge, Skiroller etc. benötigt, dazu teilweise Kosten für Lehrgänge oder Wettkämpfe anteilig tragen muss, so kommen schnell vierstellige Summen zusammen.

Vier Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen und elf TOP-10-Platzierungen stehen bei JWM/ JEM und neun Medaillen bei den anderen internationalen Wettbewerben wie Viking-Race oder Alpencup (OPA-Games) auf der Habenseite. Juniorenweltmeister wurden Rennrodler Max Langenhan, Lisa Lohmann mit der Skilanglaufstaffel und Justin Lisso mit der Skisprung-Mannschaft. Vizejuniorenweltmeister sind im Rennrodeln David Nößler im Einzel und Hannes Orlamünder und Paul Gubitz als Doppelsitzer. Dazu kommen weitere Medaillen durch Paul-Lukas Heider und Moritz Bollmann ebenfalls im Rennrodeln. Insgesamt nahmen 19 Nachwuchsathleten bei einer JWM oder JEM in der vergangenen Saison teil.

1994, unter der Regie des damaligen Fördervereins „Thüringer Sporthilfe e.V.“, konnten die ersten NachwuchssportlerInnen eine Förderung in Empfang nehmen. In den 21 Jahren seit Bestehen der Stiftung wurden mehr als drei Millionen Euro an Förderung in Thüringer Nachwuchs- und Spitzensportler investiert, davon 1,45 Mio Euro in die Nachwuchsförderung, dies waren zugleich 3.400 Individualförderungen für Nachwuchsathleten.

Ball des Thüringer Sports 2018

1.100 Gäste - Olympiasieger, Welt- und Europameister, Aufsteiger und Ehrenamtliche - feiern gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Medien

Bereits zum sechsten Mal veranstalteten Stiftung Thüringer Sporthilfe und Landessportbund Thüringen den Ball des Thüringer Sports. In der mit rund 1.100 Gästen ausverkauften Erfurter Messehalle standen Ehrung der Thüringer Sportler, Aufsteiger und Ehrenamtlichen des Jahres im Mittelpunkt des Ballabends. Ein bisschen Olympia zog gleich zum Auftakt in den festlich dekorierten Ballsaal. Rennrodler Sascha Benecken zeigte mit seinem Olympiasong „Adrenalin“ aus Südkorea, dass er nicht nur ein erfolgreicher Sportler, sondern auch musikalisch begabt ist.
Im Anschluss gaben die Moderatoren Franziska Schenk und Peter Rüberg die Bühne frei für den Erfurter Weltklasse-Turner Nils Dunkel, der seine WM-Kür am Pauschenpferd präsentierte. Und ihn sah man dann wenig später wieder auf der Bühne stehen.

Aufsteiger des Jahres geehrt

Diesmal gemeinsam mit der Radsprinterin Pauline Grabosch, die beide als Aufsteiger des Jahres geehrt wurden.
Traditionell erst am Abend werden die Namen der Preisträger bekannt gegeben. Die Förderpreise als Aufsteiger der Saison 2017/2018 für nahtlose Anschlussleistungen im Erwachsenenbereich erhielten beide aus den Händen von Dr. Kuno Schmidt, dem 1. Vorsitzenden der Stiftung, dem LSB-Vizepräsidenten Prof. Dr. Stefan Hügel und dem Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt GmbH, Peter Zaiß (Pauline Grabosch) bzw. DKB-Unternehmensvertreterin Simone Wiegand (Nils Dunkel), die diese Preise stifteten. „Die Namen und Gesichter der Aufsteiger des Jahres oder von Thüringer Juniorenweltmeistern kennen nur die wenigsten. Mit Blick auf die lange Liste der Aufsteiger wird einem bewusst, dass eine Vielzahl der vormals Geehrten später Olympiasieger und Weltmeister wurden. Das hoffen wir auch für die diesjährigen Preisträger“, so Dr. Kuno Schmidt.

Höhepunkt des Abends war dann die Ehrung der Thüringer Sportler des Jahres 2017

 Im Dezember 2017 stand das Ergebnis der Wahl fest, nun erfolgte beim Ball die öffentliche Ehrung. 5.000 Wähler hatten abgestimmt - gemeinsam übergeben werden die Trophäen von den Veranstaltern der Umfrage - dem Landessportbund, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Sportjournalistenclub. Zum fünften Mal hat die mehrfache Welt- und Europameisterin im Radsprint, Kristina Vogel (RSC Turbine Erfurt/ TeamErdgas.2012), die meisten Stimmen mit 40,6 Prozent bei den Frauen abgeräumt. Anwesend sind auch die weiteren Platzierten: Rennrodlerin Tatjana Hüfner (RC Blankenburg), die als zweifache Weltmeisterin 21,1 Prozent der Stimmen erhielt und Beachvolleyballerin Julia Großner vom SWE Volley-Team, Europameisterin 2017 (12,0 Prozent) als Dritte.

Ebenfalls einen Start-Ziel-Sieg landete Marcel Kittel mit seinen fünf Etappensiegen bei der Tour de France 2017 – für ihn ist es der dritte Wahlgewinn (RSV Adler Arnstadt/ Quick Step-Floors). Der Radprofi holte mit 25,9 Prozent die meisten Stimmen. Abgesagt hat der Zweitplatzierte Erik Lesser (Biathlon/ SV Eintracht Frankenhain), der per Video Grüße aus dem Urlaub übermittelt. Der drittplatzierte Speerwerfer Thomas Röhler vom LC Jena (20,5 Prozent) wird persönlich auf der Ballbühne erscheinen.

Den Kristallpokal für die „Thüringer Mannschaft des Jahres 2017“ erhält als Premiere das Rennrodel-Doppel Toni Eggert und Sascha Benecken, das mit zwei WM-Titeln und dem Sieg im Gesamtweltcup die Wähler beeindruckte (25,6 Prozent). Anschließend nahmen stellvertretend die Kapitänin Kerstin Wohlbold und die verletzte Anne Hubinger vom Thüringer HC, Titelverteidiger und Deutscher Vize-Meister (21,2 Prozent) den Pokal für den zweiten Platz entgegen, da die Mannschaft zeitgleich noch ein Bundesligaspiel bestritt. Mariama Jamanka, frischgebackene Olympiasiegerin, kam vor ihrem grandiosem Erfolg in Südkorea auf den dritten Platz der Thüringer Sportlerwahl 2017 als Europameisterin, Teamweltmeisterin und WM-Vierte (14,4 Prozent). 

Weiterer Kristallpokal an Thüringer Behindertensportlerin

Die Behindertensportlerin des Jahres 2017 wurde von einer Fachjury mit Vertretern des LSB, des Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes, Special Olympics Thüringen und dem Gehörlosen-Sportverband Thüringen gewählt. Diesmal tritt Melanie Göpfert vom SV Schleusingen 90 ins Rampenlicht. Die 27-jährige geistig behinderte Skilangläuferin hat bei den Weltspielen 2017 im Freestyle in der Leistungsgruppe 1 über 7,5 und 10 Kilometer den zweiten und ersten Platz belegt.

Thüringer Ehrenamtliche im Rampenlicht

Der Ball ist ein höchst feierlicher Rahmen, um auch die Leistungen des Ehrenamtes einmal beispielhaft für das so vielfältige Engagement im Thüringer Sport in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Thüringer Trainer des Jahres wurde René Richter. In der Taekwondo-Abteilung des TuS Osterburg Weida ist er nicht nur Trainer, sondern steht seit 2015 wieder an der Spitze des Landesverbandes.

Den Pokal als Kampfrichter des Jahres 2017 erhielt Gerhard Köhler - seit über 50 Jahren ein absoluter Experte rund um den Biathlon. Als Rentner ist er noch immer als Kampfrichter-Referent im Thüringer Skiverband aktiv. Der heute 66-Jährige vom SV Eintracht Frankenhain ist auch international als Kampfrichter anerkannt. Darauf verweisen auch die Nominierungen der Internationalen Biathlon Union (IBU) für zahlreiche Weltcups sowie die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und 2010 in Vancouver. Doch Köhler war und ist nicht „nur“ Kampfrichter von internationalem Format, auch als Wettkampfchef des Oberhofer Weltcups und der Biathlon-WM 2004 war er viele Jahre unentbehrlich.

Der Titel als Sportorganisator des Jahres 2017 ging an den RSV Blau-Weiß Gera für die Organisation der Geraer Rollsporttage im Ufer-Elster-Park. Für drei Tage dreht sich dann in Gera alles um Speedskating – seit 1991 mit Gründung des Vereins. So steht 2018 bereits die 28. Auflage an. Dann werden wieder 500 internationale Spitzensportler im Europacup starten und gemeinsam mit den über 100 Geraer Speedskatern um Medaillen kämpfen. T

ränen der Wehmut gab es kurz bei der sportlichen Verabschiedung von Judith Dannhauer, René Enders und Tim Tscharnke fließen. Eisschnellläuferin Dannhauer (ESC Erfurt) hat sich nach der Teilnahme an ihren vierten Olympischen Spielen in Pyeongchang entschieden, ihre Karriere zu beenden. Die 35-Jährige gab 2003 ihr Debüt im Weltcup, es folgten drei Siege und insgesamt 18 Medaillen. Nun will sie sich auf ihre kleine Familie und den Beruf im Polizeidienst konzentrieren.

Zweifacher Weltmeister, zweifacher Europameister, zwei Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen und Weltrekord im Teamsprint – die Bilanz von Bahnradsportler René Enders ist beeindruckend. Auch der Titel als „schnellster Anfahrer der Welt“ gehört dem 31-Jährigen vom RSC Turbine Erfurt. Nur das ersehnte Olympiagold fehlt in seiner Sammlung. Auch bei ihm steht nun Familie und Polizeidienst im Mittelpunkt. G

enau wie bei Skilangläufer Tim Tscharnke (SV Biberau), dessen sportliche Karriere von Höhen und Tiefen gekennzeichnet war. Auf die spektakuläre Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2010 im Teamsprint gemeinsam mit Axel Teichmann folgte 2014 in Sotschi die Enttäuschung. Wegen eines Sturzes kurz vor dem Ziel verlor Tscharnke die sichere Medaille. Platz vier bei der WM 2015 war sein letztes internationales Ergebnis. Es folgten immer wieder gesundheitliche Probleme. Heute studiert der 29-Jährige Medizin.

Abgerundet wurde der Ball mit einem Buffet, dass u.a. Erdbeergelee mit Balsamico, Kalbsbrust mit Liebstöckel, Tom Kha Ghai oder gebratene Garnelen bot. Im Foyer der Messehalle gab es diverse Mitmach-Angebote von Fußball-Dart über Torwand- und Biathlon-Laserschießen bis zum Golfabschlag. Ebenso bot das Ball-Programm wieder für jeden Geschmack etwas zu bieten: von der poetischen Olympia-Inszenierung der Tanz- und Akrobatikgruppe „Circus-Gaudimus“ vom Goethegymnasium in Weimar an den Ringen mit goldenem Sternenregen über die sprunggewaltigen Artisten der Tramphouse Wall und ihrer Trampolin-Performance an einer arrangierten „Hausfassade“ bis zur Showband AnnRed im XXL Format, die die Ballgäste bis tief in die Nacht tanzen lies. Den Abschluss bildete traditionell das Gewinnspiel zugunsten der Thüringer Nachwuchssportler, das einen guten Erlös einbrachte.

Förderung Monat März 2018 - Klimatrainingslager Bordeaux

Während in Deutschland weit verbreitet Minusgrade & Schnee über Ostern herrschten, konnte sich Konrad Komischke, Bogenschütze & B-Kader, zehn Tage in Bordeaux optimal auf die bevorstehende Freiluftsaison vorbereiten. Bei milden Temperaturen um die 20 Grad & Sonnenschein fällt die Umstellung von der 18 m-Hallendistanz auf die 70 m-Freiluftdistanz deutlich leichter. Durch die deutlich größere Beliebtheit des Bogenschießens in unserem Nachbarland Frankreich und dem französischen Leistungszentrum „C.R.E.P.E.S.“ in Bordeaux absolvierte Konrad gewinnbringende Einheiten und baute gute Grundlagen auf. Er konnte aber auch feststellen, dass die Franzosen teilweise etwas anders trainieren als er selber. Diese neuen Eindrücke wird der Bogenschütze in sein Heimtraining in Berlin einbauen & beim nächsten Besuch in der Thüringer Heimat Jena ebenfalls der ehemaligen Trainingsgruppe Bogen von Herrn Jabin vorstellen.

Etwas Zeit für die französische Kultur blieb zum Glück auch. Ein Besuch der Innenstadt Bordeauxs ist immer empfehlenswert. Sie blüht seit einiger Zeit sehr auf & erfreut sich neuer großer Beliebtheit. Vorenthalten sollte man aber auch niemanden die angrenzende Atlantikküste mit ihrer 105 m hohen Düne „Dune de Pilat“ oder das „Cap Ferret“. Die Urgewalt der Natur mit bis zu fünf Meter hohen Wellen erfuhr der Wahlberliner, aber bei etwas kalter Wassertemperatur von ca. 15 Grad.

Nicht nur die Sommersaison naht, neben dem Sport beginnt für den Studenten uch das Sommersemester an der TU Berlin. Dort studiere er seit dem letzten Semester Maschinenbau studiere, nachdem er das Abitur am Sportgymnasium Jena 2017 ablegte. Dank einer Kooperation zwischen der TU & dem OSP Berlin, kann man dort ohne weiteres Sport & Studium verknüpfen. "Ich fühle mich gut vorbereitet für den Einstieg in meine erste Sommersaison bei den Männern, mit hoffentlich einem Einsatz bei den Weltcups oder der EM, auch wenn die deutsche Konkurrenz natürlich nicht schläft. Definitiv werde ich in der 2. Liga der Europacups an den Start gehen" sagte der Deutsche Juniorenmeister im Team. "Nach der vergangenen Hallensaison mit dem 3. Platz bei der Hallen-DM blicke ich optimistisch in die Zukunft & arbeite Tag für Tag auf mein großes Ziel der Olympischen Spiele 2020 in Tokio oder 2024 wieder im französischem Paris."
Die Thüringer Sporthilfe unterstützte das Trainingslager und auch weitere Wettkampfmaßnahmen im Rahmen der Anschlusskaderförderung.

Olympische Winterspiele in PyeongChang

Die Olympischen Winterspiele in PyeongChang sind Geschichte. Die Stiftung Thüringer Sporthilfe gratuliert den Thüringer Teilnehmern und der Deutschen Olympiamannschaft - dem TEAM DEUTSCHLAND zu ihrer hervorragenden Ergebnissen. Der Thüringer Ministerpräsident und der Thüringer Sport empfingen, die erfolgreichen Thüringer Olympiateilnehmer, ihre Trainer, Betreuer und Techniker in Oberhof (siehe Foto) und würdigten damit das tolle Abschneiden in Südkorea.

Bundesverdienstkreuz an Dr. Kuno Schmidt verliehen

Heute wurde dem 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Auszeichnung nahm die stellv. Ministerpräsidentin und Thüringer Finanzministerin Heike Taubert im Auftrag des Bundespräsidenten in der Staatskanzlei vor. In ihrer Würdigung hob Frau Taubert das ehrenamtliche Wirken von Dr. Schmidt seit mehr als 20 Jahren in und für die Stiftung hervor.

14 Sporlter aus dem Förderkreis "Thüringer Athleten nach PyeongChang" für die Olympischen Winterspiele nominiert.

Unter den 153 Athletinnen und Athleten, die der Deutsche Olympische Sportbund für die Olympischen Winterspiele in PyeongChang nominierte, sind insgesamt 14 Athleten mit einem Startrecht für einen Thüringer Sportverein, die in Vorbereitung auf Olympia dabei im Förderkreis „Thüringer Athleten nach PyeongChang“ durch die Stiftung gefördert wurden.

Biathlon: Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain)

Bob: Mariama Jamanka (BRC Thüringen/Pilotin), Alexander Rödiger (BRC Thüringen), Lisette Thöne (ESC Erfurt)

Eisschnelllauf: Patrick Beckert (ESC Erfurt), Judith Dannhauer (ESC Erfurt)

Rennrodeln: Sascha Benecken (RT Suhl), Dajana Eitberger (RC Ilmenau), Andi Langenhan (RRC Zella-Mehlis), Johannes Ludwig (BSR Oberhof).

Skeleton: Christopher Grotheer (BRC Thüringen)

Skilanglauf: Thomas Bing (Rhöner WSV), Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis)

Skisprung: Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla)

Mit Bobpilotin Mariama Jamanka, den Rennrodlern Dajana Eitberger und Johannes Ludwig, Skeletoni Christopher Grotheer, Skilangläuferin Victoria Carl und Skispringerin Juliane Seyfarth gehen sechs Sportler erstmals bei Olympia an den Start.

Dazu kommen weitere fünf Athleten, die in Thüringen ihre sportliche Heimat haben und hier an den Stützpunkten trainieren:

Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld), Benedikt Doll (SZ Breitnau) - beide Biathlon;
Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) - Bob; 
Toni Eggert (BRC Ilsenburg), Tatjana Hüfner (RC Blankenburg) - beide Rennrodeln.

Wir wünschen den Nominierten eine optimale Vorbereitung und viel Erfolg in Südkorea.

Thüringer Sportler des Jahres 2017

Kristina Vogel, Marcel Kittel und das Rennrodel-Doppel Eggert/Benecken sind Thüringer Sportler des Jahres 2017

Einen klaren Sieg gab es bei den Sportlerinnen, spannender war es dagegen bei den Sportlern und Mannschaften. Zum fünften Mal hat die Olympiasiegerin Kristina Vogel die Wahl zur Thüringer Sportlerin des Jahres gewonnen. Mit Marcel Kittel "sprintete" der Sprintkönig der Tour de France mit seinen fünf Etappensiegen auf Platz eins, sein dritter Sieg bei der Wahl zum Thüringer Sportler des Jahres. Erstmals können sich die Doppelsitzer-Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Toni Eggert und Sascha Benecken als Thüringer Mannschaft des Jahres feiern lassen.
Die drei Erstplatzierten jeder Kategorie werden am 14. April 2018 beim „Ball des Thüringer Sports“ in der Messe Erfurt geehrt.
Rund 5.000 Teilnehmer, damit deutlich weniger als im Vorjahr (8.000), beteiligten sich an der Publikumsumfrage der gemeinsamen Wahl von Stiftung Thüringer Sporthilfe, Landessportbund Thüringen und dem Thüringer Sportjournalisten-Club. Das Votum Sportjournalisten (40 %) sowie von Sportgremien (Präsidien und Vorstände der Sportfachverbände sowie Kreis- und Stadtsportbünde und des Vorstandes der Stiftung Thüringer Sporthilfe) ging analog der Publikumswahl mit je 30 % in die Gesamtwertung ein.

Am deutlichsten fiel dabei der Sieg von Kristina Vogel (RSC Turbine Erfurt), der Thüringer Sportlerin des Jahres 2017, aus. 40,6 Prozent der Stimmen entfielen auf die nun neunfache Weltmeisterin im Radsport. Mit dem Gewinn des Kristallpokals zog die 27-Jährige in der Statistik der Thüringer Sportlerwahl gleich mit Publikumsliebling Andrea Henkel. Die Biathletin gewann die Abstimmung ebenfalls fünf Mal und muss sich nun die Position der Spitzenreiterin teilen. Vogel gewann die Wahl vor Rennrodlerin Tatjana Hüfner (BRC Friedrichroda/ RC Blankenburg), die als zweifache Weltmeisterin 21,1 Prozent der Stimmen erhielt. Beachvolleyballerin Julia Großner vom SWE Volley-Team, Europameisterin 2017, landete bei ihrer Premiere als Wahl-Kandidatin auf dem dritten Rang der Umfrage (12,0 Prozent).

Der 1.570 Gramm schwere Kristallpokal für den Sportler des Jahres geht nach zwei Jahren wieder an Radprofi Marcel Kittel (RSV Adler Arnstadt/ Quick Step-Floors). Der fünffache Etappensieger bei der Tour de France 2017 holte mit 25,9 Prozent die meisten Stimmen und krönte sich damit zum dritten Mal nach 2013 und 2014 zum Titelträger. Kittel verwies Biathlet Erik Lesser vom SV Eintracht Frankenhain (20,6 Prozent) sowie Speerwerfer Thomas Röhler vom LC Jena (20,5 Prozent) auf die Plätze. Lesser und Röhler gingen jeweils als WM-Vierte ins Rennen und lieferten sich bis zum Schluss ein heißes Duell, das schließlich mit 0,1 Prozent Vorsprung für den Biathleten endete.

Den Titel der Mannschaft des Jahres holen sich erstmals Toni Eggert und Sascha Benecken (BRC Ilsenburg/ RT Suhl). 25,6 Prozent der Stimmen gingen an die Weltmeister im Rennrodel-Doppel, im Team-Wettbewerb sowie Sieger des Gesamtweltcups. Knapp dahinter kamen die Titelverteidigerinnen und Deutschen Vize-Meisterinnen im Handball vom Thüringer HC Erfurt-Bad Langensalza (21,2 Prozent) sowie das Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen), Europameisterin und WM-Vierte (14,4 Prozent), auf den zweiten und dritten Rang.

Weiterer Kristallpokal an Thüringer Behindertensportlerin
Der Behindertensportler des Jahres 2017 wurde wieder von einer Fachjury mit Vertretern des LSB, des Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes, Special Olympics Thüringen und dem Gehörlosen-Sportverband Thüringen gewählt. Mit deutlichem Vorsprung legten sich die Jury-Mitglieder auf Melanie Göpfert vom SV Schleusingen 90 fest. Die 27-jährige geistig behinderte Skilangläuferin hat bei den Weltspielen 2017 in Innsbruck im Freestyle in der Leistungsgruppe 1 über 7,5 und 10 Kilometer den zweiten und ersten Platz belegt. Göpfert trainiert seit dem 13. Lebensjahr regelmäßig in den Sportarten Skilanglauf und Radsport und wurde bei den Weltspielen durch die Stiftung Thüringer Sporthilfe gefördert.

Ball des Thüringer Sports
Die Ehrung und Übergabe der Kristallpokale an die drei Erstplatzierten erfolgt am 14. April 2018 beim Ball des Thüringer Sports in der Messehalle Erfurt – live vor über 1.000 Gästen. Höhepunkt des Ballabends ist die Krönung der Thüringer Sportler, Aufsteiger und Ehrenamtlichen des Jahres. Zudem erwarten die Gäste akrobatische Showacts, stilvolle Musik zum Tanzen, Mitmachangebote und ein Galabuffet. Eintrittskarten sind bereits online erhältlich unter www.ball-des-thueringer-sports.de zum Preis von 95 Euro.

Umfrageergebnis Sportler des Jahres 2017
Kategorie Sportlerin
1. Kristina Vogel (RSC Turbine Erfurt, Radsport/Bahn) 40,6 %
2. Tatjana Hüfner (BRC Friedrichroda/ RC Blankenburg, Rennrodeln) 21,1 %
3. Julia Großner (SWE Volley-Team, Beachvolleyball) 12,0 %
4. Alma Bestvater (DAV Weimar, Bouldern) 7,8 %
5. Dajana Eitberger (RC Ilmenau, Rennrodeln) 6,5 %
6. Pauline Grabosch (RSC Turbine Erfurt, Radsport/Bahn) 6,0 %
7. Josie Hofmann (RSV Blau-Weiß Gera, Speedskating) 4,8 %
8. Lisa Klein (RSC Turbine Erfurt, Radsport/Straße) 1,2 %

Kategorie Sportler
1. Marcel Kittel (RSV Adler Arnstadt, Radsport/Straße) 25,9 %
2. Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain, Biathlon) 20,6 %
3. Thomas Röhler (LC Jena, Leichtathletik) 20,5 %
4. Patrick Beckert (ESC Erfurt, Eisschnelllauf) 11,4 %
5. Julian Reus (TV Wattenscheid, Leichtathletik) 8,4 %
6. Johannes Ludwig (BSR Rennsteig Oberhof, Rennrodeln) 4,9 %
7. Karl Junghannß (Erfurter LAC Top Team, Leichtathletik) 4,8 %
8. Tim Stegemann (Erfurter LAC Top Team, Leichtathletik) 3,5 %

Kategorie Mannschaft
1. Toni Eggert/ Sascha Benecken (RC Ilsenburg/ RT Suhl, Rennrodeln) 25,6 %
2. Thüringer HC Erfurt – Bad Langensalza (Handball/Damen) 21,2 %
3. Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen) 14,4 %
4. Oettinger Rockets (Basketball) 11,6 %
5. Post SV Mühlhausen (Tischtennis) 8,0 %
6. Science City Jena (Basketball) 7,7 %
7. RSB Thuringia Bulls (Rollstuhlbasketball) 7,1 %
8. Nordhäuser SV (Boxen) 4,5 %

Förderung Monat Dezember - Kilometer sammeln im Skilager in Balderschwang

Im Rahmen des DLV Skilagers in Balderschwang, machten sich auch die beiden Thüringer Geher Jonathan Hilbert und Karl Junghannß auf den Weg in den Schnee. Ungefähr 30 Kaderathleten aus dem Lauf- und Gehbereich, sowie einige Schweizer Top-Triathleten absolvierten ihr Training in dem kleinen Örtchen im Allgäu, darunter auch der WM- und Olympiafünfte Christopher Linke und weitere WM-Teilnehmer wie Timo Benitz und Richard Ringer.

Balderschwang liegt auf ca. 1000 m Höhe und bietet mit einem über 40 km langen Loipennetz perfekte Voraussetzungen für ein Winterlager. Vom 08.12. bis zum 22.12. wurde dort zwei Wochen lang an der Grundlagenausdauer gearbeitet. Neben vielen Skilanglaufeinheiten stand auch der ein oder andere Dauerlauf auf dem Trainingsplan. So wurden täglich ca. 50 km Ski und Lauf absolviert. Durch extrem viel Neuschnee in den ersten Tagen, waren die Bedingungen dafür nicht immer günstig. Deswegen konnten auch einige Geh-Einheiten nicht absolviert werden. Dafür ging es dann umso häufiger in die Loipe im Skating- sowie im klassischen Stil. So wurden trotz der Bedingungen mehr als vier Stunden täglich trainiert und das in bis zu vier Trainingseinheiten am Tag. Das tolle Trainerteam rund um Leiter Steffen Große ermöglichte einen geplanten und meist reibungsfreien Ablauf im Training. Untergebracht waren die Athleten im Berghotel Ifenblick, das durch qualitativ sehr hochwertiges Essen und Einrichtungen, wie Sauna, Schwimmbad und Kraftraum optimale Rahmenbedingungen stellte. Da es nur geringe Einschränkungen durch Verletzungen und Krankheiten gab, konnte eine sehr gute Grundlage für die anstehenden Höhentrainingslager in den kommenden Monaten gelegt werden.
Das Trainingslager wurde im Rahmen der Anschlusskaderförderung durch die Stiftung gefördert.

Kuratoriumssitzung im Schießsportzentrum Suhl

Auf der diesjährigen Kuratoriumssitzung der Stiftung Thüringer Sporthilfe im Schießsportzentrum Suhl (SSZ) wurden sieben neue Kuratoren in das jetzt 76 Mitglieder umfassende Kuratorium aufgenommen:
Dr. Birgit Klaubert
Astrid Kühn (ORG Office GmbH)
Hans-Jürgen Dahlmann
Wito Gocht (Apparate- & Behältertechnik Heldrungen GmbH)
Thomas Rex
Michael Röhn

Lutz Scherf (Carl Scherf & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG)

Im Vorfeld besichtigten die Kuratoren das SSZ und nahmen die Möglichkeit das sportliche Schießen selber zu probieren, in Anspruch.

Thüringer Sportkalender 2018

Der neue Thüringer Sportkalender 2018 ist ab sofort erhältlich. In diesem hat die Thüringer Sporthilfe das Thema „Duale Karriere“ aufgegriffen. Auf den Kalenderblättern sind Thüringer Spitzensportler bei ihrer heutigen Tätigkeit dargestellt von der Olympiasiegerin und heutigen Lokalbesitzerin Kati Wilhelm über Teamsprintweltmeister René Enders, der als Bundespolizist arbeitet. Oder Rennrodelweltmeister David Möller, der in der Wirtschaft Fuß gefasst hat und als Produktmanager tätig ist, bis hin zur Olympiasiegerin Heike Drechsler, die als Gesundheitsberaterin ihre Knowhow in einer Krankenkasse weitergibt. Der Sportkalender kann ab sofort für 12 € (zzgl. Versandkosten) online unter www.thueringersporthilfe.de bestellt werden sowie über die Pressehäuser der Suhler Verlagsgesellschaft bezogen werden. Der Erlös des Thüringer Sportkalenders kommt der Nachwuchsförderung der Stiftung zugute.

Zwölf Nachwuchstrainer auf der Leuchtenburg geehrt

Nach dem historischen Luthersaal des Augustinerklosters in Erfurt, dem Schloss Friedenstein in Gotha, dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden und dem Schillermuseum Weimar bot diesmal die Leuchtenburg bei Kahla die Kulisse für die Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Vorfeld der Ehrung konnten sich die zwölf erfolgreichen Nachwuchstrainer sowohl mit der Entwicklung und Produktion von Porzellan bei Kahla-Porzellan als auch mit der Geschichte der Leuchtenburg und dem jetzt dort installierten Museum vertraut machen.

Seit 2012 hat die Stiftung mit der Trainerförderung ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema auch in ihrer Förderrichtlinie und einer eigenen Veranstaltung nur für Trainer verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung zwölf Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.

Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehemaligen und aktiven Athleten oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Er ist die wichtigste Bezugsperson für den Athleten und sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Er-folge, als auch oft als Trostspender im Einsatz. Seit Gründung der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt.

Folgende Nachwuchstrainer wurden geehrt:

Rennrodeln: Karsten Albert, Stützpunkttrainer Oberhof
Laudator: Max Langenhan, Junioreneuropameister, Vizejuniorenweltmeister

Sportschießen: Katharina Bechtel, Stützpunkttrainerin Flinte Suhl Laudator: Axel Krämer, Bundestrainer Flinte Skeet

Tischtennis: Stanislav Bondarenko, Vereinstrainer Nordhausen
Laudator: Frank Schulz, Landestrainer Thüringer Tischtennis-Verband

Boxen: Holger Stitz, Honorartrainer Thüringer Boxverband
Laudator: Lutz Seidenstücker, Vizepräsident Thüringer Boxverband

Gewichtheben: Rolf Heyer, Vereinstrainer SV Gräfenroda
Laudator: Marko Meiselbach, Athlet

Schwimmen: Sven Heyse, Sportlehrer SG Erfurt
Laudator: Hans-Jürgen Günther, Präsident Thüringer Schwimmverband

Leichtathletik: Gerhard Jäger, Honorartrainer TLV/Freizeitpädagoge
Laudator: Julian Reus, Olympia- und WM-Teilnehmer

Eisschnelllauf: Dieter Jander, Stützpunkttrainer Erfurt
Laudatorin: Judith Dannhauer, Olympiateilnehmerin

Fußball: Anne Pochert, Honorartrainerin TFV/FF USV Jena
Laudator: Christian Kucharz, Koordinator Nachwuchsleistungszentrum weiblich

Skilanglauf: Steffen Pollack, Sportlehrer SG Oberhof Laudatoren: Paul Gräf/Martin Bäcker, Athleten

Judo: Tobias Tejkl, Vereinstrainer Gotha
Laudator: Günter Schnürch, Vereinsvorstand und Trainerkollege

Radsport: Andreas Wartenberg, Trainer LLZ Erfurt
Laudator: René Enders, Olympiabronzemedaillengewinner und Weltmeister

20 Jahre “Stiftung Thüringer Sporthilfe“

Im April 1997 wurde die Stiftung durch die damalige Ministerin für Soziales und Gesundheit und zugleich erste Kuratoriumsvorsitzende, Irene Ellenberger, mit der Übergabe der Gründungsurkunde an den 1. Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Kuno Schmidt, ins Leben gerufen. Der Freistaat Thüringen unterstützte die Gründung tatkräftig durch die Bereitstellung des Grundstockvermögens in Höhe von 4,75 Mio DM. Heute blickte die Stiftung auf 20 Jahre ihres Bestehens im Rahmen einer Festveranstaltung zurück.

Im neuen Mehrzweckgebäude an der Rennrodelbahn in Oberhof begrüßte Dr. Schmidt rund 120 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik unter Ihnen viele ehemalige und aktuell geförderte Athleten. In der von Peter Rüberg moderierten Veranstaltung schauten die Initiatoren von damals Rolf Beilschmidt, Klaus Fiedler und Dr. Kuno Schmidt (alle Vorstandsmitglieder der TSH seit Gründung) und die sportpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Birgit Pelke, auf die Anfänge der Stiftung zurück und wussten viele Episoden aus dieser Zeit zu berichten.

Die seit der Gründung bis heute noch ehrenamtlich arbeitenden Vorstandsmitglieder Dr. Kuno Schmidt, Rolf Beilschmidt und Klaus Fiedler wurden für ihr langjähriges Wirken ausgezeichnet.
Ebenso stellten ehemalige Athleten wie die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms, der Ex-Weltmeister in der Nordischen Kombination Marko Baacke und Dreispringer Marcel Kornhardt die Unterstützung durch die Stiftung für sie dar.

Vier langjährige Partner der Stiftung wurden an diesem Abend für ihre Unterstützung der Sporthilfe und des Thüringer Sports ausgezeichnet:
• Federn-Oßwald
• Jugendberufsförderung Erfurt gGmbH
• Neumann Bauelemente
• Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen

Der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen hatte dann auch noch ein Geburtstagsgeschenk für die Stiftung dabei. Aus dem PS-Los-Sparen der Thüringer Sparkassen überreichte Ingolf Meindl einen symbolischen Autoschlüssel an Dr. Schmidt für einen neuen Audi A3 und untermauerte damit einmal mehr die langjährige Zusammenarbeit. Insgesamt hat die Sparkassen-Finanzgruppe für gemeinsame Projekte mit der Stiftung im Nachwuchs- und Anschlusskaderbereich seit 1999 mit rund 130.000 € gefördert.

Die Stiftung ist eine ergänzende Fördereinrichtung im Leistungssportsystem des Freistaates und fördert ausschließlich Sportler, die ein Startrecht für einen Thüringer Verein besitzen und Nachwuchstrainer. Behindertensportler sind seit Gründung der Thüringer Sporthilfe gleichberechtigt in die Förderung integriert.

Insgesamt wurden rund drei Millionen Euro in Thüringer Nachwuchs- und Spit-zensportler investiert:
• Nachwuchsförderung (incl. Förderverein „Thüringer Sporthilfe e.V.) - Gesamtvolumen 1,425 Millionen Euro für 3305 Förderungen*
• Anschlusskaderförderung: Gesamtvolumen 676 T€ für 818 Förderungen* (413 Sommersport, 405 Wintersport)
• Förderkreise: Gesamtvolumen 601 T€ für 12 Förderkreise
• Weitere Förderungen (Soziale Förderung, Verdienstausfallerstattung, Studienförderung): Gesamtvolumen: 286 T€

* Förderungen heißt: Anzahl der vergebenen Förderungen, nicht Anzahl der geförderten Sportler (da Sportler teilweise in mehreren Förderungen integriert waren)

Rennrodelweltmeister Sascha Bennecken kassierte für die Thüringer Sporthilfe

Am 31. März 2017 gab es im Suhler dm-Markt Aue III eine Kassieraktion für den guten Zweck. Zwischen 15.30 und 16.30 saßen Rennrodelweltmeister Sascha Benecken und der Handballer Remo Gerstenberg vom Erstbundesligisten HSC Coburg an der Kasse des dm-Marktes. Am Ende gab es viele zufriedene Gesichter Die beiden TOP-Athleten kassierten zweitausend Euro für den guten Zweck, die jeweils 1.000 € zugunsten des Fördervereins Handball und der Stiftung Thüringer Sporthilfe vom dm-Markt gestiftet wurden. Zusätzlich wurden unter allen Einkäufen in dieser Zeit zwei Karten für den Ball des Thüringer Sports verlost. Mehr auch unserer Facebookseite.
Wir sagen DANKE an den dm-Markt und die beiden Sportler!!!

 

Thüringer Sportkalender 2017

Der neue Thüringer Sportkalender 2017 ist ab sofort erhältlich. Auch in diesem Jahr standen wieder Thüringer Spitzenathleten für einen guten Zweck zur Verfügung. Anstelle schweißtreibender Trainingseinheiten rann diesmal der Schweiß am Grill. Mit der diesjährigen Thematik „Grillen“ – sozusagen die „Nationalsportart“ der Thüringer – zeigen u.a. die Olympiasieger Anja Schneiderheinze (Bob), Thomas Röhler (Speerwerfen) und weitere Thüringer TOP-Athleten wie Eisschnellläufer Patrick Beckert, Handballnationaltorhüterin Dinah Eckerle, Radsprinter René Enders, die Olympiateilnehmerin Maria Selmaier, der Paralympicsteilnehmer Aliaksander Halouski oder Biathlet Erik Lesser, dass man nicht nur Bratwurst und Rostbrätl grillen kann. Auf den Kalenderblättern der einzelnen Monate sind dabei nicht nur die besten Grillfotos zu finden, sondern auf der Rückseite ist das Rezept inclusive aller Zutaten zum Nachgrillen beschrieben. 
Einige Impressionen sind auch auf unserem Facebookaccount zu finden.

Am kommenden Sonntag, 30. Oktober gibt es die Möglichkeit im Rahmen der Genusspromenade im Erfurter Kaisersaal sich den Kalender von zwei TOP-Athleten persönlich signieren zu lassen. Der schnellste Anfahrer der Welt im Teamsprint René Enders steht ab 10 Uhr und Bobolympiasiegerin und Weltmeisterin Anja Schneiderheinze ab 12 Uhr am Stand der Stiftung auch für Autogrammwünsche zur Verfügung.

 Zur Onlinebestellung

Förderkreis Pyeongchang berufen

Das neue Haus der Wirtschaft der IHK Südthüringen in Suhl war Gastgeber für die Berufungsveranstaltung des neuen Förderkreises „Thüringer Athleten nach PyeongChang“ der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Bereits zum zwölften Mal bildete die Thüringer Sporthilfe einen Förderkreis in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele/Paralympics. Im Jahr 1995 wurden durch den damaligen Förderverein Thüringer Sporthilfe e.V. 25 Thüringer Athleten in den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Atlanta“ berufen. Im Jahr der Gründung der Stiftung 1997 berief der neu gewählte Vorstand in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele/Paralympics im japanischen Nagano 60 Athleten in den Förderkreis. Es folgten viele weitere Förderkreise, aktuell läuft noch der Förderkreis Rio.

Insgesamt hat die Stiftung Thüringer Sporthilfe bisher rund 450 Thüringer Athleten mit einer Gesamtsumme von knapp einer dreiviertel Million in Vorbereitung auf Olympische Spiele/ Paralympics gefördert. Auswahlkriterien für die Aufnahme in den Förderkreis sind die Zugehörigkeit zu einem aktuellen Kaderkreis des Spitzenfachverbandes, die Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften und Weltcups des vergangenen Winters und natürlich die berechtigte Chance auf eine Teilnahme an den Spielen. Auf dieser Basis nahmen die Thüringer Sportministerin und zugleich Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Dr. Birgit Klaubert, der Präsident des Landessportbundes, Peter Gösel und Dr. Kuno Schmidt als 1. Vorsitzender der Stiftung Thüringer Sporthilfe sowie die jeweiligen Verbandspräsidenten die feierliche Berufung des 27 Athleten umfassenden Förderkreises „Thüringer Athleten nach PyeongChang“ vor.

In diesem sind zwei Olympiasiegerinnen, sieben Weltmeister, drei Olympiamedaillengewinner und 13 Teilnehmer bei Olympischen Spielen vertreten. Die Förderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe erfolgt in Gemeinsamkeit und Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Thüringen, dem LSB Thüringen und den Landes- und Spitzenfachverbänden und soll optimale Bedingungen zur Vorbereitung auf PyeongChang 2018 schaffen.

Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt Nachwuchskombiniererinnen

Mit der symbolischen Übergabe von neuem Skimaterial im Wert von 15.000 € besiegelten die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und die Stiftung Thüringer Sporthilfe ihre weitere Zusammenarbeit. Die Stiftung investiert das Geld projektbezogen gemeinsam mit dem Thüringer Ski-Verband in die Entwicklung der neuen Disziplin Nordische Kombination weiblich. Mit den Projektmitteln wird die Anschaffung/Erstausstattung von neuem Material für die Nachwuchssportler unterstützt. Es wurden u.a. Sprungski (incl. Bindung und Schuhe), Langlaufski, Sprunganzüge und Skihelme angeschafft. Damit können die Kombiniererinnen in der neuen Saison im Bereich der Altersklasse 11 -14 mit besten Trainings- und Wettkampfmaterial an den Start beim Thüringer und Deutschen Schülercup gehen.

„Mit diesem Projekt möchte die Stiftung für die gerade in der Neuentwicklung befindlichen Disziplin einen Grundstein legen, um später einmal an die erfolgreiche Tradition der Nordischen Kombination anzuknüpfen. Und wir hoffen, dass wir demnächst nicht nur einen Tino Edelmann bei internationalen Wettkämpfen, sondern auch das eine oder andere Talent aus Thüringen in den Siegerlisten sehen werden“, so der Geschäftsführer der Stiftung, Arnd Heymann. Ingolf Meindl, als Vertreter des Sparkassen Giroverbandes Hessen-Thüringen, ergänzte “dies ist für die Sparkassen-Finanzgruppe eine gute Investition in die Zukunft. Der Sport ist ein Bestandteil unserer vielfältigen Förderungen mit dem wir unseren gesellschaftlichen Beitrag leisten. Als offizieller Olympiapartner Deutschland fühlen wir uns aber auch verpflichtet, den Nachwuchs zu helfen und sind dabei ein fester Partner für den Thüringer Sport. Der Nachwuchs bildet die Basis für spätere Erfolge bei den Erwachsenen.“ Gerd Siegmund, seit knapp zwei Monaten neuer Präsident des Thüringer Skiverbandes bedankte sich bei den Partnern „für die großzügige Unterstützung und das Engagement in der Nordischen Kombination.“

Überreicht wurde die Förderung vor Beginn des alljährlichen Athletiktests in der Oberhofer Dreifelderhalle, im Beisein u.a. von Skispringerin Juliane Seyfahrt und der Vorstandsvorsitzenden der Rhön-Rennsteig-Sparkasse Marina Heller.

Die Zusammenarbeit zwischen der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Thüringer Sporthilfe existiert bereits seit 1999. Im damals ersten Projekt wurden von 1999 – 2002 die damalige Juniorenweltmeisterstaffel im Skilanglauf mit Ron Spanuth, Rene Reißhauer, Axel Teichmann und Jens Filbrich im Rahmen einer Projektförderung zur Vorbereitung auf Olympia 2002 unterstützt. Es folgten weitere gemeinsame Projekte u.a. für Materialanschaffungen im Rennrodeln, die Entwicklung von Sommerschlitten für Skeletonis und die Förderung von Anschlusskadern im Radsport ebenso wie ein zweijähriges Projekt zur Materialentwicklung im Rennrodeln sowie im letzten Jahr die Anschaffung von Zeitfahrmaterial für Nachwuchsradsportler.

Termine

Der Ball des Thüringer Sports 2022 findet am Samstag, dem 30. April 2022 in der Messe Erfurt statt.

Der Ball für das Jahr 2021 ist abgesagt.

Thüringer Sportler des Jahres 2019

Kategorie Sportlerin

1. Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla, Skispringen) 33,2 %
2. Lisa Klein (RSC Turbine Erfurt, Radsport) 18 % 3. Dajana Eitberger (RC Ilmenau, Rennrodeln) 11,7 %
4. Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis, Skilanglauf) 11,3 %
5. Tatjana Hüfner (RC Blankenburg, Rennrodeln) 10,8 %
6. Sophie Griebel (RT Suhl, Skeleton) 7,5 %
7. Sabine Berg (RSV Blau-Weiß Gera, Speedskating) 4,3 %
8. Michelle Kroppen (SV GutsMuths Jena, Bogenschießen) 3,1 %

Kategorie Sportler

1. Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain, Biathlon) 33,3 %
2. Luc Ackermann (Niederdorla, Freestyle-Motocross) 17,6 %
3. Nils Dunkel (MTV 1860 Erfurt, Turnen) 14,9 %
4. Johannes Ludwig (BSR Rennsteig Oberhof, Rennrodeln) 14,3 %
5. Patrick Beckert (ESC Erfurt, Eisschnelllauf) 12,5 %
6. Christopher Grotheer (BRC Thüringen, Skeleton) 4,9 %
7. Alexander Rödiger (BRC Thüringen, Bob) 1,3 %
8. Paul Krenz (Mitteldeutscher BC, Bob) 1,2 %

Kategorie Mannschaft

1. Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen) 30,9 %
2. Toni Eggert/ Sascha Benecken (RC Ilsenburg/ RT Suhl, Rennrodeln) 19,3 %
3. RSB Thuringia Bulls (Rollstuhlbasketball) 18,8 %
4. Thüringer HC Erfurt – Bad Langensalza (Handball) 11,3 %
5. SV Pöllwitz (Kegeln) 6,9 %
6. Post SV Mühlhausen (Tischtennis) 4,3 %
7. ThSV Eisenach (Handball) 4,2 %
8. Maxx-Solar-Lindig (Radsport) 2,3 %

Kategorie Behindertensportler

1. RSB Thuringia Bulls (Rollstuhlbasketball) 36,3 %
2. Heike Naujoks (Special Olympics Thüringen, Radsport) 18,3 %
3. Julius Haupt (PSV Weimar, Rollstuhlfechten) 14,3 %
4. Mario Oehme (Integra Gera, Para-Bogensport) 10,8 %
5. Hans-Reinhard Hupe (LAC Eichsfeld, Para-Leichtathletik) 9,6 %
6. Sven Baum (Bushido Waltershausen, Para-Karate) 4,5 %
7. Bodo Funcke (GSV Gotha, Sportschießen) 3,2 %
8. Philip Clas (HSC Erfurt, Para-Leichtathletik) 3,0 %.

Thüringer Aufsteiger Jahres

Förderpreise der Stiftung Thüringer Sporthilfe und des Landessportbundes Thüringen 2018

Förderpreis 2018  gestiftet von
LEG Thüringen
Aufsteigerin des Jahres
Madeleine SCHRÖTER – Karate


Stiftung Thüringer Sporthilfe
Werner-Seelenbinder-Strasse 1
99096 Erfurt
Tel.: 03 61 / 3 40 54 50
Fax: 03 61 / 3 40 54 96
E-Mail: info@thueringersporthilfe.de
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