In der IHK Südthüringen wurden erfolgreiche Nachwuchswintersportler geehrt und die Topathleten in den Förderkreis in Vorbereitung auf die nächsten Olympischen Winterspiele 2026 berufen.

Berufung Förderkreis "Milano/Cortina" und Nachwuchsförderung Wintersport 2023/2024

Zum zweiten Mal kombinierte die Stiftung Thüringer Sporthilfe zwei Veranstaltungen in einer – die Berufung des Förderkreises „Thüringer Athleten nach Milano/Cortina“ und die Ehrung der erfolgreichen Thüringer Nachwuchswintersportler*innen. In der IHK Südthüringen in Suhl erhielten insgesamt 44 Athlet*innen aus den Wintersportarten Biathlon, Bob, Eisschnelllauf, Nordische Kombination, Rennschlitten, Skeleton, Skilanglauf und Skisprung eine Individualförderung von insgesamt rund 28.000 €. Diese Förderungen überreichten der 1. Vorsitzende der Stiftung, David Möller, der Thüringer Sportminister und Kuratoriumsvorsitzender, Helmut Holter und den Olympiasiegern Lisa Buckwitz und Christopher Grotheer, sowie Skilangläuferin Katherine Sauerbrey und Eisschnellläufer Patrick Beckert, die als Vorbilder den Nachwuchsathleten gratulierten.
Artikel veröffentlicht am 10.06.2024
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„Mit dieser neuen Form wollen wir die Ehrung der Nachwuchssportler aufwerten und getreu unserem Slogan „Vom Talent zum Olympiasieger“, die Talente mit den TOP-Athleten, mit ihren Vorbildern vernetzen,“ sagte David Möller in seiner Begrüßung. Die den Nachwuchssportler*innen übergebene Individualförderung soll auf der einen Seite nicht nur eine ideelle Anerkennung für die erbrachten Leistungen und weitere Motivation darstellen, sondern zum anderen auch einen kleinen Teil dessen kompensieren, was die Sportler, ihre Elternhäuser, die Vereine und Verbände Jahr für Jahr in das leistungssportliche Training und die Wettkämpfe investieren.

Die Nachwuchsathleten waren dabei in diesem Winter nicht minder erfolgreich wie die TOP-Athleten. Zwölf Goldmedaillen, davon vier bei den YOG, dreimal Silber und viermal Bronze sowie elf TOP-10-Platzierungen bei JWM/JEM/YOG, davon sieben Mal die sogenannte Holzplakette auf Platz vier sind eine Topbilanz. 25 der Geehrten nahmen bereits an JWM, JEM oder den YOG teil. Dies ist eine lange nicht mehr erreichte Quote.

Herausragend waren dabei die Juniorenweltmeister Antonia Pietschmann (Rennrodeln), Richard Stenzel (Nordische Kombination), Viktoria Hansova (Skeleton), Alina Nußbicker (Biathlon) und der dreifache YOG-Sieger und Vizejuniorenweltmeister im Eisschnelllauf Finn Sonnekalb.

Die geförderten Nachwuchssportler.


Im Anschluss wurden 45 Sportler*innen in den Förderkreis „Thüringer Athleten nach Milano/Cortina“ durch David Möller, Helmut Holter und den Vizepräsidenten des LSB Thüringen, Lutz Rösner, berufen. Unter ihnen sind u.a. die Olympiasieger Victoria Carl, Lisa Buckwitz und Christopher Grotheer und die Medaillengewinner der letzten Olympischen Spiele in Peking, Katherine Sauerbrey, Dajana Eitberger und Vanessa Voigt. Aber auch die beiden Juniorenweltmeister Viktoria Hansova und Richard Stenzel wurden auf Vorschlag des Fachverbandes in den Förderkreis berufen.

Die Förderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe erfolgt in Gemeinsamkeit und Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Thüringen, dem LSB Thüringen und den Landes- und Spitzenfachverbänden und soll optimale Bedingungen zur Vorbereitung auf Spiele in Italien schaffen. Im Rahmen des Förderkreises werden die Sportler*innen maßnahmebezogen unterstützt, u.a. für Aufwendungen an Lehrgängen, Trainingslagern und internationalen Wettkämpfen sowie im Materialbereich.

Seit Beginn der Nachwuchsförderung 1994 wurden knapp 1,8 Millionen Euro in über 4.000 Individualförderungen für die Thüringer Nachwuchsathleten investiert. Die 4.000ste Förderung ging an den Ski-langläufer Milan Neukirchner, der bei den YOG mit Platz vier nur hauchdünn eine Medaille verpasste.

In den bisherigen 15 Förderkreisen in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und Paralympics investierte die Stiftung rund 900 T€.

Die Athleten des Förderkreises "Milano/Cortina"